29.05.2020 - 19:01 Uhr
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Übernachtung nur mit eigenem Schlafsack – Leserfragen [Teil 52]

Bergwanderungen mit Übernachtung sind wieder möglich. Schlafsack, Kissen und Spannbettlaken müssen Hüttengäste aber selber mitbringen.

Wanderungen mit Übernachtung in einer Berghütte sind möglich. Bergsteiger müssen aber einige Neuerungen beachten
von Katrin Pasieka-Zapf Kontakt Profil

Von Susanne Forster und Katrin Pasieka-Zapf

Die Corona-Pandemie lässt derzeit große Familienfeste und Reisen ins Ausland nicht zu. Die 52. Ausgabe der Leserfragen erklärt, wie mit gewissen Vorgaben Hüttenübernachtungen und Familientreffen dennoch verwirklicht werden können.

Wir möchten in den Pfingstferien wandern gehen und dann in einer Wanderhütte übernachten. Was ist zu beachten?

Für die Übernachtung in Wanderhütten gelten strengen Regelungen. Der Deutsche Alpenverein (DAV) gibt auf seiner Internetseite bekannt, dass ab „30. Mai Übernachtungen auf den Alpenvereinshütten in Bayern erlaubt sind“. Besucher müssten sich aber auf neue Abläufe und Vorgaben, in allen Bereichen, einstellen. Wegen der Vorgaben werden nicht alle Hütten öffnen können. Die wichtigste Änderung ist, dass Zimmer reserviert werden müssen. Es gilt eine Reservierungspflicht. Wer schon vor Corona ein Zimmer reserviert hat, sollte sich dieses erneut bestätigen lassen. Ein weiterer wichtiger Punkt: Neben einer Mund-Nase-Bedeckung benötigen Gäste einen eigenen wärmenden Schlafsack, ein Kissen und ein Bettlaken. Gäste sollten auch hier Rücksprache mit den Hüttenwirtsleuten halten. In einem Zimmer dürfen maximal zwei Haushalte übernachten. Die Nutzungszeiten der Waschräume wird vorgegeben. Eine Liste mit allen geöffneten Alpenvereinshütten ist auf der Seite des DAV zu finden.

Wann darf ich meinen schwerstbehinderten Sohn für ein paar Tage nach Hause holen?

Das bayerische Familienministerium schreibt auf Nachfrage, dass auch für Bewohner von stationären Einrichtungen, also auch für Menschen mit Behinderung, die Infektionsmaßnahmenschutzverordnung gilt. Dort sei nur von einer Kontaktbeschränkung im öffentlichen und privaten Raum die Rede. Ein Ausgangsverbot ist nicht geregelt. Wochenendheimfahrten und Familienurlaube für Menschen mit Behinderung seien erlaubt, wenn die Kontaktbeschränkungen eingehalten werden. Zwischen Personen soll der Mindestabstand von 1,50 Metern eingehalten werden. Es sollte aber eine vorherige Abklärung mit der Einrichtung erfolgen. Für die Rückkehr können die Einrichtungen eigene Maßnahmen veranlassen.

Ich habe über das Pfingstwochenende Verwandte eingeladen. Haben Sie Tipps, wie ich mit den Abstandsregeln umgehen kann?

Abstands- und Hygieneregeln können auch bei Treffen mit Freunden und Verwandten eingehalten werden. Das bedeutet: Vorher von den anderen wegdrehen und dann in die Armbeuge oder in ein Papiertaschentuch niesen. Das benutzte Taschentuch danach entsorgen und häufig Händewaschen. Auch auf Umarmungen sollte lieber verzichtet werden. Wer möchte, kann auch eine Alltagsmaske tragen. Wer die Wahl hat, trifft sich an der frischen Luft. Dazu rät der Virologe Prof. Jonas Schmidt-Chanasit auf Nachfrage der Deutschen Presseagentur. Das Ansteckungsrisiko ist seiner Meinung nach in geschlossenen Räumen größer als draußen. Findet das Kaffeekränzchen im Haus statt, empfiehlt der Virologe, regelmäßig zu Lüften, um so einen Luftaustausch zu erreichen.

Können wir spontan an die Ostsee fahren?

Seit dem 25. Mai dürfen Urlauber aus allen Bundesländern nach Mecklenburg-Vorpommern reisen — außer sie kommen aus einem Landkreis, der mehr als 50 Neuinfektionen pro 100000 Einwohner hat. Tagesausflüge sind nicht möglich. Das teilte die Staatsregierung auf der Internetseite mit. Eine Reise ans Meer ist also nur möglich, wenn eine Übernachtungsmöglichkeit nachgewiesen werden kann. Eigentümer einer Ferienunterkunft oder eines Dauerstellplatzes dürfen mit im Haushaltsangehörigen ebenfalls „einreisen“.

Ab wann dürfen wir unsere Tochter in der Schweiz besuchen?

Seit dem 16. Mai dürfen Staatsangehörige aus Deutschland und Österreich wieder in die Schweiz einreisen, um Lebenspartner und Verwandte zu besuchen. Auch die Einreise für „wichtige Familienanlässe“ ist gestattet. Bei der Einreise muss eine „Selbstdeklaration“ vorgelegt werden, welchen die Schweizer Behörden online bereitstellen.

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