"Es war einmal... in der Oberpfalz" Episode 6: Nikolaus, Knecht Ruprecht, Christkind und Weihnachtsmann

Oberpfalz
09.12.2021 - 15:03 Uhr

In der Oberpfalz gibt es zahlreiche Bräuche und Geschichten um die Weihnachtszeit. Wolfi Ruppert und Lucia Brunner sprechen in der aktuellen Podcast-Folge über den Konkurrenzkampf der Gabenbringer Nikolaus, Christkind und Weihnachtsmann.

Auf den Nikolaus freuen sich die Kinder in der Regel. Auf den Knecht Ruprecht eher nicht. In der aktuellen Folge sprechen Lucia Brunner und Wolfi Ruppert über den Ursprung dieser Figuren.

Von Lucia Brunner und Wolfgang Ruppert

Weihnachten steht vor der Tür. Dafür braucht es eine Weihnachtsepisode. Nach der fünften Folge des Oberpfalz-Medien-Podcasts "Es war einmal... in der Oberpfalz", die den Hörerinnen und Hörern die Sagen über den Teufel nähergebracht hat, widmen sich Lucia Brunner und Wolfi Ruppert diesmal den Heiligen- und Sagengestalten rund um das Fest der Feste. Es geht um den Nikolaus, den Knecht Ruprecht oder Krampus sowie das Christkind und den Weihnachtsmann. Dafür haben sich die beiden Moderatoren diesmal ein wenig Hilfe geholt. Sie haben sich mit Erika Eichenseer getroffen, der Vizepräsidentin der Schönwerth-Gesellschaft. Die 87-Jährige kennt die Bräuche in der Oberpfalz und ist eine wunderbare Geschichtenerzählerin. Über die Jahrhunderte hinweg sind Nikolaus, Christkind und Weihnachtsmann in einen Konkurrenzkampf getreten. Zunächst hatte das Christkind den Nikolaus als Gabenbringer abgelöst. Heute wiederum ist der Weihnachtsmann um einiges präsenter als das Christkind. Die aktuelle Folge widmet sich dieser Verschiebung.

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Während der Nikolaus als katholischer heiliger Gabenbringer verstanden wird, der den Kindern am Nikolaustag aus seinem goldenen Buch vorließt, wie sie sich das Jahr über verhalten haben, ist der Knecht Ruprecht sein böses Gegenstück, der den Kindern mit der Rute oder Ketten Angst einjagt und droht, sie in seinen Sack zu stecken, um sie zu verschleppen. Das Christkind ist dagegen protestantischen Ursprungs. Es ist entstanden, weil der Protestantismus die Heiligenverehrung des Katholizismus ablehnt. Der Christkindbrauch hat über die Jahrhunderte auch Einzug bei katholischen Familien genommen. Somit hat sich auch der Tag der Bescherung vom Nikolaustag auf den 24. Dezember verlagert. Der Weihnachtsmann wiederum wurde zunächst in den USA berühmt. Während des Bürgerkriegs hatte der deutsch-amerikanische Karikaturist Thomas Nast den Weihnachtsmann für ein bekanntes Magazin gezeichnet, der die Truppen der Union aus einem Schlitten heraus mit Geschenken erfreute. 1923 schließlich hat die Coca-Cola-Company den gemütlichen dicken Mann mit der Bommelmütze und dem Rauschebart zu ihrem Maskottchen gemacht, und so zu dessen Bekanntheit beigetragen.

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Info:

Über die Moderatoren

  • Lucia Brunner: 29 Jahre alt, Lokalredakeurin in Tirschenreuth, aus Wiesau. Liebt Fantasygeschichten aller Art und wanderte auf den großen Teichlberg, weil sie dort den Schatz der Hankerler finden wollte.
  • Wolfi Ruppert: 27 Jahre alt, Lokalredakteur aus Amberg für Amberg. Interessiert sich für schwarze Romantik und suchte schon als Kind in der Walpurigsnacht nach Schlüsseln für verborgene Häuser auf dem Maria-Hilf-Berg.
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