04.03.2020 - 10:53 Uhr
OberpfalzOberpfalz

"Onward": Neuer Pixar-Film im Kino

Der neue Film von Pixar kommt diese Woche ins Kino. "Onward: Keine halben Sachen" ist voll von Einhörnern, Zwergen, Trollen und zwei Elfenbrüdern, die ihren halben Vater herbeizaubern. Wieder ein Animationsfilm mit Witz und Herz.

Ian und sein halber Vater - Pixar ist mit "Onward" wieder eine witzige, herzerwärmende Geschichte gelungen.
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

"Onward: Keine halben Sachen": Mit "A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando" brachte Pixar im vorigen August das vierte Abenteuer der animierten Spielzeuge ins Kino. Mit "Onward: Keine halben Sachen" setzt das Studio nun auf eine neue, originelle Geschichte. Zwei Elfenbrüder machen sich auf eine abenteuerliche Reise, um mit Hilfe von Magie ihren toten Vater zumindest für einen Tag zurückzuholen. Ian und Barley Lightfoot leben in einer modernen Welt, die auch von Einhörnern, Zwergen, Trollen und Kentaur-Wesen bevölkert wird. Das Fantasy-Familien-Märchen von Regisseur Dan Scanlon überrascht mit skurrilem Witz, Herz und Teenager-Ängsten.

(Regie: Dan Scanlon – in der deutschen Fassung mit den Stimmen von Annette Frier, Christian Zeiger, Leonhard Mahlich – 114 Minuten – ohne Altersbeschränkung) (dpa)

Trailer "Onward: Keine halben Sachen"

"Die Känguru-Chroniken": "Die Känguru-Chroniken" genießen Kultstatus - in Buchform ebenso wie in der Hörspielfassung. Vier Bände hat Marc-Uwe Kling über sein Leben mit einem anarchistischen, kommunistischen und äußerst vorlauten Känguru geschrieben. Nun kommen die vergnüglichen Geschichten ins Kino. Scharfzüngig und satirisch kommentiert das Beuteltier nicht nur Marc-Uwes Leben in Berlin-Kreuzberg, sondern auch das politische Geschehen. Der Film erzählt, wie das Känguru bei Marc-Uwe einzieht und für Riesenwirbel sorgt. Es legt sich nicht nur mit der Polizei an, sondern auch mit rechtsextremen Schlägern und einem mächtigen Bauunternehmer, der das Viertel rund um Marc-Uwes Wohnung plattmachen will, um dort einen Bürokomplex mit riesigem Turm zu errichten. Schmeichler, Versager, Rechtsextreme und Populisten - alle bekommen sie ihr Fett weg. Regie führte Dani Levy ("Alles auf Zucker"). Marc-Uwe wird gespielt von Dimitrij Schaad, in weiteren Rollen zu sehen sind Rosalie Thomass, Henry Hübchen, Bettina Lamprecht, Tim Seyfi und Adnan Maral.

(Regie: Dani Levy – Mit Dimitrij Schaad, Marc-Uwe Kling, Henry Hübchen und Rosalie Thomass – 93 Minuten – ohne Altersbeschränkung) (dpa)

Trailer "Die Känguru-Chroniken"

"La Vérité": Ein renommierter japanischer Filmemacher, der sich mit zwei Leinwandlegenden zusammentut: Hirokazu Kore-eda ist bekannt für Filme wie "Shoplifters" und "Still Walking". Nun hat er erstmals in Europa gedreht und sich dafür Juliette Binoche und Catherine Deneuve vor die Kamera geholt. Es geht um ein einigermaßen chaotisches Familientreffen in der großen Pariser Villa einer Filmdiva. Verkörpert wird diese von Deneuve. Ihre Tochter (Binoche) reist extra aus New York an, um einen genauen Blick in die gerade erschienenen Erinnerungen der Mutter zu werfen. Dass diese es nicht so genau nimmt mit der Wahrheit, führt zu innerfamiliären Verwerfungen.

(Regie: Hirokazu Kore-eda – Mit Ethan Hawke, Catherine Deneuve, Juliette Binoche – 106 Minuten – ohne Altersbeschränkung) (dpa)

Trailer "La Vérité"

"Emma": Mit "Stolz und Vorurteil" sowie "Emma" schuf die britische Schriftstellerin Jane Austen vor mehr als 200 Jahren nicht nur große Klassiker der englischen Literatur - viele ihrer Werke werden auch heute noch gern gelesen und fürs Fernsehen und Kino verfilmt. So auch "Emma": 1996 war Gwyneth Paltrow noch als Titelheldin zu sehen - nun folgt eine moderne Neuinterpretation. Dieses Mal schlüpft die junge Anya Taylor-Joy (bekannt aus "Split") in die Rolle der Emma; den romantischen Gegenpart des Mr. Knightley hat der britische Sänger und Schauspieler Johnny Flynn übernommen. Regie führte die Fotografin Autumn de Wilde - es ihr Spielfilmdebüt.

(Regie: Autumn de Wilde – Mit Anya Taylor-Joy, Josh O'Connor, Mia Goth – 125 Minuten – ohne Altersbeschränkung) (dpa)

Trailer "Emma"

"Paris Calligrammes": In den 1960er Jahren lebte Ulrike Ottinger als junge Malerin in Paris - und schaut nun in einer Dokumentation zurück auf diese Zeit. In "Paris Calligrammes" vermischt sie Archivmaterial mit eigenen künstlerischen und filmischen Arbeiten. Sie verwebt eigene Erinnerungen an die Pariser Bohème und die gravierenden sozialen, politischen und kulturellen Umbrüche der damaligen Zeit zu einem filmischen "Figurengedicht" (Kalligramm). Sie lässt Saint-Germain-des-Prés und Quartier Latin mit Literatencafés und Jazzkellern wieder aufleben, ebenso die politischen Umwälzungen des Algerienkrieges, des Mai 1968 und das Erbe der kolonialen Zeit.

(Regie: Ulrike Ottinger – 129 Minuten – ohne Altersbeschränkung) (dpa)

Trailer "Paris Calligrammes"

"Für Sama": Michael Moore, der sich einen Namen gemacht hat als großer Dokumentarfilmer ("Bowling for Columbine"), nennt diese Doku einen "der mächtigsten und wichtigsten Dokumentarfilme aller Zeiten": Filmemacherin Waad al-Kateab hat mit Edward Watts einen Film gedreht, der sowohl von den Gräueln des Syrien-Kriegs als auch von Hoffnung und großem Mut kündet. Über Jahre hat die junge Regisseurin mit ihrem Handy und ihrer Kamera Protestbewegung und Krieg dokumentiert. Der 95 Minuten lange Doku-Film wurde bereits mehrfach prämiert: so etwa 2019 in Cannes. Im zurückliegenden Dezember gab's bei den British Independent Film Awards vier Auszeichnungen. Auch für einen Oscar war das Werk nominiert.

(Regie: Waad al-Kateab und Edward Watts – 95 Minuten) (dpa)

Trailer "Für Sama"

"800 Mal einsam": Auch wenn Werner Herzog, Wim Wenders oder Rainer Werner Fassbinder vielleicht mit klingenderen, mit bekannteren Namen aufwarten können, so ist doch auch Edgar Reitz von großer Bedeutung für das deutsche Nachkriegskino, das Kino vor allem der 1960er und 1970er Jahre, das Kino des sogenannten Neuen Deutschen Films. Reitz' Filmzyklus "Heimat" etwa war epochemachend; auch "Die andere Heimat", aus dem Jahr 2013, eine weitere Hunsrück-Geschichte, stieß bei der Film-Kritik auf großes Interesse. In ihrer Doku nun tritt die deutlich jüngere Filmemacherin Anna Hepp mit dem heute 87-jährigen Reitz in einen Dialog. Es geht um Persönliches, indes auch um Themen wie das Kinosterben.

(Regie: Anna Hepp – 84 Minuten – ohne Altersbeschränkung) (dpa)

Trailer "800 Mal einsam"

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.