22.03.2020 - 11:55 Uhr
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LEO Blog: Allein daheim – Tipps gegen den Lagerkoller

Die nächsten Wochen verbringen viele von uns alleine in ihrer Wohnung. Keine schöne Vorstellung. Wolfgang Fuchs überlegt, was er tun kann, damit ihm die Decke nicht auf den Kopf fällt. Ein paar einfache Regeln sollen helfen.

Wolfgang Fuchs sucht in seinem Yoga-Büchlein nach passenden Übungen. So will er seinen Tagen Struktur verleihen.
von Wolfgang Fuchs Kontakt Profil

Gerade jetzt, wenn der Frühling kommt und das Wetter endlich wieder schön wird, drängt es mich nach draußen. Aber was tue ich, wenn das nicht möglich ist, wenn wir uns alle zu Hause isolieren müssen? An meiner Pinnwand über dem Schreibtisch hängt seit Tagen eine Liste, die mich an das Wesentliche erinnern soll.

Erstens: Ich bin nicht alleine. Um nicht zu vereinsamen, telefoniere ich mit Freunden und Familie. Meiner Oma schreibe ich außerdem einmal pro Woche einen Brief. Darüber freut sie sich bestimmt.

Zweitens: Ich will positiv bleiben. Alles wird gut. Bald können wir wieder miteinander feiern und uns gegenseitig in die Arme nehmen.

Drittens: Ich will etwas Sinnvolles tun. Deshalb werde ich wieder mit dem Zeichnen beginnen. Jedes Bild wird mich glücklich machen. Wenn ich meine Lieben wieder sehe, müssen sie sich alle meine Werke ansehen – ob sie wollen oder nicht.

Viertens: Ich will wissen, was in der Welt passiert. Um auf dem aktuellen Stand zu bleiben, informiere ich mich zweimal täglich. Das genügt. WhatsApp-Meldungen zu diesem Thema ignoriere ich vollständig. Ich informiere mich lieber bei seriösen Quellen.

Fünftens: Das Leben geht weiter. Nur eben vorübergehend von zu Hause aus. Ich achte darauf, dass mein Alltag strukturiert bleibt. Mein Yoga-Büchlein soll mich durch den Tag tragen: "Neun Schritte in die Freiheit". Ich übe mich in Geduld. Ansonsten schreibe ich, halte meine Wohnung sauber und putze meine Zähne. Damit bin ich erst einmal gut beschäftigt und habe keine Zeit zum Grübeln.

Sechstens: Frühling. Wenn das Wetter schön ist, setze ich mich ans Fenster und halte mein Gesicht in die Sonne.

Mit diesen Vorsätzen komme ich sicher gut durch die nächsten Wochen. Bis bald, ihr Lieben.

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Tipps, Tricks, Gedanken - Redaktion Magazine erzählt vom Alltag in der Corona-Krise

Der Cappuccino mit Freunden im Lieblings-Café, der gemütliche Grillabend, feuchtfröhliche Partys - all das ist erst einmal passé. Die Oberpfalz, Bayern - ja die ganze Welt wird von der Corona-Krise überrollt. Um besonders gefährdete Mitmenschen zu schützen, ist das soziale Leben auf ein Minimum beschränkt. Viele von uns arbeiten im Homeoffice, um die Gefahr einer Ansteckung so gering wie möglich zu halten. Auch wir, die Redakteure und Grafiker der Redaktion Magazine von Oberpfalz Medien, haben unsere PCs im Herzen von Weiden abgebaut und zu Hause wieder aufgebaut. Eine ungewohnte Situation. Aber notwendig. Plötzlich ist alles viel stiller. Entschleunigt. Auch wir stehen vor der Frage: Wie beschäftige ich mich zu Hause? Wie gehe ich mit der Situation um. Jeder von uns hat seine persönliche Antwort gefunden. In regelmäßigen Abständen erzählen wir euch in unserem LEO Blog davon - und geben euch Tipps, wie ihr mit der Situation umgehen könnt.

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