23.06.2021 - 12:13 Uhr
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Schwere Unwetter in der Oberpfalz: Person durch Blitzschlag verletzt

Gewitter mit Starkregen haben in der Nacht auf Mittwoch für zahlreiche Einsätze von Polizei und Feuerwehr gesorgt. Im Landkreis Neustadt/WN wurde eine Person durch einen Blitzschlag verletzt.

Am Dienstagabend zogen schwere Gewitter über die Oberpfalz. Im Kreis Schwandorf mussten die Feuerwehren zu über 100 Einsätzen ausrücken. Unter anderem auch zum Kindergarten St. Martin in Schwarzenfeld.
von Redaktion ONETZProfil

In der Nacht auf Mittwoch, 23. Juni, sind erneut schwere Unwetter über die Oberpfalz gezogen. Die Einsatzkräfte mussten mehr als 100 Mal ausrücken.

So meldete die Integrierte Leitstelle Nordoberpfalz (ILS) bereits bis zum späten Dienstagabend 40 Einsätze. Besonders stark betroffen waren nach ersten Informationen im Landkreis Neustadt/WN die Orte Altenstadt/WN, Neustadt/WN, Mantel, Parkstein, Pressath und Schwarzenbach. Laut ILS wurde eine Person durch einen Blitzschlag verletzt, Keller liefen mit Wasser voll und Straßen wurden überschwemmt.

Auf Nachfrage meldet die ILS Amberg am Mittwochmorgen, dass Einsatzkräfte im Landkreis Schwandorf über 100 mal ausrücken mussten. Die Einsätze seien "nicht dramatisch" gewesen, überwiegend habe es sich um Keller gehandelt, die unter Wasser standen. In Schwarzenfeld ist eine Person in einem Keller in einen Gulli gefallen und wurde laut einem Sprecher leicht verletzt. In Amberg und dem Kreis Amberg-Sulzbach kam es laut ILS zu keinen Meldungen.

Unwetter auch im Rest von Bayern

Auch im restlichen Bayern haben die Unwetter teils schwere Schäden verursacht. Die niederbayerische Polizei berichtete von zahlreichen Einsätzen in der Nacht zum Mittwoch. "Größtenteils wegen überfluteter Straßen, umgestürzter Bäume und vollgelaufener Keller", hieß es in einer Mitteilung. Auch in Büros der Landshuter Polizei stand knöchelhoch das Wasser.

Ein Wasserschaden in einem Mehrfamilienhaus in Fürth ließ in der Nacht Teile einer Zimmerdecke einstürzen. Auslöser seien vermutlich die starken Regenfälle der letzten Tage gewesen, sagte ein Sprecher der örtlichen Feuerwehr. Verletzt wurde niemand. Das Haus ist vorerst nicht bewohnbar.

Regen flutet Tiefgarage

In München flutete der starke Regen eine 4000 Quadratmeter große Tiefgarage. Das Auspumpen dauerte laut einem Sprecher mehrere Stunden. Insgesamt rückte die Münchner Feuerwehr in der Nacht auf Mittwoch über 100 Mal wegen des Wetters aus.

Auch in den nächsten Tagen müssen sich die Menschen in Bayern auf extremes Wetter gefasst machen. Im Laufe der Nacht zum Donnerstag gehen Blitz und Donner im Freistaat laut dem Deutschen Wetterdienst zunächst in kräftigen Regen über.

Weiterhin Unwetter möglich

Vor allem im Süden und in der Mitte Bayerns können demnach innerhalb einer Stunde bis zu 50 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. "Örtlich sind extreme Sturzfluten möglich", teilte das Bayerische Landesamt für Umwelt in seinem Hochwasserlagebericht mit.

Auch bis zu fünf Zentimeter große Hagelkörner und schwere Sturmböen schließt der DWD in der Nacht zum Donnerstag nicht aus. Bis zum Ende der Woche erwarten die Meteorologen immer wieder teils kräftige Gewitter in Bayern. Es bleibt warm bei Temperaturen über 20 Grad. Am Donnerstag liegen die Höchstwerte bei 21 bis 27 Grad.

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