09.11.2020 - 13:42 Uhr
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Neue Quarantäneregeln für Reiserückkehrer

Wer Urlaub in einem Risikogebiet macht, muss seit dem 8. November einige neue Quarantäneregeln beachten.

Wer sich länger als 24 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten hat, der muss sich in Quarantäne begeben.
von Mareike Schwab Kontakt Profil

Was ist neu seit dem 8. November?

Die Quarantänezeit wird verkürzt. Wer im Ausland in einem Risikogebiet war, muss nicht mehr zwei Wochen, sondern nur noch zehn Tage in häusliche Isolation.

Kann die Quarantäne früher beendet werden?

"Einreisende können frühestens nach fünf Tagen nach ihrer Einreise einen Corona-Test machen. Bis zum 1. Dezember sogar noch kostenfrei, danach muss er aus eigener Tasche bezahlt werden. Ist der Test negativ, wird die Quarantäne aufgehoben.", sagt ARAG Rechtsexperte Tobias Klingelhöfer. Bis das Ergebnis vorliegt, dürfe man die Quarantäne nicht verlassen. Die Aufhebung der Isolation ist erst offiziell, wenn sie vom Gesundheitsamt bestätigt wurde. Die Betroffenen sollten den Test zehn Tage lang aufbewahren. Denn so lange kann es Stichproben durch die Gesundheitsämter geben.

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Wie funktioniert die digitale Einreiseanmeldung?

Seit dem 8. November muss sich jeder, der sich bis zu zehn Tage vorher in einem Risikogebiet aufgehalten hat, online melden. Auf der Seite www.einreiseanmeldung.de müssen die letzten zehn Tage des Aufenthaltes angeben werden. Diese Reise- und Kontaktdaten werden dann an die zuständige Gesundheitsbehörde des Reisenden weitergeleitet, so dass die Einhaltung der Quarantäne besser kontrolliert werden kann.

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Gibt es Ausnahmen?

Wer auf der Durchreise in einem Risikogebiet war oder sich dort nur 24 Stunden lang aufgehalten hat, müsse laut Tobias Klingelhöfer nicht in Quarantäne. Das gleiche gilt für familiäre Besuche von bis zu 72 Stunden und für Berufspendler. Auch bestimmte Berufsgruppen sind ausgenommen, z. B. Menschen, die im Gesundheitswesen beschäftigt sind.

Gelten die neuen Bestimmungen bundesweit?

Wie alle Corona-Maßnahmen sind auch die neuen Corona-Regeln für die Bundesländer nicht bindend. Die Quarantäneverordnung, die Mitte Oktober vom Bundeskabinett beschlossen wurde und seit dem 8. November gilt, ist nur eine Vorlage, auf deren Basis die Länder eigene Bestimmungen erlassen können. Daher rät der ARAG Rechtsexperte allen Reisenden, sich über die spezifischen Quarantäne-Bestimmungen in ihrem Bundesland zu informieren.

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