07.06.2021 - 11:38 Uhr
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Sorglos durch den Sommer: Der richtige Schutz für jeden Hauttyp

Sommer, Sonne, Sonnenbrand. Es ist schnell passiert: Nur ein paar Minuten zu lange am See, Meer oder ohne Sonnenschirm im Lieblingscafé – und schon färbt sich die Haut rot. Doch es gibt Mittel, um die Haut zu schützen.

Sommerzeit ist Sonnenbrand-Zeit. Deshalb muss die Haut besonders geschützt werden.
von Julia Hammer Kontakt Profil

Die Haut ist eines unserer wichtigsten Organe. Als sogenanntes Flächenorgan ist es nicht nur das größte, sondern dient auch als Sinnesorgan. Die Hautdicke schwankt zwischen 1,5 und vier Millimetern und ist somit verhältnismäßig dünn. Sie ist in drei Schichten aufgebaut: die Oberhaut, Lederhaut und die Unterhaut. Durch diesen speziellen Aufbau hat sie eine besondere Aufgabe: Sie schützt unseren Körper. Deshalb ist es umso wichtiger, die Haut bestmöglich zu schützen – vor allem vor Sonne und schädlichen UV-Strahlungen. Die Sonnenempfindlichkeit des Menschen hängt vom jeweiligen Hauttyp ab – und dem UV-Index. Der „Der UV -Index hängt vor allem vom Sonnenstand ab. Er ändert sich daher am stärksten mit der Jahreszeit, der Tageszeit und der geografischen Breite“, informiert das Bundesamt für Strahlenschutz. Je hoher der Index ist, desto höher ist das Risiko für einen Sonnenbrand. Besonders hoch ist er im Hochgebirge, dem Mittelmeer und den Tropen. Auch eine reflektierende Umgebung wie Wasser, Schnee oder Sand erhöht den Wert. Deshalb ist es besonders wichtig, sich im Sommer vor dem Schwimmen gut einzucremen – und auch danach. Denn durch das Wasser löst sich der Sonnenschutz und macht die Haut angreifbar.

Perfekt geschützt

Für alle, die es lieben, die warmen Sonnenstrahlen auf ihrer Haut zu spüren, ist der richtige Sonnenschutz das A und O. Doch Sonnenschutz ist nicht gleich Sonnenschutz. Bei der Wahl sollte neben dem entsprechenden Lichtschutzfaktor auch die eigene Hautbeschaffenheit berücksichtigt werden. Für jeden Hauttyp gibt es das optimale Mittel:

  • CREMES enthalten einen sehr hohen Fettgehalt. Deshalb sollten sich vor allem Menschen mit trockener Haut für diese Variante entscheiden, um zusätzlich Feuchtigkeit aufzunehmen.
  • LOTIONS enthalten weniger Fett und mehr Wasser als eine Creme. Sie sind flüssiger, lassen sich besser auftragen und eignen sich gut für Personen mit Mischhaut.
  • Ein GEL wirkt ohne Fette und Emulgatoren. Somit eignet es sich bestens für Mischhaut. Gels können auch ohne Bedenken von Menschen mit einer Sonnenunverträglichkeit verwendet werden.
  • SPRAYS sind vor allem bei Männern beliebt. Sie lassen sich auf behaarter Haut gut verteilen, sind leicht zu dosieren und ziehen schnell ein. Doch Vorsicht: Niemals zu dünn auftragen.

Eigenschutz und LSF-Wert

Jeder Hauttyp hat eine Eigenschutzzeit, in der sich die Haut den Sonnenstrahlen und der UV-Belastung aussetzen kann, ohne einen Sonnenbrand davonzutragen. Der Lichtschutzfaktor gibt an, wie viel länger wir uns nach der Eigenschutzzeit der Sonne aussetzen können, ohne Schäden der Haut zu riskieren. Menschen mit sehr heller Haut sind sehr anfällig für Sonnenbrände und zählen daher zur Hauttypgruppe 1. Ihre Eigenschutzzeit beträgt etwa zehn Minuten. Cremen sie sich gründlich mit LSF 20 ein, könnten sie 200 Minuten (10 Minuten Eigenschutzzeit x 20) in der Sonne bleiben, ohne sich zu verbrennen. Jedoch raten Experten, diese Zeit nicht komplett auszureizen, da der komplette Lichtschutzfaktor nur selten erreicht wird. Der Grund: Die Cremes oder Sprays werden nicht immer richtig und ausreichend aufgetragen. Bleibt die Frage: Welcher Lichtschutzfaktor ist der richtige? Das hängt vom jeweiligen Hauttyp ab. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen sechs Hauttypen:

  • HAUTTYP 1 (sehr helle Haut, rötliches bis blondes Haar): Eigenschutzzeit 3 bis 10 Minuten
  • HAUTTYP 2 (helle Haut, blonde bis hellbraune Haare) Eigenschutzzeit 10 bis 20 Minuten
  • HAUTTYP 3 (mittelhelle Haut, hellbraunes bis dunkelbraunes Haar): Eigenschutzzeit 20 bis 30 Minuten
  • HAUTTYP 4 (bräunliche Haut, braunes oder schwarzes Haar): Eigenschutzzeit 45 bis 60 Minuten
  • HAUTTYP 5 (braune bis dunkle Haut, schwarzes Haar): Eigenschutzzeit 60 bis 90 Minuten
  • HAUTTYP 6 (sehr dunkelbraune Haut, schwarzes Haar): Eigenschutzzeit über 90 Minuten

Beim Sonnenschutz unterscheidet man zwischen Niedrig (LSF 6 und 10), Mittel (LSF 15, 20 und 25), Hoch (LSF 30 und 50) und Sehr hoch (LSF 50+). Multipliziert man nun die Eigenschutzzeit mit dem Lichtschutzfaktor der Sonnencreme, ergibt das die Zeit, die man gefahrlos in der Sonne bleiben kann. Je nachdem, wie lange man sich die warmen Sonnenstrahlen auf die Haut scheinen lassen will, sollte man zu einer Creme mit entsprechend hohem LSF-Wert greifen. Geschützt steht dem ausgiebigen Sonnenbad nichts mehr im Weg.

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