02.12.2019 - 12:41 Uhr
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Stille Nacht, stressige Nacht

Weihnachten – Fest der Liebe. Zwischen Terminen, Geschenken und Trubel bleiben oft nur wenige Möglichkeiten, die „staade Zeit“ wirklich zu genießen. Aber halt. Mit ein paar Tricks und Regeln lassen sich viele Probleme mühelos vermeiden.

Geschenke verpacken, Termine erledigen ...Weihnachtszeit ist oft hecktisch und alles andere als "staad".
von Laura Schertl Kontakt Profil

Die erste und vielleicht grundlegendste Regel, um Weihnachtsstress zu vermeiden: die Erwartungen runterschrauben. In Fernsehen und Werbung werden mit romantischen Filmchen die Vorstellungen von Weihnachten stark idealisiert. Die Realität sieht aber in der Regel ganz anders aus. Wer sich gleich zu Beginn klarmacht, dass Perfektion nicht das Ziel ist, gerät bei weitem nicht so schnell unter Druck – egal ob beim Weihnachtsessen oder den Geschenken für Freunde und Familie.

Geschenke, Geschenke, Geschenke. Sie sind für viele ein wichtiger Bestandteil von Weihnachten. Wenn es auf die Feiertage zugeht, ist der Konsumstress gewaltig. Doch was schenken? Darauf gibt es eine einfache Antwort: Listen. Wer seiner Familie und seinen Freunden das ganze Jahr über zuhört und potenzielle Geschenkwünsche gleich aufschreibt, muss sich im Advent nur noch das Passende aussuchen. Außerdem hilft es, die Menge oder den Geldwert der Mitbringsel genau abzusprechen, und sich vor allem daran zu halten. Wer nach Geschenken für Kinder sucht, sollte es wie die Amerikaner halten: „Want. Need. Wear. Read.“ Soll heißen: Die Knirpse bekommen einen größeren Wunsch erfüllt, dazu etwas, das sie wirklich brauchen, etwas zum Anziehen und etwas zum Lesen.

Nach dem Geschenkekauf folgt gleich der nächste Stressfaktor: Termine. Da wäre die Weihnachtsfeier des Sportvereins, des Arbeitgebers, dann das Treffen mit ehemaligen Klassenkameraden auf dem Weihnachtsmarkt und das obligatorische Essen mit der Familie. Aber: Nicht alle Termine sind Pflichttermine. Warum nicht die Weihnachtsfeier des Sportvereins ausfallen lassen – die wird eh jedes Jahr langweiliger – und gemeinsam mit engsten Freunden und Familie einen gemütlichen Abend verbringen? Wer sich genau überlegt, wo und wie er seine Zeit verbringen möchte, schafft automatisch Platz im Terminplan und vermeidet Hektik.

Mit der gewonnenen Zeit lässt sich gleich der nächste Tipp umsetzen: Zeit für sich schaffen. In all dem Trubel und der Masse an Planung bleiben Auszeiten schnell auf der Strecke. Damit diese Pausen auch wirklich stattfinden, sollten bestimmte Tage oder Zeiten im Kalender frühzeitig blockiert und als solche gekennzeichnet werden. Wichtig: Egal was kommt, diese Tage bleiben reserviert für ein bisschen persönliche Weihnachtszeit. Ob auf den Weihnachtsmarkt gehen, mit einem guten Buch vorm Kamin sitzen oder einen ausgedehnten Schneespaziergang machen. Auszeiten sind wertvoll und sorgen für mehr Energie für die Feiertage.

Schließlich bedarf das perfekte Weihnachtsessen für die gesamte Familie frühzeitiger Planung. Kurz vor den Feiertagen sind Supermärkte hoffnungslos überfüllt und Klassiker wie Gans oder Karpfen müssen aufgrund der hohen Nachfrage meistens vorbestellt werden. Konserven oder Tiefgefrorenes können schon früher besorgt werden, um einen kurzfristigen hektischen Großeinkauf zu vermeiden. Oder: das Weihnachtsmenü ein bisschen runterschrauben und auf Evergreens wie Würstchen mit Kartoffelsalat zurückgreifen. Schmeckt auch, ist aber einfacher und schneller zubereitet.

Damit nicht einer alleine das Weihnachtsfest organisieren muss, können Aufgaben innerhalb der Familie aufgeteilt werden. Das eliminiert potenzielle Streitthemen. Selbst das Essen lässt sich aufteilen. Familienmitglieder können Salate, Plätzchen oder Glühwein mitbringen. Und selbst, wenn etwas schiefgeht und der Braten vielleicht ein bisschen zu trocken ist: nicht zu pingelig sein. Stress ist nämlich auch Einstellungssache. Wer sich von vornherein keinen Druck macht und auch Fehler lässig abschüttelt, vermeidet schlechte Laune. Für den trockenen Braten gibt es einfach ein bisschen mehr Soße und die harten Plätzchen werden eben einmal mehr in den Glühwein getaucht. Eines können wir aus den romantischen Weihnachtsfilmen nämlich doch lernen: Am wichtigsten ist, dass alle zusammen an einem Tisch sitzen und die Heilige Nacht feiern.

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