07.04.2020 - 13:27 Uhr
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LEO Blog: Die Feuerwehr in Zeiten von Corona: "Wir bleiben einsatzbereit"

Schulen und Unis sind geschlossen, Menschen zu Hause. Die Coronakrise beeinflusst das Leben aller. Manche Berufsgruppen stehen in diesen Zeiten vor besonderen Herausforderungen. Auch Feuerwehren, sagt Mediengestalter-Azubi Christoph Bacher.

Die Feuerwehr Luhe ist stets einsatz- und hilfsbereit. Das soll auch in Zeiten des Corona-Virus so bleiben, sagt Christoph Bacher.
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Christoph Bacher ist Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr Luhe-Markt, und zwar "eigentlich schon, seit ich denken kann". Angefangen hat alles, als er noch ein Kind war. "Mein Vater war bereits aktives Mitglied, als ich noch klein war. Ich habe ihn immer bewundert, wenn der Alarm ging und er so schnell wie möglich zum Feuerwehrhaus rannte." Schon als Junge fährt er zu den Feuerwehr-Festzügen mit. Schnell lernt er Kameradschaft und Hilfsbereitschaft in der Gruppe schätzen. Die Feuerwehrausbildung ist für Christoph eine besondere Erfahrung. "Ich habe mich persönlich stark weiterentwickelt und gelernt, was es bedeutet, anderen ein Vorbild zu sein. All das prägte meine Kindheit." In normalen Zeiten treffen sich die aktiven Mitglieder regelmäßig zum Üben – aber was ist während der Coronakrise schon normal.

Auch die Feuerwehren müssen mit starken Einschränkungen umgehen, um sich vor einer möglichen Ansteckung zu schützen. Die wöchentlichen Übungen entfallen – der Einsatzdienst aber nicht. In wöchentlichen Videokonferenzen hält der Kommandant seine Feuerwehrleute auf dem Laufenden und informiert über neue Maßnahmen und Abläufe.

Wenn die Feuerwehrler zu einem Einsatz müssen, bei dem es zu Körperkontakt mit Menschen kommt, tragen sie spezielle Schutzanzüge, um die Gefahr einer Ansteckung so gering wie möglich zu halten. Da die Schutzanzüge einen speziellen Verschluss besitzen und man nach dem Einsatz so wenig wie möglich mit der Außenseite in Berührung kommen sollte, achtet jeder der Einsatzkräfte penibel darauf, dass sie beim An- und Ausziehen der Anzüge immer zu zweit sind. Schon bei der Alarmierung und in der Umkleide im Gerätehaus gilt für die Feuerwehrleute: Sicherheitsabstand. Zudem wurden die Feuerwehrautos mit zusätzlichen Materialien ausgestattet, etwa mit Masken, Hygieneboxen und Desinfektionsmitteln.

In Zeiten einer Pandemie gilt es, besonders achtsam und vorsichtig zu sein. "Dessen sind wir uns bewusst – doch unterkriegen lassen wir uns nicht", sagt Bacher. "Wir bleiben einsatzbereit. Wenn wir gebraucht werden, sind wir da."

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Tipps, Tricks, Gedanken - Redaktion Magazine erzählt vom Alltag in der Corona-Krise

Der Cappuccino mit Freunden im Lieblings-Café, der gemütliche Grillabend, feuchtfröhliche Partys - all das ist erst einmal passé. Die Oberpfalz, Bayern - ja die ganze Welt wird von der Corona-Krise überrollt. Um besonders gefährdete Mitmenschen zu schützen, ist das soziale Leben auf ein Minimum beschränkt. Viele von uns arbeiten im Homeoffice, um die Gefahr einer Ansteckung so gering wie möglich zu halten. Auch wir, die Redakteure und Grafiker der Redaktion Magazine von Oberpfalz Medien, haben unsere PCs im Herzen von Weiden abgebaut und zu Hause wieder aufgebaut. Eine ungewohnte Situation. Aber notwendig. Plötzlich ist alles viel stiller. Entschleunigt. Auch wir stehen vor der Frage: Wie beschäftige ich mich zu Hause? Wie gehe ich mit der Situation um. Jeder von uns hat seine persönliche Antwort gefunden. In regelmäßigen Abständen erzählen wir euch in unserem LEO Blog davon - und geben euch Tipps, wie ihr mit der Situation umgehen könnt.

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