21.10.2019 - 08:56 Uhr
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Schlank im Stundentakt: Purzelnde Kilos mit Intervallfasten

Fünf zu zwei. Sechzehn zu acht. Nein, wir sprechen nicht von den Fußballergebnissen des FC Bayern. Intervallfasten ist derzeit in aller Munde. Tage- oder stundenweise nichts zu essen soll zu einem langfristigen Abnehmerfolg führen.

Immer mehr Menschen schwören auf Intervallfasten. Der Trend soll unerwünschte Kilos nur so purzeln lassen.
von Externer BeitragProfil

Den berüchtigten Jo-Jo-Effekt hat jeder schon einmal erlebt, der versucht hat, sein Gewicht zu reduzieren. Der Vorteil am Kurzzeit-Fasten ist: Es eignet sich – im Gegensatz zu Crash-Diäten oder längeren Fastenzeiten – als dauerhafte Ernährungsform. Die beiden bekanntesten Methoden des Intervallfastens sind die 5:2- und die 16:8-Methode.

Die 5:2-Diät beruht darauf, dass an fünf Tagen in der Woche ganz normal gegessen wird. An zwei Tagen wird die Kalorienzufuhr stark gedrosselt. Die Faustregel: 500 bis 800 Kalorien bei Frauen, 600 bis 850 Kalorien bei Männern. Für dieses 2013 von Dr. Michael Mosley konzipierte intermittierende Fasten gibt es keine speziellen Empfehlungen, wenn es um die Auswahl oder Zubereitung der Lebensmittel geht. Der Grund: Die Abbruchrate dieser Diät ist deutlich niedriger als bei anderen, da sich der Abnehmende keine zu strengen Vorschriften auferlegt, wenn es um den Genussverzicht geht. Dennoch raten Experten, vorwiegend Gemüse und Vollkorngetreide – unter anderem Naturreis oder Haferflocken – zu essen. Wichtig ist, dass die Fastentage einem festen Rhythmus folgen, die Tage während der Woche nicht variieren.

Bei der 16:8-Methode gibt es ein Zeitfenster von 8 Stunden, in dem alle drei Mahlzeiten gegessen werden sollen – also zum Beispiel das Frühstück um 8 Uhr morgens, Mittagessen um 12 Uhr und das Abendessen um 16 Uhr. Anschließend folgt eine 16-stündige Fastenphase, in der nichts gegessen werden darf. Experten sprechen auch von einer Acht-Stunden-Diät, da Abnehmwillige in 8 der 16 Stunden schlafen sollten. Der permanente und konstante Wechsel von Essens- und Fastenphasen regt den Stoffwechsel an und fördert die Fettverbrennung über Nacht – bis zur nächsten Mahlzeit. Ob früh gefrühstückt wird und das letzte Essen des Tages am frühen Nachmittag verspeist oder das Frühstück am späten Vormittag und das Abendessen entsprechend acht Stunden später stattfinden, spielt keine Rolle. Wichtig ist nur, dass 16 Stunden zwischen der letzten Mahlzeit des Vortages und der ersten des Tages liegen. Regeln, was während der acht Stunden verzehrt werden darf, gibt es nicht. Experten raten jedoch, dass nicht nur massenhaft Fettes oder Zuckerhaltiges gegessen werden sollte. Es darf durchaus geschlemmt werden. Aber in Maßen. Und noch ein Tipp: Bewegung am Morgen fördert den Stoffwechsel zusätzlich – und macht wach.

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Für wen ist Intervallfasten nicht geeignet?

Da das Intervallfasten sowohl Physis als auch die Psyche beeinflussen kann, sollte zuvor immer ein Arzt zu Rate gezogen werden. Grundsätzlich aber gilt: Schwangere oder Frauen, die ihre Neugeborenen stillen, sollten darauf verzichten, da sie ihrem Körper – und somit auch ihrem Kind – möglicherweise wichtige Nährstoffe entziehen. Auch Menschen mit Untergewicht oder einer Leber- und Niereninsuffizienz ist von der Fastenkur abzuraten. Das Gleiche gilt für Personen mit Suchterkrankungen, Diabetes, Herz- oder Krebserkrankungen.

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Häufige Fehler beim Intervallfasten

1. Zu wenig essen: Motivation ist gut, doch oft ist sie zu groß. Doch wer zu wenig isst, fährt den Stoffwechsel herunter und senkt damit den Energieumsatz. Nach dem Fasten droht dann der Jo-Jo-Effekt.

2. Nicht genug Bewegung: Abnehmwillige sollten sich nicht nur auf das veränderte Essverhalten verlassen. Auch Sport ist wichtig, um das Traumgewicht langfristig zu halten.

3. Ungeduld: Jeder Körper ist anders. Bei manchen schlägt das Fasten schnell an, bei anderen langsamer. Aber nicht den Mut verlieren – und dranbleiben.

4. Zu viel Stress: In Stresssituationen produziert der Körper das Hormon Cortisol. Dieses lässt den Blutzuckerspiegel ansteigen und begünstigt die Bildung von Fettdepots.

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