15.05.2019 - 12:53 Uhr
OberpfalzOberpfalz

Leider nur Horrorstandardware

Das Konzept von "The Silence" klingt wie eine Kopie von "A Quiet Place". Allerdings überzeugt der neue Film mit Stanley Tucci nicht. Auch "Greta" mit Isabelle Huppert hat schlechte Kritiken. Dafür könnte "Das Familienfoto" sehenswert sein.

Ally (Kiernan Shipka) und ihr Vater Hugh (Stanley Tucci) dürfen in „The Silence“ keinen Ton von sich geben.
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

"The Silence": Mittelalterliche Monster konnten aus einer unterirdischen Höhle fliehen und töten nun wahllos Menschen - sie können aber nur hören und sehen ihre Opfer nicht. Eine Familie flüchtet in ein abgelegenes Haus in den Wäldern und bekommt es dort neben den Monstern auch noch mit einer Sekte zu tun, die es auf die gebärfähige Tochter Ally abgesehen hat. Stanley Tucci spielt Familienvater Hugh Andrews, der seine Frau Kelly, die taube Ally und den jüngeren Jude durch das Endzeit-Szenario führen muss.

(Regie: John R. Leonetti - Mit Stanley Tucci, Kiernan Shipka, Miranda - 90 Minuten - frei ab 16 Jahren) (dpa)

Trailer "The Silence"

"Greta": Für seinen Film «Greta» schickt Oscar-Preisträger Neil Jordan sein Starduo Chloë Grace Moretz als Frances und Isabelle Huppert in der Titelrolle in einen Psychothriller um emotionale Verluste und Suche nach Ersatz. Mit Jungstar Moretz und Klassikerin Huppert hat Regisseur Jordan ein glänzend mit- wie gegeneinander agierendes Frauenpaar gefunden. Beide füllen mit glänzendem Spiel ebenso die emotionalen wie die schrecklichen Phasen dieser schwer zu durchschauenden Beziehung im modernen New York aus.

(Regie: Neil Jordan - Mit Isabelle Huppert, Chloë Grace Moretz, Maika Monroe - 98 Minuten - FSK o.A.) (dpa)

Trailer "Greta"

"Das Familienfoto": Die drei Geschwister Gabrielle (Vanessa Paradis), Elsa und Mao haben sich längst auseinandergelebt. Ihr Vater Pierre hatte nie viel Interesse an der Familie, Mutter Claudine, eine Psychotherapeutin, ist mit ihrem Latein auch längst am Ende. Als dann die verwitwete Großmutter an Demenz erkrankt, kommt sich die dysfunktionale Sippe allmählich wieder näher. Die französische Regisseurin Cécilia Rouaud hat eine stark besetzte Komödie mit ernsten Untertönen in Szene gesetzt. Ihr zweiter abendfüllender Spielfilm kann sich auf ein gut aufgelegtes Ensemble, geschliffene Dialoge und sarkastische Wortduelle verlassen.

(Regie Cécilia Rouaud - Mit Vanessa Paradis, Jean-Pierre Bacri, Camille Cottin, Pierre Deladonchamps - 99 Minuten - ohne Altersbeschränkung) (dpa)

Trailer "Das Familienfoto"

"Urfin - der Zauberer von Oz": Dorothy macht große Augen. Die silbernen Schuhe ihrer Oma haben tatsächlich magische Kräfte! Kaum hat sie drei Mal die Hacken aneinandergeschlagen, da steht sie schon zusammen mit ihrem Hund Toto mitten im Reich Oz. Schnell wird ihr klar, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt. Hat der miesepetrige Tischler Urfin wirklich vor, die Smaragdstadt zu erobern? Auf dem Weg dorthin müssen Dorothy und Toto viele Gefahren überwinden. Denn im Wald und im Untergrund von Oz lauern hungrige Oger und grausige Sechsfüßer. Doch Dorothy und Toto finden treue Freunde: den Löwenkönig, die Vogelscheuche und den Zinnmann. Wird es ihnen gemeinsam gelingen, Urfin und seine Holzsoldaten zu besiegen?

(Regie: Vladimir Toropchin, Fedor Dmitriev, Darina Schmidt - Mit den Stimmen von Oliver Kalkofe, Paulina Rümmelein, Felix Mayer - 91 Minuten - ohne Altersbeschränkung) (dpa)

Trailer "Urfin - der Zauberer von Oz"

"Der Boden unter den Füßen": Bei der Berlinale stellte die österreichische Regisseurin Marie Kreutzer ihren neuen Film vor, nun kommt "Der Boden unter den Füßen" in die Kinos. Das Drama erzählt von der Unternehmensberaterin Lola (Valerie Pachner). Sie verheimlicht, dass sie eine psychisch kranke Schwester (Pia Hierzegger) hat. Doch mit der Zeit findet sich auch Lola am Rande des Zusammenbruchs wieder. Kreutzer hat einen Film über die Schnelligkeit und den Optimierungswahn der heutigen Zeit gedreht. Der Film fragt auch, wie wir mit Unperfektem im Leben umgehen

(Regie: Marie Kreutzer - Mit Valerie Pachner, Pia Hierzegger, Mavie Hörbiger - 108 Minuten - frei ab 12 Jahren) (dpa)

Trailer "Der Boden unter den Füßen"

"Die Kinder der Utopie": Diese Dokumentation schaut auf Inklusion in unseren Schulen. Im Mittelpunkt stehen sechs junge Erwachsene (drei mit und drei ohne Behinderung), die sich zwölf Jahre nach ihrer Grundschulzeit wiedertreffen. Regisseur Hubertus Siegert und die Mädchen und Jungen kennen sich bereits: Schon sein Film "Klassenleben" (2005) erzählte von einer Berliner Grundschulklasse, in der Kinder mit und ohne Behinderungen und mit sehr unterschiedlichen Begabungen gemeinsam lernten. Jetzt kommen sie wieder zusammen und blicken auf ihre Leben. "Die gemeinsame Schulzeit hat die jungen Menschen geprägt, und wir erleben, wie die Generation Y heute die Inklusion lebt", heißt es im Pressetext.

(Regie: Hubertus Siegert - 82 Minuten - FSK o.A.) (dpa)

Trailer "Die Kinder der Utopie"

"Once again": Laut dem, in Indien geborenen, aber in Deutschland lebenden Regisseur Kanwal Sethi ging es ihm bei diesem Film darum, das in Großstädten wie Mumbai allgegenwärtige Gefühl von Einsamkeit einzufangen. Sethi, von dem auch das Drehbuch kommt, erzählt uns von einer Mutter zweier Kinder, Tara, die verwitwet ist. Tara hält sich mit einem Restaurant über Wasser; einem Restaurant, in dem allabendlich ein indischer Filmstar sein Essen ordert. Immer wieder zwar sprechen beide miteinander übers Telefon, zu einem echten Treffen jedoch fehlt ihnen, so scheint es, der Mut. Eines Tages ist es dann aber doch so weit. Regisseur Sethi nimmt uns mit auf eine Reise durch die 15-Millionen-Metropole.

(Regie: Kanwal Sethi - Mit Shefali Shah, Neeraj Kabi, Rasika Dugal - 98 Minuten - ohne Altersbeschränkung) (dpa)

Trailer "Once again"

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Aktuell und Wissenswert

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.