07.01.2021 - 20:58 Uhr
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Saisonkalender für den November: Wurzelgemüse und Kohl

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Im November ist es meistens grau und neblig, der Garten zugedeckt mit Laub und bereit für die Winterpause. Doch auch in der kalten Jahreszeit kann Gemüse im Garten wachsen. Der Saisonkalender für den November zeigt, welches.

Saisonkalender für November.
von Susanne Forster Kontakt Profil

Im November kann die Gesundheit durch den Genuss von Wintergemüse oder der Vitamin-C-Lieferantin Hagebutte unterstützt werden. Ernährungsexpertin Kristina Heinzel-Neumann aus Erbendorf gibt Informationen zu den saisonalen Gemüsesorten im November, ergänzt mit weiteren Informationen.

Feldsalat

ist frosthart, sollte aber nur bei Plusgraden geerntet werden. Ist eine nährstoffreiche Salatsorte. Er ist reich an Vitamin C, Carotin und Folsäure. In ihm stecken zudem Kalium, Kalzium und Magnesium.

Lauch

ist winterfest. Er ist reich an Eisen und Kalium. Zudem stecken in ihm Vitamin C, Kalzium und Sulfide, die blutdrucksenkend, cholesterinsenkend und antioxidativ wirken. Winterlauch wird ab etwa April ausgesät und von September an geerntet.

Pastinaken

sind reich an Folsäure und Vitamin E. Sie helfen zum Beispiel bei Magen-Darmbeschwerden, wirken cholesterinsenkend und immunstärkend. Nach dem ersten Frost entwickeln sie ihren süßlichen Geschmack. Das Wurzelgemüse kann den ganzen Winter über geerntet werden, denn Kälte vertragen sie. Ab etwa November wachsen sie zwar nicht weiter, doch sie bleiben frisch.

Knollensellerie

ist reich an Vitamin E, Kalium, Eisen und Kalzium. Er sollte ohne Blätter und Wurzeln gelagert werden. Lecker schmeckt er zum Beispiel als Suppengemüse. Knollensellerie ist frostempfindlich. Die im Herbst geernteten Knollen lassen sich an einem kühlen Ort lange lagern. Klein geschnitten lässt er sich auch durch Einfrieren haltbar machen.

Weißkohl

ist reich an Ballaststoffen und Vitamin C und enthält Vitamin K. Neben den Karotten ist der Weißkohl das Gemüse, welches am meisten in Deutschland angebaut wird. Als fermentiertes Sauerkraut ist er reich an Milchsäurebakterien, die den Darm unterstützen.

Topinambur

ist kalorienarm und für Diabetiker geeignet. Es ist reich an Inulin, ein Ballaststoff, der die Aufnahme von Kohlenhydraten verzögert. Das Wurzelgemüse enthält Eisen und Zink und schmeckt leicht süßlich und nussig. Lecker schmeckt Topinambur zum Beispiel als Suppe oder gekocht als Salat.

Rosenkohl

ist reich an Vitamin C, Kalium, Kalzium und Glucosinulaten, die immunstärkend und antioxidativ wirken. In ihm stecken zudem Eisen und Vitamin K. Lecker schmeckt er zum Beispiel in der Suppe oder als Auflauf.

Steckrüben

enthalten Kalium, Vitamin C und Magnesium aktiviert den Energiestoffwechsel. Steckrüben sind kalorienarm und haben einen hohen Wassergehalt. Je kleiner die Rübe ist, desto zarter ist ihr Geschmack.

Meerrettich

ist eine scharfe Wurzel. Er enthält unter anderem Eisen, Kalium, Kalzium, Magnesium, B-Vitamine und Vitamin C. Er wirkt etwa antibakteriell, durchblutungsfördernd, entkrampfend, immunstärkend, und verdauungsfördernd. Da er stark wuchert, sollten bei der Ernte, dem Ausgraben des Meerrettichs, keine abgebrochenen Wurzelreste im Boden bleiben.

Grünkohl

enthält viel Kalzium, Eisen, Vitamin K und Vitamin C. Zudem stecken in ihm Pflanzenstoffe, die antioxidativ wirken. Er gilt als eines der gesündesten Wintergemüsen und zählt zu den basischsten Lebensmitteln. Er verträgt ein strengeres Klima als etwa Rosenkohl und kann den Winter über geerntet werden, indem Kohlblätter von den Pflanzen abgeschnitten werden.

Chinakohl

enthält Vitamin C, Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen, Vitamin B9 und Folsäure. Er ist kalorienarm, enthält Ballaststoffe und ist leicht verdaulich. Zubereiten kann man Chinakohl zum Beispiel als Rohkostsalat. Er reagiert empfindlich auf Frost und wird überwiegend im Herbst geerntet. Kühl gelagert ist er bis zum Frühjahr haltbar.

Wirsing

enthält zum Beispiel die Vitamine E, K und C, Kalium, B-Vitamine, Eiweiß, Pro-Vitamin A und Folsäure. Der kalorienarme Kohl zählt zum klassischen Wintergemüse. In der kalten Jahreszeit verzehrt unterstützt er die Gesundheit. Im Frühjahr kann er ausgesät und die Setzlinge im Sommer ausgepflanzt werden. So kann der Wirsing im Herbst geerntet werden.

Hagebutte

hat einen hohen Anteil an Vitamin C. Die säuerlichen Früchte stärken das Immunsystem, wirken leicht entwässernd und können helfen, Erkältungskrankheiten vorzubeugen. In Hagebutten stecken etwa Pro-Vitamin A, B-Vitamine, Vitamin E, Zink, Natrium, Eisen, Magnesium und Kalzium.

Schwarzwurzeln

zählen zu den typischen Wintergemüsen und ist reich an Vitamin E und K. Sie ist kalorienarn, hat einen hohen Inulingehalt und ist somit auch für Diabetiker geeignet. Die braun-schwarzen Stangen möglichst nur einzeln und unter fließendem Wasser bearbeiten, denn sie färben ab. Wer möchte, trägt Handschuhe und eine Schürze.

Endiviensalat

enthält Kalium, Kalzium und Eisen und B-Vitamine sowie Vitamin C und Folsäure und Phosphate. Sie zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen und können helfen, Bluthochdruck oder Diabetes vorzubeugen. Die Pflanzen vertragen leichte Minusgrade und können bis in den Spätherbst hinein geerntet werden.

Rezept:

Pastinaken-Pommes

Für Pommes aus dem Wurzelgemüse braucht man:

  • 500 Gramm Pastinaken
  • Öl
  • Salz
  • Kräuter zum Würzen nach Belieben

Die Pastinaken schälen und in dünne Stifte schneiden. Etwas Öl, zum Beispiel Rapsöl oder Olivenöl, über die Pastinakenstifte geben und mit den Händen verteilen. Bei 180 Grad im Backofen rund eine halbe Stunde auf dem Backblech garen. Vor dem Servieren mit Salz und Kräutern nach Belieben würzen.

Aus Pastinaken lassen sich zum Beispiel Pommes herstellen.

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