14.05.2020 - 18:14 Uhr
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Nicht jede Fahrgemeinschaft ist erlaubt – Antworten auf Leserfragen [Teil 41]

Noch vor ein paar Monaten hätte man sich keine Gedanken gemacht, wer mit wem im Auto sitzt. Durch Corona ändert sich das. Regeln für Autofahrer und Schüler werfen Fragen auf.

Besonders in Schulbussen kann der nötige Abstand nicht immer eingehalten werden.
von Katrin Pasieka-Zapf Kontakt Profil

Um von einem zum anderen Ort zu gelangen, gibt es viele Möglichkeiten. Autofahrer und Schüler müssen aber bestimmte Regeln beachten. Antworten auf Leserfragen, Teil 41.

Ich fahre meine Kinder zur Schule. Darf ich die Nachbarskinder mitnehmen?

Das sieht das Innenministerium kritisch und rät von sogenannten „Elterntaxen“ ab. Hier kann der Mindestabstand nicht eingehalten werden. Sollte es den jeweiligen Schülern ausnahmsweise nicht möglich sein, überhaupt zur Schule zu kommen, können Kinder aus einem weiteren Hausstand – aber nicht mehreren Hausständen – mitgenommen werden. In diesen Fällen wird jedoch dringend angeraten, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Darf ich private Fahrgemeinschaften bilden und Mitfahrgelegenheiten nutzen?

Ja, das ist möglich, allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. So sind private Fahrgemeinschaften nur mit Angehörigen eines weiteren Hausstands möglich. Unabhängig davon darf man mit Angehörigen des eigenen Hausstands, Ehegatten, Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, Verwandten in gerader Linie und Geschwistern zusammen im Auto fahren.

Ich fahre selbst mit meinem Auto zur Berufsschule. Darf ich einen Mitschüler mitnehmen?

Das ist erlaubt, solange es sich bei dem Mitfahrer um einen Klassenkameraden handelt. Allerdings gilt auch hier, die Kontakte zu anderen Menschen auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Wer also alleine zur Arbeit kommen kann, sollte das auch tun.

Gibt es eine Richtlinie für den Abstand in Bussen zur Schülerbeförderung?

Der Mindestabstand soll auch dort, wo es möglich ist, eingehalten werden, schreibt das Bayerische Verkehrsministerium. Im „freigestellten Schülerverkehr“ sowie im ÖPNV ist die Einhaltung aber nicht immer durchgehend möglich. Daher wird es hier insgesamt für zulässig erachtet, von der zwingenden Einhaltung der Abstandsregelung abzusehen. Voraussetzung hierfür ist aber das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, die in Schulbussen, für Kinder, ab dem sechsten Geburtstag, Pflicht ist.

Eltern beklagen sich über die Situation in den Schulbussen von und nach Pressath

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