02.11.2018 - 10:48 Uhr
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Geteilte Oberpfalz - Bildergalerie

An Allerheiligen fiel zahlreichen Menschen, nicht nur in der Oberpfalz, eine markante Wolkenkante auf. Diese reichte zeitweise von der Ostsee bis nach Algerien und Mali.

von Andy NeumaierProfil

Die „Kante“ an sich ist dabei weniger interessant als das Wolkenband, an dem sich die scharfe Abgrenzung anschloss. Innerhalb dieses Wolkenbandes lag in großer Höhe der sogenannte „Jetstream“, ein Starkwindband mit bis zu 300 km/h, das über Mitteleuropa normalerweise in West-Ost-Ausrichtung zu finden ist. Flugzeuge nutzen den Jet-Stream bei Atlantiküberquerungen, um Zeit und Sprit zu sparen. Die Wetterlage führte jedoch dazu, dass dieser Jetstream schon über dem Atlantik vor Europa nach Süden in Richtung afrikanische Wüste, und von dort wieder nordwärts bis nach Skandinavien ausgerichtet war. Er trug vermutlich auch Saharastaub mit sich, der zusammen mit relativ warmer und feuchter Luft die Wolkenbildung anregte, und ein bis zu 4000 Kilometer langes Wolkenband verursachte.

Weiter im Westen herrschte Wind aus West. Hier fehlte der Staub, und deutlich kältere und trockene Luft in der Höhe ließ die Wolkenbildung schlagartig enden. Die oft beobachtete Wolkenkante markierte quasi die Trennlinie dieser Höhenfront. So etwas kann auch in tieferen Luftschichten passieren, doch fiel das Phänomen gestern in der untergehenden Sonne mit entsprechend prächtigen Farbenspielen und der Beleuchtung eben besonders auf. Viel Raum für Verschwörungstheorien, letztlich aber auch einfach nur „Wetter“.

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