09.04.2020 - 09:16 Uhr
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LEO Blog: Stylisch durch die Quarantäne - Tipps für das perfekte Wohlfühloutfit

Jeder geht anders mit der schwierigen Situation um. Mediengestalter-Azubine Isabell-Katrin Diehl findet in der Modewelt ihren Halt. Denn sie ist sicher: Fashion hilft gegen Lagerkoller.

Gemütlich vs. schick. Mediengestalter-Azubine Isabell-Katrin Diehl findet auch im Home-Office jeden Tag genau das richtige Outfit.
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Wie genau konnte das passieren? Erschrocken schaue ich in den Spiegel. Ein heruntergekommenes Wesen schaut mich durch Augenringe eindringlich an. Was habe ich da eigentlich an? Großer grauer Pulli, ungebügelt, Größe XXL, inklusive Kaffeefleck; Schlafanzughose, rot mit weißen Herzchen; ein rosa Bademantel und Omas bunte Stricksocken. Zwei verschiedene, weil ich das passende Paar nicht gefunden habe. Als Accessoire eine große Tasse Kaffee und meine Haare – nun ja, irgendwas, was man nicht Frisur nennen kann.

Es ist nicht alles Gold was glänzt

Ich nenne es lieb das Quarantänemonsterchen. Jeder der mich kennt weiß, dass ich Mode liebe. Anscheinend habe ich das für einen Augenblick nur selbst vergessen. Aber um ehrlich und nicht so hart mit mir selbst zu sein: sie gehören dazu. Kleidungsstücke, die jedem Trend trotzen. Zusammengewürfelte Outfits. Das Durcheinander an Farben und Muster. Wir lieben es, weil es gut tut, mal keinen Gedanken zu verschwenden, ob etwas zusammenpasst. Sich gehen zu lassen. Manchmal ist es genau das was man braucht. Der Gammellook funktioniert zwei, drei Tage gut und ist völlig legitim. Doch gefährlich wird es, wenn wir wochenlang nur zuhause sind. Kein Ansporn um sich zurecht zu machen. Wer nicht komplett vergammeln will, sollte ein Update vornehmen.

Manchmal gibt es eben nichts Schöneres als ein bequemes Outfit ...

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Schwupps unter die Dusche, Haare waschen, kämmen, frisieren. Nägel lackieren, leichtes Make Up. Oder meine persönliche Wunderwaffe: Concealer. Neugeboren und meinen modischen Instinkt wiederbelebt, suche ich nach etwas, das nicht aussieht, als hätte ich die Kontrolle über mein Leben verloren. Etwas stylisches, ohne den Kuschelfaktor zu verlieren. Ein paar meiner Ideen hab ich hier zusammengetragen:

Ton in Ton: sind Oberteil und Hose farblich abgestimmt, macht mich das glücklich. Loungewear in natürlichen Farben, wie beige, sand, grau, taupe oder khaki wirkt harmonisch und ruhig. Knallige Farben hingegen machen gute Laune. Mit passenden Socken ist das Outfit von Kopf bis Fuß eine runde Sache.

Hochwertige Materialien: reine Baumwolle, Leinen, Kashmir - weiche Stoffe, die sich nicht nur gut anfühlen, sondern auch hochwertig aussehen. Fließende Stoffe wie Satin oder Seide bringen ein Wohlfühloutfit nochmal auf ein ganz neues Level. So fühlt sich sogar das abendliche vor-dem-Fernseher-lümmeln wie Luxus an.

Schmuck und Accessoires: Jedes noch so unscheinbare Outfit, lässt sich damit aufwerten. Filigrane Ketten, Kreolen, ein Tuch um den Hals oder als Haarband gebunden, geben dem Wohlfühllook das gewisse Etwas. Mütze und Hüte verstecken die Haare, wenn die Frisur mal nicht sitzt.

Stoffhosen: Im Kleiderschrank gibt es nicht nur Jogginghosen und Leggins. Stoffhosen sind oft genauso bequem, machen aber gleich viel mehr her. Wenn ihr schon dabei seid, den Kleiderschrank zu durchforsten, dann findet ihr bestimmt weitere kuschelige Schätze, die sich stilvoll kombinieren lassen.

Flanellhemden und Oversize T-Shirts: sie gehören zu meinen persönlichen Allroundern. Über schlichte Basics gezogen, gibt das Flanellhemd einen lässigen Touch. Oversize-Shirts, sind wandelbar. Sie lassen sich offen tragen, zusammengeknotet vor der Brust oder also Kleid. Gerne können wir Frauen uns hier bei den Männern bedienen.

Hingucker: Tops mit Spitzenrand, der gemütliche Pullover rückenfrei, der Kragen einer schönen Bluse unter dem Pulli - Kleinigkeiten die auch dem Outfit zuhause Raffinesse geben

Hemd ... oder doch lässiges Shirt?

Weitere Wohlfühltipps

Die einen finden Arbeiten in Jogginghose cool. Sie fühlen sich kreativ im gemütlichen Look, da zuhause immer die besten Ideen kommen. Für andere wird es schwieriger produktiv zu sein, wenn Freizeit und Arbeit immer mehr miteinander verschwimmt. Ein Outfit kann dafür sorgen, die Grenze wieder deutlicher zu machen, um so konzentriertes Arbeiten im Home-Office zu erleichtern. Der beste Tipp: auf sich und seine Bedürfnisse hören.

Kleidungsstücke, an denen schöne Erinnerungen hängen, waren vielleicht nie so wichtig wie jetzt. Wenn wir sie anziehen ist es wie Zeitreisen. Das weiße Tshirt mit Sonnenblumenprint – ich sitze draußen im Stammcafe mit einer Freundin. Das blaue Kleid - im Italienurlaub gekauft. Die Jeansjacke mit den vielen Patches – Camden Town, London. Oder die enge schwarze Hose die ich am liebsten beim Feiern trage – ich stehe im Club und tanze zu Black. Wohin führen euch eure Kleider?

Quarantäne, but make it Fashion.

„Mich sieht ja eh keiner“, habe ich durch „jammerschade, dass mich keiner sieht“ ersetzt. Mittlerweile geh ich dazu über, aus alltäglichen Ereignissen etwas Besonderes zu machen. Homeoffice im Hosenanzug, Bügeln in High-Heels oder Staubsaugen im rosa Plisseerock. Ich mache den Flur zu meinem Catwalk. Ich überlege mir ein passendes Outfit für die Reise nach Balkonien. Blumenkleid und Sonnenhut klingt passend. Telefonparty mit Freunden, Videocall im Partyoutfit. Jeder Gang zum Supermarkt wird zelebriert, deswegen trage ich etwas mit Glitzer. Für das Feeling, für Abwechslung, für Normalität. Glaubt mir, das tut ziemlich gut. Nutzt die neu gewonnene Zeit, um Outfitideen für die Zeit nach der Quarantäne zu sammeln und neue Looks auszuprobieren, für die sonst vielleicht der Mut fehlt.

Oder mistet aus. Alles was nicht glücklich macht, kann weg. Genauso ist es mit den Wohlfühloutfits. Fühlen sie sich gut an, habt ihr alles richtig gemacht. Deswegen suche ich jetzt das kleine Schwarze, das mein Selbstbewusstsein stärkt. Ich werde es heute Abend mit rotem Lippenstift tragen. Nach all den Filmeabenden, und durchgezockten Nächten, gibt es heute wirklich etwas Besonderes. Italienischer Abend. Ich habe Pizza bestellt.

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Tipps, Tricks, Gedanken - Redaktion Magazine erzählt vom Alltag in der Corona-Krise

Der Cappuccino mit Freunden im Lieblings-Café, der gemütliche Grillabend, feuchtfröhliche Partys - all das ist erst einmal passé. Die Oberpfalz, Bayern - ja die ganze Welt wird von der Corona-Krise überrollt. Um besonders gefährdete Mitmenschen zu schützen, ist das soziale Leben auf ein Minimum beschränkt. Viele von uns arbeiten im Homeoffice, um die Gefahr einer Ansteckung so gering wie möglich zu halten. Auch wir, die Redakteure und Grafiker der Redaktion Magazine von Oberpfalz Medien, haben unsere PCs im Herzen von Weiden abgebaut und zu Hause wieder aufgebaut. Eine ungewohnte Situation. Aber notwendig. Plötzlich ist alles viel stiller. Entschleunigt. Auch wir stehen vor der Frage: Wie beschäftige ich mich zu Hause? Wie gehe ich mit der Situation um. Jeder von uns hat seine persönliche Antwort gefunden. In regelmäßigen Abständen erzählen wir euch in unserem LEO Blog davon - und geben euch Tipps, wie ihr mit der Situation umgehen könnt.

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