11.08.2021 - 12:13 Uhr
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Perfekt vorbereitet: Bauplan für deine Bewerbung

Du hast deinen Schulabschluss in der Tasche und bist bereit für das Berufsleben? Nun heißt es in die Tasten hauen und Bewerbungen schreiben. LEO erklärt, wie du die Bewerbungsmappe strukturierst und gibt Tipps für das Motivationsschreiben.

Erfolgreich bewerben? Mit einem durchdachten Motivationsschreiben und einer strukturierten Bewerbungsmappe steigen die Erfolgschancen.
von Susanne Forster Kontakt Profil

Bevor du in das Berufsleben oder in einen neuen Job startest, kommt erst einmal die Bewerbung. Entweder stellst du eine Bewerbungsmappe zusammen oder bereitest digital eine mehrseitige Datei vor. LEO erklärt dir, welche Dokumente du brauchst, an welche Stelle sie gehören und was beim Motivationsschreiben wichtig ist.

Das Anschreiben

Das Anschreiben oder Motivationsschreiben kommt bei der Bewerbung an die erste Stelle. Hier schreibst du etwas zu deiner Person und deiner Motivation, dich für die Stelle zu bewerben. Auch deine persönlichen, sozialen und methodischen Fähigkeiten, die sogenannten Soft Skills, haben hier ihren Platz. Das können beispielsweise Selbstvertrauen, Teamfähigkeit oder Medienkompetenz sein. Der Text sollte auf einer DIN A4-Seite Platz finden und ein gewisses Layout, zum Beispiel nach DIN 5008, haben. Am Ende unterschreibst du das Dokument, händisch oder digital.

Das Deckblatt

Das Deckblatt kannst du deiner Bewerbung beifügen. Es steht in der Regel an zweiter Stelle, nach dem Anschreiben. Auf dem Deckblatt stehen eine Überschrift (z.B. Bewerbung), die angestrebte Position und deine Kontaktdaten (Anschrift, Telefonnummer, Mailadresse, eventuell Adresse der eigenen Homepage). Es kann auch ein professionelles Foto mit auf das Deckblatt. Unter Umständen kann eine Inhaltsangabe darauf stehen, die einen Überblick über deine Anlagen gibt.

Der Lebenslauf

Den Lebenslauf platzierst du nach dem Deckblatt. Er gibt Auskunft über deine Erfahrungen und Qualifikationen. Ihn kannst du mit grafischen Elementen modern gestalten, aber verzichte auf zu viele verschiedene Farben. Deine Informationen solltest du auf maximal zwei Seiten zusammenfassen. Strukturiere das Dokument anti-chronologisch, und beginne mit deiner aktuellsten Tätigkeit. Schreibe etwas zu deiner Ausbildung oder deinem beruflichen Werdegang, deiner Schulbildung, Praktika, deinen Fähigkeiten (z.B. Kenntnisse zu einer Software) und deinen Interessen. An den Kopf deines Lebenslaufs gehören deine persönlichen Daten (Name, Geburtsdatum, Adresse, Telefon- oder Handynummer, Mailadresse) und gegebenenfalls ein Foto von dir. Du kannst im Dokument auch eine Seitenleiste integrieren. In ihr kannst du Foto, Kontaktdaten, Kenntnisse und Interessen übersichtlich auflisten. Versehe deinen Lebenslauf am Ende mit Ort, Datum und deiner Unterschrift.

Die Anlagen

Die Anlagen gehören an die letzte Stelle der Bewerbung. Dazu gehören Zeugnisse (wie Schulabschlusszeugnis des höchsten Bildungsabschlusses, Ausbildungszeugnis – wähle maximal drei Stück), Praktikumsbescheinigungen- und Zeugnisse, Zertifikate zu Fortbildungen, wenn sie für die gewünschte Stelle relevant sind, oder Nachweise über Ehrenämter oder freiwilligen Tätigkeiten. Auch Arbeitsproben, wenn sie gefordert sind, und maximal drei Referenz- oder Empfehlungsschreiben sind Anlagen. Füge die Dokumente als Kopien oder Scans in guter Qualität bei. Wenn es verlangt ist, füge hier auch die Kopie oder Scan des Führerscheins oder des Führungszeugnisses an.

Wenn du am Beginn deines Berufslebens stehst oder Studierender bist, gehören vorhandene Praktikumsnachweise auf jeden Fall in deine Bewerbung. Berufserfahrene müssen aussortieren: Sie sollten nur die aktuellsten und für die angestrebte Stelle relevanten Dokumente beifügen. Weil du deinen Lebenslauf mit der aktuellsten Tätigkeit beginnst, ist es empfehlenswert, auch deine Anlagen anti-chronologisch anzuordnen: Beginne mit dem jüngsten Nachweis, etwa dem Schulabschlusszeugnis. Sind deine Anlagen sehr umfangreich, ist ein Anlagenverzeichnis empfehlenswert. Es kann auf deinem Deckblatt oder einer separaten Seite stehen. Gibt es nur wenige Anlagen, kann das Verzeichnis ganz entfallen.

Tipp: Bevor du ein Anlagenverzeichnis entwirfst, überlege, ob es dem Leser deiner Bewerbung einen Mehrwert bieten kann.

Das Motivationsschreiben

Nenne die Anschrift des Absenders und Empfängers. Rechtsbündig stehen Ort und Datum. Danach folgt der Betreff – möglicherweise gibt es für die offene Stelle eine Kennziffer, die du hier notieren kannst. In der Anrede nennst du am besten den Namen eines Ansprechpartners – vermeide „Sehr geehrte Damen und Herren“. Ist in der Stellenanzeige kein Name genannt, kannst du dich auf der Internetseite des Unternehmens oder in einem Telefonat mit der Firma erkundigen. Im Hauptteil gehst du auf die Anforderungen des Stellenangebots ein und verknüpfst sie mit deinen Fähigkeiten. Stelle so einen Bezug zum Unternehmen her. Nenne nur Relevantes für die angestrebte Position und nicht den ganzen Lebenslauf. Schreibe nur über Kenntnisse, die du beherrschst und in denen du deine Stärken siehst. Belege genannte Fertigkeiten immer mit guten Beispielen.

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Info:

Tipps für die Gestaltung

  • Wähle für alle Dokumente, die du verfasst, maximal zwei verschiedene Schriftarten. Sie sollten gut lesbar und zwischen 11 und 16 Punkt groß sein.
  • Den Fließtext im Anschreiben schreibst du zum Beispiel in Schriftgröße 11 Punkt, Adressen oder Zwischentitel im Lebenslauf in 13 Punkt.
  • In einer Bewerbungsmappe liegt das Anschreiben lose in der Mappe, die restlichen Dokumente heftest du ein.
  • Halte dich bei einer digitalen Bewerbung an die vorgegebene Dateigröße und verwende qualitativ hochwertige Scans.
Deine Unterschrift setzt du auf das Motivationsschreiben und den Lebenslauf.
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