24.02.2020 - 07:31 Uhr
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Sturm "Yulia" hinterlässt geringe Schäden

Sturmtief "Yulia" ist über die Region gezogen. Dies sorgte ab dem Nachmittag für einige Einsätze bei Polizei und Feuerwehr.

Sturmtief "Yulia" ist über die Region gezogen
von Alexander Unger Kontakt Profil

Die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberpfalz in Regensburg hat am Sonntag zwischen 15 und 21.30 Uhr rund 60 unwetterbedingte Einsätze registriert. Betroffen war laut Meldung der Polizei die gesamte Oberpfalz. Den zahlenmäßigen Schwerpunkt bildeten dabei das Stadtgebiet Amberg und der Landkreis Amberg-Sulzbach.

Der Großteil der Einsätze bezog sich auf herabgefallene Äste und umgestürzte Bäume. Außerdem kümmerten sich die Einsatzkräfte um umgefallene Baustellenabsicherungen und Bauzäune sowie weggewehte Plakate oder Müllsäcke.

Sturm reißt Putz von der Wand

Im Stadtgebiet Regensburg drohte an einem Gebäude die Kaminabdeckung herunterzufallen, so dass diese von der Feuerwehr gesichert werden musste. Im Zeitlarner Ortsteil Laub (Kreis Regensburg) geriet ein Lichtmast in Schieflage. Vom Giebel eines Gebäudes im Stadtgebiet Schwandorf wurde auf einer Fläche von ca. 20 Quadratmetern die Wärmedämmung samt Putz weggerissen und auf das Dach des Nachbarhauses geweht.

Anhänger umgeweht

Der Sturm hatte auch negative Auswirkungen auf den Straßenverkehr. So wurde auf einer Anhöhe auf der B22 bei Tännesberg (Kreis Neustadt/WN) ein Pkw-Gespann von einer Windböe erfasst. Der nicht beladene 750-kg-Anhänger stürzte um und blieb auf der Fahrbahn liegen. Gegen 16 Uhr wurde bei Hemau (Kreis Regensburg) ein „Faschingswagen“ von einer Windböe erfasst. Teile des Aufbaus wurden abgerissen und fielen auf einen nachfolgenden Pkw. Nach bisherigen Erkenntnissen wurden durch die Sturmböen keine Personen verletzt.

Rund 90 Einsätze nach Sturm "Yulia" in Oberfranken

Es wurden zwar nicht die Windgeschwindigkeiten des Sturmtiefs „Sabine“ erreicht, aber im Laufe des Sonntags hat das Sturmtief "Yulia" in Oberfranken einige Bäume entwurzelt, Bauzäune umgeworfen und Verkehrstafeln umgeknickt. Die führte zu teilweise erheblichen Verkehrsbehinderungen. So stürzte am Abend auf der A70 zwischen Stadelhofen und Schirradorf ein Baum auf die Fahrbahn in Richtung Bayreuth. Die Straße musste komplett gesperrt werden und der Verkehr wurde ab der Ansschlussstelle Stadelhofen abgeleitet. Insgesamt waren neun Fahrzeuge an der Karambolage beteiligt. "Glücklicherweise gab es keine Verletzten", berichtet Polizeisprecher Rainer Eck. Nach einer Stunde konnte der Verkehr wieder ohne Behinderungen fließen. Der Schaden beläuft sich hier auf rund 60.000 Euro.

Insgesamt waren von Sonntagnachmittag bis gegen 23 Uhr rund 90 witterungsbedingte Einsätze abzuarbeiten. Am häufigsten waren die Einsatzkräfte damit beschäftigt umgestürzte Bäume zu beseitigen, die auf die Straßen stürzten. Verletzt wurde dabei niemand. Ab Mitternacht beruhigte sich die Wetterlage.

Bei München stürzte ein Baum auf die Gleise

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