25.07.2019 - 12:28 Uhr
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Steigende Unwettergefahr: Hitzeschlacht wird zu „Sommerwetter“

Auf die Hitze folgt das Gewitter – zumindest vielleicht. Denn ob es tatsächlich regnen wird, lässt sich aktuell noch nicht vorher sagen.

Am Wochenende könnte es gewittern, sagt Wetterexperte Andy Neumaier.
von Andy NeumaierProfil

Die Hitzerekorde purzeln, und wie befürchtet wurden im Westen Deutschlands noch nie dagewesene Höchsttemperaturen weit über der 40 Grad- Marke erreicht. Diese Luft konnte sich nun tagelang mit Energie aufladen, und so kommt, was irgendwann kommen muss. Sobald das fehlende Quäntchen Feuchtigkeit in die Atmosphäre gerät, wird’s explosiv.

Interview: Gewitter kann man nicht berechnen

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Über das Wochenende sind immer teils schwere Gewitter möglich. Wann und wo diese auftreten ist schwer zu sagen, aber man sollte bei Planungen im Freien den Plan B in der Tasche haben. Die Ungerechtigkeiten in Sachen Regenmengen werden wieder groß sein, die Wetterwarnungen werden sprudeln, und hinterher werden Einige wieder feststellen: War ja nix. Dabei sollte man darauf achten, dass der DWD meist zunächst „Vorwarnungen“ ausstellt, um auf die generelle Möglichkeit von Gewittern hinzuweisen. Das ist ein entschiedenes „vielleicht“. Erst die „Akutwarnung“ besagt aber, dass irgendwo im Kreisgebiet bereits ein Unwetter stattfindet, aber auch das nicht flächendeckend.

Erst heiß, dann schwül und gewittrig

Wenn wir den Freitag geschafft haben, ist die größte Hitze überwunden. Es wird aber noch einmal sonnig mit ein paar Schleier- und Schäfchenwolken, und die Temperaturen steigen auf schweißtreibende 33 bis 38 Grad. In der Nacht sind erste vereinzelte, wenn dann aber heftige Gewitter möglich bei später 18 bis 14 Grad.

Am Samstag ist es schwülwarm, und praktisch sind zu jeder Tageszeit teils heftige Gewittergüsse möglich. Das Wann und Wo bleibt dabei ein Mysterium. Es wird aber zwischendurch auch längere Sonnenstrecken geben, mit denen die Temperaturen dann noch immer 25 bis 30 Grad erreichen. In der Nacht werden die Gewitterschauer seltener bei 17 bis 13 Grad.

Der Sonntag bringt anfangs örtliche Schauer, dann stechende Sonne in schwüler Luft. Nachmittags und abends besteht erneut die Möglichkeit häufigerer und teils schwerer Gewitter. Weil diese oft aus Süden und Südosten aufziehen, sind diese erfahrungsgemäß gerne mal sehr wuchtig unterwegs. Mit der Sonne dazwischen gibt es warme 24 bis 28 Grad. In der Nacht lassen die Gewitterschauer nur langsam nach bei 17 bis 14 Grad.

Weiter zu wenig Niederschlag

Auch am Montag und Dienstag sind noch Schauer und Gewitter möglich, wobei die Unwettergefahr bei „kühleren“ 21 bis 26 Grad langsam nachlässt. Ab Mittwoch herrscht verbreitet unübertriebenes Sommerwetter mit Sonnenschein, ein paar Wolkenfeldern, aber leider kaum Regenschauer. Die Temperaturen erreichen meist 25 bis 28, zum Wochenende hin auch wieder knapp über 30 Grad.

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