04.06.2020 - 13:58 Uhr
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Schafskälte: Wenn der Sommerregen gerne wärmer sein darf

Die Eisheiligen sind vorbei, jetzt kommt die Schafskälte. Wetterexperte Andy Neumaier macht trotzdem Hoffnung auf steigende Temperaturen.

Wetterexperte Andy Neumaier.
von Andy NeumaierProfil

Die Wetterlage ist für diese Jahreszeit geradezu typisch. In relativ regelmäßigen Abständen gibt es Anfang/Mitte Juni, etwa drei Wochen nach den Eisheiligen, noch einmal einen frühsommerlichen Kälterückfall, die sogenannte Schafskälte. Der Name rührt von der Tatsache, dass um diese Zeit frisch geschorene Schafe auf den Weiden noch einmal frieren müssen. Vor ziemlich genau sieben Jahren hat dieser Kältestrom bis ins Mittelmeer gereicht, und dort mächtige Tiefs produziert, was über Süddeutschland zu Jahrhundertfluten, vor allem an der Donau führte. Kurzum: Da hängen wir jetzt einfach mal drin, der ersehnte Regen kommt in Schüben, aber er hätte gerne einen Tick wärmer sein dürfen. Petrus gelobt Besserung, vermutlich ab Wochenmitte. Wir hoffen.

Unbeständig und unter 20 Grad

Der Freitag zeichnet sich durch Unbeständigkeit aus. Nach Regen in der Früh und am Vormittag kommt zwar zeitweise mal die Sonne durch, vor allem spätnachmittags und abends bilden sich dadurch aber wieder lokale Regengüsse und Gewitter. Bei böigem Westwind werden 13 bis 18 Grad erreicht. In der Nacht gibt es weitere, teils gewittrige Schauer bei 11 bis 7 Grad.

Auch am Samstag wird es zeitweise nass, vor allem im Laufe des Vormittages, und dann bis in den Nachmittag hinein. Vielleicht zeigt sich hier und da aber wenigstens noch etwas Abendsonne. Die Temperaturen erreichen weiterhin nur 13 bis 18 Grad. In der Nacht regnet es kaum noch bei 8 bis 5 Grad.

Lichtblicke dann am Sonntag: Zwar ziehen vormittags noch zeitweise dichte Wolken und etwas Regen durch, am Nachmittag sollte sich aber ein freundlicher und trockener Mix aus Sonne und Wolken einstellen. Trotzdem sind nur Temperaturen zwischen 14 und 19 Grad zu erwarten. In der Nacht ist es trocken bei 9 bis 5 Grad.

Ab dem Feiertag deutlich wärmer

In der neuen Woche geht es dann etwas mühsam nach oben, es kommt also kein mächtiges Hoch. Immerhin wird es wieder trockener, und zwischen dichten Wolken und nur noch leichten Schauern zeigt sich in der ersten Wochenhälfte zeitweise wieder die Sonne bei 15 bis 20 Grad. Ab Fronleichnam steigen die Temperaturen dann wieder auf 21 bis später 27 Grad, und neben Sonnenschein bilden sich vor allem nachmittags und abends jeweils Quellwolken, und dazu örtlich begrenzte Wärmegewitter. Tausche kühl gegen schwül, beständig klarer Frühsommer sieht aber anders aus.

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