29.11.2019 - 16:00 Uhr
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Geburten, Todesfälle, Ausländer: Das sind die Oberpfälzer Zahlen für 2018

Die Bevölkerungszahl der Oberpfalz ist 2018 leicht gestiegen - im Süden mehr als im Norden des Bezirks. Das stellte Innenminister Herrmann im neuen Statistischen Jahrbuch vor. Auch wirtschaftlich setzt die Region ihren Aufschwung fort.

Das Statistische Jahrbuch Bayern ist vorgestellt worden.
von Jürgen UmlauftProfil

Dank mehr Geburten und Zuzügen ist die Bevölkerungszahl der Oberpfalz 2018 erneut leicht gestiegen. Hauptursache war die Zuwanderung von außerhalb Bayerns. Nach dem am Freitag von Innenminister Joachim Herrmann (CSU) vorgestellten neuen Statistischen Jahrbuch lebten am 31. Dezember 2018 1 109 269 Menschen in der Oberpfalz. Das waren 4862 mehr als im Jahr davor. Allerdings verlief die Entwicklung regional unterschiedlich. Im Norden des Bezirks gab es nur einen Zuwachs von gut 300, während im Süden mehr als 4500 Personen dazukamen.

Die Zahl der Geburten in der Oberpfalz stieg um 517 auf 10.499. Gleichzeitig starben 12 442 Menschen, 497 mehr als 2017. Daraus ergab sich ein Sterbeüberschuss von 1943. Dieser blieb damit im Vergleich zu Vorjahren konstant. Der natürliche Bevölkerungsschwund wurde durch einen insgesamt positiven Wanderungssaldo mehr als ausgeglichen. Aus anderen bayerischen Bezirken zogen 890 Personen mehr in die Oberpfalz als weg, von außerhalb Bayern betrug der Bevölkerungssaldo plus 6031. Der Ausländeranteil im Bezirk stieg von 8,15 auf 8,75 Prozent. Deutlich zugenommen hat 2018 die Zahl der Eheschließungen in der Oberpfalz. Ihre Zahl stieg um knapp 350 auf 6271. Ein Grund dafür dürfte die neu eingeführte "Ehe für alle" sein. Die Zahl der Scheidungen sank um fast 150 auf 1913.

Wirtschaftlich setzte die Oberpfalz 2018 ihren Aufschwung fort. So stieg die Zahl der Erwerbstätigen um rund 7000 auf 592 000. Die Quote der Erwerbslosen sank von 2,2 auf 1,9 Prozent. Fast unverändert blieb die die Zahl der Insolvenzen. Sie sank bei Unternehmen von 201 auf 200, bei Privatpersonen stieg sie von und bei Privatpersonen von 745 auf 747.

Bayernweit stieg die Bevölkerungszahl erstmals auf mehr als 13 Millionen. Das Plus betrug knapp 80 000 auf 13 076 721. Nach Angaben Herrmanns hat sich die Dynamik im laufenden Jahr verlangsamt. Im ersten Halbjahr 2019 kamen nur noch gut 20 000 Einwohner dazu. Auch im gesamtbayerischen Durchschnitt gab es 2018 einen Sterbeüberschuss, der durch Zuwanderung überkompensiert wurde. Der Ausländeranteil stieg auf 13,2 Prozent.

Herrmann verwies für 2018 auf einen Beschäftigtenrekord in Bayern. Im Jahresdurchschnitt waren 7,65 Millionen Personen erwerbstätig (+1,6%). Der Bruttomonatsverdienst der Beschäftigten lag bei 4080 Euro (+3,2%).

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