29.10.2020 - 15:37 Uhr
OberpfalzOberpfalz

Halloween: Polizei rät wegen Corona vom Süßigkeiten sammeln ab

An Halloween von Haus zu Haus zu ziehen und Süßigkeiten einsammeln gehört auch für viele Kinder in der Oberpfalz zur Tradition. Wegen der aktuellen Corona-Lage rät die Polizei nun davon ab.

In diesem Herbst rät das Polizeipräsidium Oberpfalz dringend davon ab, dass Kinder von Haus zu Haus ziehen sollten, um Süßigkeiten zu sammeln.
von Kathrin Moch Kontakt Profil

In einer Pressemitteilung rät das Polizeipräsidium Oberpfalz auch an Halloween Rücksicht auf die aktuelle Infektionslage zu nehmen: "Die Polizei rät dringend davon ab, die Kinder von Haus zu Haus ziehen zu lassen und Süßigkeiten einzusammeln. Dies erweitert die zwischenmenschlichen Kontakte und kann zur starken, vermeidbaren Virusausbreitung beitragen", heißt es in der Mitteilung.

Das sagen Ärzte zur Infektionsgefahr an Halloween, Nikolaus & Co.

Oberpfalz

Süßes oder Saures auch in der Oberpfalz

Die von den britischen Inseln stammende Halloween-Tradition ist inzwischen auch in der Oberpfalz etabliert. Am Tag vor Allerheiligen ziehen Kinder in gespenstischen Kostümen um die Häuser und stellen die rhetorische Frage "Süßes oder Saureres". In der Regel erhalten die kleinen Gespenster Süßigkeiten und gehen zum nächsten Haus.

Halloween alternativ gestalten

Aktuell sollten sich laut Polizei die Erziehungsberechtigten die Frage stellen, ob die Tradition auch in diesem Herbst mit steigenden Infektionszahlen fortgeführt werden muss. Das Virus wird durch zwischenmenschliche Kontakte übertragen, weshalb diese auf ein Minimum reduziert werden sollten. In vielen Städten und Landkreisen sind die privaten Zusammenkünfte auf maximal fünf Personen oder zwei Haushalte reduziert. "Angesichts dieser Tatsachen wirkt die Vorstellung, dass Kinder von Haus zu Haus ziehen, um dort Süßigkeiten einzusammeln, recht befremdlich", meint das Polizeipräsidium Oberpfalz.

Auch bei US-Siedlungen in Grafenwöhr: Halloween nur im kleinen Kreis

Grafenwöhr

Die Polizei geht davon aus, dass ohnehin die meisten Türen geschlossen bleiben. Halloween solle dieses Jahr besser alternativ begangenen und kreativ gestaltet werden.

Keine Sachbeschädigung begehen

Sollte dennoch an fremden Türen geklingelt werden, müsse man damit rechnen, dass nicht aufgesperrt werde. Das versprochene "Sauer"sollte laut Polizei für diesen Fall nicht allzu streng ausfallen. Schon gar nicht dürfte Sachbeschädigung begangen werden. "Also bevor das Auto mit Toilettenpapier umwickelt oder mit Rasierschaum benetzt wird, soll bedacht werden, dass dadurch Schäden am Lack oder Scheiben verursacht werden können", mahnen die Beamten. In solchen Fällen würden nicht nur die strafrechtlichen Konsequenzen drohen, sondern auch die materiellen Verluste müssten ausgeglichen werden.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.