23.10.2020 - 14:30 Uhr
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Saisonkalender für den Oktober: Vogerlsalat und zarte Röschen

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Im Oktober ist es Zeit, Rote Rüben, Rosenkohl oder Möhren für die Einlagerung zu ernten. Endiviensalat, Spinat oder Feldsalat können mit einem Pflanztunnel vor Frost geschützt werden. Mehr regionale Sorten im Saisonkalender.

Saisonkalender für den Monat Oktober.
von Susanne Forster Kontakt Profil

Kristina Heinzel-Neumann, Diplom-Oecotrophologin aus Erbendorf, schätzt die Gemüse- und Obstsorten des Monats Oktober ein – ergänzt mit weiteren Informationen:

Kiwibeeren

sind "eine tolle Vitaminbombe", sagt die Ernährungsexpertin. Sie sind reich an Vitamin C, E, B1, B2, B2 und B6, Antioxidantien und sekundären Pflanzenstoffen. Sie enthalten viele Ballaststoffe und sind süß und mild im Geschmack. Die Früchte sind frosthart, der Anbau im eigenen Garten ist möglich.

Quitten

enthalten viel Kalium, Vitamin C und sind reich an Folsäure. Die Früchte sind eher hart und schmecken leicht bitter. Sie sollten getrennt von anderen Obstsorten gelagert werden, da sie das Reifegas Ethylen verströmen. Gut geeignet sind sie für das Zubereiten von Kompott oder Marmelade. Roh sind sie nicht genießbar.

Äpfel

bestehen zu 85 Prozent aus Wasser. In ihnen stecken Vitamin C sowie die Vitamine A, B1, B2, B6 und E. Herbst- und Winteräpfel werden im September oder Oktober geerntet und reifen während der Lagerung nach. Winteräpfel von Hersbstäpfeln getrennt aufbewahren. Herbstäpfel verströmen Gase, die den Reifeprozess der Winteräpfel beschleunigen können.

Birnen

enthalten wenig Fruchtsäure – sie sind so leichter verdaulich. Im Vergleich zu Äpfeln haben sie mehr Nährstoffe und schmecken süßer. Sie haben einen hohen Gehalt an Fructose. Sie enthalten Kalium, das anregend und entwässernd wirkt. Die Früchte sollten in einer Schicht ohne sich zu berühren bei etwa vier Grad gelagert werden. Gelagerte Birnen auf faulige Stellen prüfen und diese entfernen.

Rote Bete

enthält viel Kieselsäure, die Haare und Nägel festigt. Kleinere Knollen sind saftiger und aromatischer, große Knollen können holzig sein. Neben roter Bete gibt es auch gelbe und weiße Bete. Die Blätter roter Rüben sind reich an Magnesium, Vitamin C und enthalten viel Kalzium. Sie können mit zum Salat gegeben werden.

Speisekürbisse

sind besonders kalorienarm, gleichzeitig sättigen sie. Sie haben einen hohen Gehalt an Carotin und Pektin – ein quellender Ballaststoff. Sie sind nicht winterfest. Bevor die ersten Fröste einsetzen, reife Kürbisse abschneiden und an einen kühlen Ort legen. Wenn die Früchte fest und unbeschädigt sind, können sie so lange gelagert werden.

Karotten

sind sehr kalorienarm.Verwandt sind sie mit Pastinake und Giersch. In ihnen stecken die zu den sekundären Pflanzenstoffen zählenden Carotinoide, die für die orange Farbe sorgen. Der Körper wandelt die Pflanzenstoffe in Vitamin A um. Karotten sollten mit etwas Öl verzehrt werden. Im Supermarkt gibt es sie als sogenannte Waschmöhren zu kaufen – ohne Mohrengrün und gewaschen. Im Sommer gibt es sie eher als Bundmöhren mit Grün.

Eine tolle Vitaminbombe.

Diplom-Oecotrophologin Kristina Heinzel-Neumann über Kiwibeeren

Diplom-Oecotrophologin Kristina Heinzel-Neumann über Kiwibeeren

Kartoffeln

bestehen zu rund 80 Prozent aus Wasser und sind kalorienarm. Sie enthalten etwa die Vitamine C, B1 und B2 sowie Kalium, Zink und Kalzium. Sie lassen sich in einem dunklen Raum an einem trockenen Ort bei vier bis sechs Grad Celsius lange lagern. Neben Äpfeln oder Birnen sollten Kartoffeln nicht lagern: Sie würden durch das Reifegas Ethylen der Birnen und Äpfel schneller verderben.

Lauch

ist reich an Eisen und Kalium. Zudem enthält er Vitamin C, Kalzium und Sulfide – die zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen und wirken etwa antioxidativ, blutdrucksenkend und cholesterinsenkend. Lauch ist winterfest. Im Gemüsefach des Kühlschranks bleibt er frisch. Die Stangen nicht neben aromasensiblen Lebensmitteln wie Blumenkohl lagern. Diese übernehmen sonst den zwiebelähnlichen Geschmack des Lauchs.

Rosenkohl

enthält viele Glucosinulate: die zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen, wirken immunstärkend und antioxidativ. Er ist reich an Vitamin C und Kalium. Zudem enthält er Kalzium, Eisen und Vitamin K. In Maßen genießen sollten ihn Menschen mit Gicht oder erhöhten Harnsäurewerten. Kaltes Wetter macht ihm nichts aus. Nach dem ersten leichten Frost wird er sogar noch aromatischer, zarter und sein natürlicher Zuckergehalt steigt.

Pastinaken

sind reich an Folsäure und Vitamin E. Ihr Geschmack ähnelt Möhre und Kartoffel. Sie enthalten ätherische Öle, die leicht antibakteriell wirken. Aus ihnen lässt sich zum Beispiel Püree, gemeinsam mit Kartoffeln oder Karotten, oder Suppe zubereiten. Wird zu viel von ihnen gegessen, können die in ihnen enthaltenen Furocumarine Hautausschläge verursachen.

Feldsalat

ist eine der nährstoffreichsten Salatsorten. Er enthält viel Vitamin C, Carotin und Folsäure. Zudem Kalium, Kalzium und Magnesium. Er ist frosthart, sollte aber nur bei Temperaturen über Null Grad geerntet werden, da er sonst zusammenfällt. Feldsalat hat viele Namen: Rapunzelsalat, Mausohrsalat, Vogerlsalat oder Nüsslisalat.

Endiviensalat

ist reich an Kalium und Kalzium. Vergleicht man ihn mit anderen Salatsorten, hat er verhältnismäßig viele Vitamine und Mineralstoffe. Er ist eng mit Chicorée und Radicchio verwandt und zählt zu den Spätsommersalaten. Früher wurde er vor dem Verzehr oft gewässert, um Bitterstoffe abzumildern. In neueren Züchtungen sind die Bitterstoffe abgemildert, das Wässern kann wegfallen. So werden die Nährstoffe geschont.

Spinat

ist reich an Kalium und Eisen. Das Gemüse hat einen hohen Eiweißgehalt. Es gibt Frühlings- und Sommerspinat: Diese Sorten können auch als Salat verzehrt werden. Der Herbst- und Winterspinat wird gekocht verzehrt. Winterspinat kann ab Ende August bis etwa Ende September an einem geschützten und sonnigen Platz ausgesät werden.

Knollensellerie

ist kräftig im Geschmack, reich an Vitamin E, Kalium und Eisen und enthält viel Kalzium. Ab Oktober wird ausgewachsener Sellerie geerntet. Er sollte ohne Blätter und Wurzeln kühl und trocken gelagert werden. Eher geernteten Sellerie findet man zum Beispiel im Sommer in Supermärkten: Dann gibt es ihn mit Blättern als Bündel zu kaufen.

Birnen eignen sich zum Beispiel zum Einkochen.

Saisonale Gemüse- und Obstsorten für den September mit einem Rezept für Spaghettikürbis

Erbendorf

Rezept für eine Kartoffel-Kürbissuppe

Deutschland & Welt
Rezept:

Eingekochte Birnenviertel

  • 2 Kilo Birnen
  • 4 Gewürznelken
  • 200 Gramm Zucker

Birnen schälen, vierteln und entkernen. In einem großen Topf die Birnen einfüllen und Wasser dazugeben, sodass drei Viertel der Birnenspalten mit Wasser bedeckt sind. Die Früchte und das Wasser mit 4 Gewürznelken und 200 Gramm Zucker zum Kochen bringen. Rund 15 Minuten bei mittlerer Hitze kochen, bis sich die Birnen mit einem Holzstab durchstechen lassen, aber nicht breiig sind. In heiß ausgespülte Einmachgläser bis zum Rand auffüllen, verschließen und die Gläser auf den Kopf stellen. Abkühlen lassen, danach kühl lagern.

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