31.01.2020 - 09:01 Uhr
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Indoor-Cycling: Mit dem Rad zur Traumfigur

Es begann vor 18 Jahren in einer kleinen Garage in Los Angeles ... und entwickelte sich zu einem der größten Sporttrends.

Indoor-Cycling ist nicht nur gut für den Körper. Es macht auch richtig glücklich.
von Laura Schertl Kontakt Profil

Straßenradfahrer Jonathan Goldberg befindet sich mitten in den Vorbereitungen für das „Race Across Amerika“. Seine schwangere Frau möchte der Sportler aber nicht stundenlang alleine zuhause lassen, also stellt er sein Rad auf ein Rollband in die Garage. Die Nachbarn leisteten Jonathan bald Gesellschaft, kurz darauf radelte die Gruppe regelmäßig in der Garage der Goldbergs. Kurze Zeit später radelten sie zu Musik – und ganz nebenbei war die Idee des Indoor-Cycling geboren. Das erste Indoor-Cycling-Center eröffnete Goldberg 1989 in Santa Monica.

Heute liegt Indoor-Cycling voll im Trend. Kein Wunder, denn die Sportart ist ein richtiger Kalorienkiller und für jedermann geeignet. Für Fitnessstudio-Neulinge ist Indoor-Cycling ein guter Einstieg in die Kurswelt, denn eine individuelle Technik wie beim Turnen oder bestimmten Hantelkursen ist nicht nötig. Das Rad steht fest auf dem Boden und hat vorne ein schweres Schwung- rad, um gleichmäßiges Treten zu gewährleisten. Eine Stunde beginnt meistens mit 15 Minuten lockerem Fahren. Jeder Teilnehmer bestimmt selbst den Schwierigkeitsgrad. Einsteiger sollten sich vor Kursbeginn das Set-Up erklären lassen, denn ein zu hoher Sattel oder eine zu geringe Umdrehungszahl kann langfristig zu Knieproblemen führen. Die Füße sollten nur mit den Ballen auf der Pedalachse aufliegen, das Bein auch am tiefsten Punkt nicht ganz durchgestreckt sein. Der Abstand von Sattel und Lenker sollte so gewählt werden, dass die Neigung des Rumpfes 45 bis 60 Grad beträgt. Ellenbogen leicht gebeugt, Nacken und Schulter locker entspannt. Die Hände sollten mit dem Daumen am Lenker anliegen. Ein enger oder schulterbreiter Griff, das liegt ganz beim Teilnehmer. Wichtig: Keinen Buckel machen, den Rücken gerade halten. Zur Ausrüstung gehört eine Radlerhose, Schuhe mit rutschfester Sohle, Handtuch, eventuell eine Pulsuhr und viel Flüssigkeit. Nach dem Aufwärmen folgt eine Phase von 15 bis 25 Minuten, in denen der Sportler in verschiedenen Geschwindigkeiten sitzend radelt. Es werden abwechselnd Sprints, Intervalle und Berge gefahren. Es folgen harte Passagen im Stehen im sogenannten Wiegetritt.

Mit passender Musik und coolen Lichteffekten motivieren sich die Teilnehmer, um bis zum Ende durchzuhalten. Indoor-Cycling macht nicht nur viel Spaß, es stärkt auch das Herz-Kreislauf-System und verbraucht in der Stunde zwischen 500 und 700 Kalorien. Für alle, die ein paar überflüssige Kilos loswerden wollen, ist Indoor-Cycling also die Lösung. Außerdem ist es gelenkschonend, sogar noch besser als das Radeln auf der Straße. Durch das Schwungrad wird eine wesentlich flüssigere Übersetzung gewährleistet, außerdem sind die Fahrer von Stürzen und Stößen sicher. Ganz nebenbei formt diese Sportart sowohl die Bein- und Pomuskeln, als auch die Rumpfmuskulatur. Gerade das Radeln bei höherem Tempo und im Stehen stärkt den Oberkörper. Die Folge: Unsere Haltung verbessert sich. Das Sporteln in der Gruppe motiviert ungemein und spornt Teilnehmer zu Höchstleistungen an. Wer sich durch das harte Workout gebissen hat, wird mit einer ordentlichen Ladung Endorphine belohnt. Indoor-Cycling ist ein sportliches Allround-Paket mit Suchtfaktor. Nichts wie hin.

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