12.04.2019 - 14:00 Uhr
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Trickdiebe in der Oberpfalz unterwegs

Trickdiebe tauchen meist in Gruppen auf. Mit ausgeklügelten Taktiken oder technischen Tricks bringen sie andere um Geld. Die Polizei warnt vor allem Ladenbesitzer in der Oberpfalz.

Trickdiebe suchen günstige Tatgelegenheiten bewusst oder schaffen sie selbst.
von Alexander Unger Kontakt Profil

Trickdiebe suchen günstige Tatgelegenheiten bewusst oder schaffen sie selbst. Dabei wird beispielsweise das Personal durch besondere Kaufwünsche, Gespräche oder durch Auskunftsersuchen abgelenkt, während die Komplizen zugreifen. "Allein in der letzten Woche wurden im Bereich der Oberpfalz gleich drei dieser perfiden Diebstähle bekannt", berichtet Polizeisprecher Dietmar Winterberg.

Am Donnerstag, 4. April, betrat ein etwa 30-jähriger Mann gegen 12.45 Uhr ein Bekleidungsgeschäft am Oberen Markt in Weiden. Er ließ sich verschiedene Artikel zeigen und interessierte sich insbesondere für die vor dem Laden ausgestellten Handtaschen und ließ sich dort intensiv beraten. Etwas später bemerkte die Verkäuferin einen weiteren Mann, der nach einem nicht geführten Artikel fragte. Nachdem die beiden Männer sich längst entfernt hatten, bemerkte die Verkäuferin bei einem späteren Verkauf, dass aus der Kasse ein mittlerer dreistelliger Betrag fehlte.

Ähnlich erging es der Angestellten eines Geschäfts in der Schwaigerstraße in Schwandorf am selben Tag gegen 14 Uhr. Auch hier gelangten bislang Unbekannte an einen mittleren dreistelligen Eurobetrag aus der Kasse.

Ebenfalls am Donnerstag wurde gegen 16.30 Uhr in Burglengenfeld eine Betreiberin eines Cafes mit einer Floristikabteilung um einen niedrigen vierstelligen Geldbetrag erleichtert, nachdem auch sie von einem Unbekannten in ein längeres Beratungsgespräch verwickelt wurde. Polizeisprecher Dietmar Winterberg: "Ob die drei Taten in Zusammenhang stehen, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen."

Die Polizei warnt eindrücklich vor den Trickdieben, die ganz offensichtlich Ladengeschäfte auswählen, in denen sich in der Regel nur eine Verkaufskraft befindet.

  • Registrierkassen sollten immer fest angebracht sein und auch bei kurzer Abwesenheit stets manuell verriegelt werden.
  • Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Personen sich allzu auffällig für einen bestimmten Gegenstand interessieren und die und teils überflüssige Fragen zu dem Artikel stellen.
  • Weiterhin wird auch vor dem Geldwechseltrick gewarnt. Die Täter bitten um das Wechseln eines großen in viele kleine Banknoten und verwirren die Kassenkraft durch das Gespräch und mehrfache Änderung des Wunsches auf die Stückelung, bis schließlich zu viel Wechselgeld herausgegeben wird.
  • Nicht selten verschwinden in solchen Wechseltricks auch Geldscheine. Dabei gehen die Täter geschickt und mit flinken Fingern vor, so dass selbst bei Aufzeichnungen durch eine Videoüberwachung die Tat selbst nur bei Wiedergabe im Zeitlupentempo erkennbar ist.

Über die verschiedenen Formen von Diebstahl und Trickdiebstahl informiert die Polizei im Internet

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