03.05.2019 - 12:58 Uhr
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Tausche Oberpfalz gegen Berlin

Die Oberpfalz gegen Berlin – ein ungleiches Duell? Hier die ostbayerische Provinz, dort die pulsierende Metropole. In Sachen Lebensqualität geht der Vergleich jedoch ganz anders aus, als zunächst vermutet.

Der bayerische Löwe gegen den Berliner Bären. Wer wohl gewinnt?
von Elisabeth Saller Kontakt Profil

So mancher Oberpfälzer zieht für das Studium oder den ersten Job in die Hauptstadt. Viele erwarten dort mehr Freizeitmöglichkeiten, besseren Nahverkehr und coolere Partys. Wir haben die Oberpfalz gegen Berlin in einem Wettbewerb antreten lassen.

Relaxen am Steinberger See.

Freizeit

Auf dem Goldsteig wandern oder entlang der Naab radeln: Die Natur ist in der Oberpfalz gut zu erreichen. Fast jeder hat ein Auto und kann in ein paar Minuten den Ort hinter sich lassen, um seine Augen über eine landschaftlich schöne Gegend schweifen zu lassen. Nicht so in Berlin: Wer raus aus der Stadt will, steht entweder mit dem Auto erst einmal im Stau oder muss mit dem öffentlichen Nahverkehr fahren. Hat man die Stadtgrenze hinter sich gebracht, ist die Natur auch sehr schön – und der Oberpfalz recht ähnlich, denn auch das Land Brandenburg wartet mit vielen Seen auf. Steinberger See oder Wannsee? Entspannung findet man überall.

Radfahrer warten in Berlin vor der Siegessäule auf eine grüne Ampel.

Radeln

Wer in der Hauptstadt mit dem Rad zur Arbeit oder zur Verabredung fahren will, braucht wenig Kondition, aber viel Geduld. 200 Meter treten, 2 Minuten warten. Denn allzu oft unterbricht einen eine rote Ampel. Auch in der Oberpfalz gibt es Ampeln, die im falschen Moment umschalten. Aber wer will, kann in unserer Region auf dem Fahrrad richtig kräftig in die Pedale treten, man wird lang nicht so oft gebremst – außer von einem Berg.

Wer in der Oberpfalz gerne auf engem Raum wohnen möchte, bekommt das zum Beispiel in einem Tiny House in Mehlmeisel.

Wohnen

Zwischen 4,55 und 12,86 Euro pro Quadratmeter soll eine neu vermietetet Wohnung in Amberg nach Angaben von Immowelt im März 2019 kalt gekostet haben. Für Berlin gibt das Portal Preise zwischen 11,40 und 14 Euro an. In unserer Region kann man doch etwas günstiger wohnen und in der Regel hat man mehr Platz. Wer es aber in Bayern klein, eng und schnuckelig haben will, bekommt auch das: zum Beispiel mit einem Tiny House in Mehlmeisel (Kreis Bayreuth).

Fotografieren verboten heißt es oft in den Berliner Clubs.

Party

Clubs in Berlin sind Freiräume. Damit die Leute diese Freiheit ausleben können, gibt es Regeln. Kein Sexismus, kein Rassismus. Und keine Fotos. Wegen der „No Photo Policy“ kommt neben dem kritischen Blick des Türstehers, der Taschenkontrolle, dem Eintritt und Stempel noch ein weiteres Türritual dazu: kleine runde Sticker, die die Gäste auf ihre Smartphone-Kameras kleben müssen. Überraschung: Unser neuer Mitarbeiter hat erzählt, dass er Partyfotograf in der Oberpfalz ist. Er geht in Clubs und macht dort Fotos von Leuten. Meistens sieht man auf den Bildern eine Gruppe von Freunden, dicht zusammengedrängt und unnatürlich grinsend. Ist bestimmt eine schöne Erinnerung. Aber intensiv wird es doch erst, wenn wir uns unbeobachtet fühlen.

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