21.10.2019 - 13:32 Uhr
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Hammerfrau im Hammerwurf: Nancy Randig

Sie als „Star des Vereins“ zu bezeichnen, ist ihr peinlich. „Man könnte mich ,Aushängeschild‘ nennen“, sagt Nancy Randig (19). Sie trainiert beim SWC Regensburg und holte 2018 den Deutschen Vizemeistertitel. Kein Grund um abzuheben.

Nancy Randig hat den Dreh raus.
von Autor DEYProfil

Um zu den Besten ihrer Sportart zu gehören, trainiert Nancy Randig fünfmal in der Woche. Zwei Tage davon pendelt die Athletin von ihrem Wohnort Regensburg zu dem 120 Kilometer entfernten Hammerwurf-Stützpunkt für die Oberpfalz, Wiesau. Das passiert nach Dienstende an ihrem Ausbildungsplatz um halb fünf. Danach ist der Tag meist vorbei. Für Freizeit bleibt kaum Zeit. „Es ist schwierig, den Hammerwurf und meine Freunde in Einklang zu bringen“, sagt Nancy Randig. Nach dem Training gehe sie hin und wieder mit Freunden Essen. Aufwendige Unternehmungen oder der große Urlaub finden allerdings nur und erst statt, wenn der Hammerwurf Sommerpause hat. Der Sport geht immer vor.

Leidenschaft und Ehrgeiz

„Jeder, der Sport macht, kennt das: Man entwickelt eine Leidenschaft, man will weiterkommen“, sagt Nancy Randig. Das sei Antrieb genug, um die Strapazen auf sich zu nehmen. Außerdem profitiert sie auch davon: „Man ist einfach fitter.“ Seit knapp zehn Jahren trainiert sie ihren Körper inzwischen und trimmt sich zu persönlichen Höchstleistungen. Noch bis vor vier Jahren trat Nancy Randig im Mehrkampf an. Inzwischen fiel die Entscheidung zu Gunsten des Hammerwerfens aus. Auch, weil es eine sehr spannende Sportart ist: „Die Platzierungen können sich bis ganz zum Ende verändern, man kann sich nie sicher sein, ob jemand noch weiter wirft.“

Die 19-jährige Hammerwerferin hat große Ziele, wenn es um ihr Steckenpferd, dem Hammerwurf, geht.

Dieses Prickeln ist es, das sie schon als Zehnjährige angetrieben hat und auch dafür sorgte, dass sie nach einer Pause wieder zurückfand. Verletzungsbedingt musste Nancy Randig zwei Jahre lang immer wieder unterbrechen. „Dann hab‘ ich mir eine Auszeit genommen“, erzählt sie. Doch anders als vielleicht gedacht, war das kein Einstieg zum Abschied. Die Sportlerin hat die Freude am Hammerwurf erneut entdeckt – und brennt nun mehr als zuvor. Doch auch, wenn ihr der sportliche Erfolg freilich wichtig ist – gefragt nach ihrem Ziel nennt sie ein anders: „Gesund bleiben.“

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