28.06.2019 - 13:56 Uhr
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Gut schlafen trotz Hitze

Sommer - endlich wieder im See oder im Freibad schwimmen, barfuß laufen, abends auf der Terrasse oder im Biergarten sitzen. Doch so sehr wir die warme Jahreszeit tagsüber genießen, so oft bringt sie uns nachts um den Schlaf.

Es ist viel zu heiß, um zu schlafen? Mit ein paar einfachen Tricks gelingt die Nachtruhe trotz großer Hitze.
von Externer BeitragProfil

Wenn die Temperaturen steigen und es auch in der Nacht nicht mehr richtig abkühlt, bekommen viele von uns kein Auge zu und wälzen sich unruhig in den Laken. „Die ideale Raumtemperatur liegt bei 16 bis 18 Grad, dann fühlt sich der Körper am wohlsten“, erklärt Arzt und Schlaflabor-Mitarbeiter Dr. Andreas Lachnit. „Am besten reduziert man die Umgebungstemperatur schon einige Zeit vor dem Einschlafen.“ Er rät: Räume bereits tagsüber abdunkeln und abends noch einmal gut durchlüften. Doch wir können noch mehr tun, um auch bei Hitze gut zu schlafen.

LAUWARM STATT KALT DUSCHEN

Viele von uns denken immer noch, eine kalte Dusche vor dem Schlafengehen sei eine Wunderwaffe gegen sommerliche Schlaflosigkeit – ein Irrtum. Durch das kalte Wasser verengen sich die Blutgefäße, sodass der Körper die gespeicherte Wärme schlechter abgeben kann. Mediziner raten daher, lieber lauwarm zu duschen, bevor man ins Bett geht. „Das Duschwasser sollte nicht all zu kalt sein und man sollte sich danach gut abtrocknen“, so Dr. Lachnit. „Gegebenenfalls kann man die Haare leicht feucht lassen, um den Körper etwas zu erfrischen.“

AUF KLIMAANLAGEN VERZICHTEN

Um Abkühlung in den eigenen vier Wänden zu schaffen, wollen viele von uns auf Klimaanlage und Ventilator nicht verzichten. Diese sollten jedoch vor dem Schlafen ausgemacht werden. Denn sonst könnte es schnell passieren, dass wir am nächsten Morgen mit einer Erkältung aufwa- chen – trotz Hitze. „Die kühle Zugluft trocknet die Schleimhäute aus und kann nicht nur zu Erkältungen, sondern auch zu Bindehautentzündungen führen“, so der Experte. Besser: ein nasses Bettlaken im Zimmer aufhängen, durch die Verdunstung wird der Umgebung Wärme entzogen.

WÄRMEQUELLEN VERMEIDEN

Für viele von uns ist das Smartphone auch nachts in greifbarer Nähe, es liegt beispielsweise zum Aufladen auf dem Nachtkästchen. Gerade jetzt macht es jedoch Sinn, alle elektronischen Geräte aus dem Schlafzimmer zu entfernen. Denn beim Laden wird viel Hitze abgegeben, diese wärmt die Umgebung nur unnötig auf. Doch nicht nur Ladegeräte, auch Haustiere produzieren Wärme. Deswegen sollten wir uns überlegen, Bello & Co. in heißen Nächten lieber aus dem Schlafzimmer auszuquartieren und in einem anderen Raum schlafen zu lassen.

VIEL UND ALKOHOLFREI TRINKEN

Wenn die Temperaturen steigen, ist es wichtig, viel Flüssigkeit aufzunehmen. Mediziner raten, vor dem Schlafen noch einmal zwei bis drei Gläser Wasser zu trinken. Denn Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen kann dazu führen, dass wir nachts aufwachen. Doch vom sogenannten Schlummertrunk sollten wir gerade bei Hitze besser die Finger lassen. „Alkohol kurbelt die Stoffwechselprozesse an“, so Dr. Lachnit. „So kann der Körper nicht richtig zur Ruhe kommen. Spirituosen sind als Schlafmedizin absolut kontraproduktiv. Auch die Temperaturregulierung wird durch sie stark beeinträchtigt, man kann sich bei großer Hitze noch schlechter akklimatisieren.“

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