25.05.2021 - 10:23 Uhr
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Weiße Zähne, ganz natürlich?

Das perfekte Lächeln ist längst mehr als nur ein Schönheitsideal. Kein Wunder, dass der Markt für Bleaching-Produkte boomt wie nie zuvor. Aber was ist die Ursache für verfärbte Zähne – und was können wir wirklich dagegen tun?

Weiße Zähne sind ein Schönheitsideal. Aber lohnt es sich, dem nachzueifern?
von Laura Schertl Kontakt Profil

Genuss und Genetik

Die Gründe, warum sich unsere Zähne verfärben, sind vielfältig. Die größte Rolle neben unserer genetischen Anlage spielen aber Nahrungs- und Genussmittel wie Kaffee, Rotwein oder Zigaretten. Feinste Farbpartikel haften an der Zahnoberfläche und dringen in den Zahnschmelz ein. Eine gewöhnliche Zahnpasta kann gegen diese Verfärbungen kaum etwas ausrichten. Auchmangelnde Zahnhygiene kann der Auslöser für Farbveränderungen sein. Diese entsteht dann allerdings nicht durch Farbpartikel, sondern durch Plaque und Zahnstein, die neben Verfärbungen auch Mundgeruch begünstigen. Wichtig ist aber: Jedem Menschen wird genetisch bedingt eine hellere oder dunklere Zahnfarbe in die Wiege gelegt. Die strahlend weißen Zähne vieler Models oder Stars sind also in den wenigsten Fällen naturgegeben.

Fachmeinung einholen

Wer die lästigen Verfärbungen loswerden will, dem kommen die zahllosen Bleaching-Produkte in Drogerien und im Internet scheinbar sehr gelegen. Doch viele davon sind alles andere als unbedenklich, manche können den Zahnschmelz durch abrasive Partikel erheblich schädigen. Vor jedem Bleaching-Versuch sollte also ein Beratungsgespräch mit dem Zahnarzt stattfinden, denn Zähne mit Füllungen, Kronen oder Veneers sollten keinesfalls aufgehellt werden. Die Fremdmaterialien an den bearbeiteten Zähnen können ihre Farbe nicht ändern und bleiben deshalb als unschöne, dunkle Stellen zurück, die im Zweifelsfall ausgetauscht oder ersetzt werden müssen.

Schädliches Bleaching

Die Auswahl an Home-Bleaching-Produkten ist riesig. Doch auch, wenn seit 2012 in Deutschland Aufheller mit einer Wasserstoffperoxid-Konzentration über 0,1 Prozent nicht mehr frei verkäuflich sind – auch Produkte mit geringeren Wirkstoffkonzentrationen können erheblichen Schaden an unseren Zähnen anrichten. Aufhellende Zahnpasten beispielsweise arbeiten in der Regel mit abrasiven Scheuerpartikeln, die hartnäckige Beläge entfernen sollen. Unweigerlich geht durch den Einsatz dieser Partikel aber auch der Zahnschmelz verloren.

Professionelle Therapie

Schonender ist der Besuch einer Zahnarztpraxis. Beim Home-Bleaching bekommt der Patient eine passgenaue Zahnschiene, die er Nachts über mehrere Wochen hinweg zusammen mit einem Gel trägt. Der Vorteil: Der Patient kann selbst bestimmen, wann seine Zähne hell genug sind. Wer ein schnelleres Ergebnis möchte, für den kommt das Power-Bleaching infrage. Der Zahnarzt arbeitet hier direkt in der Praxis mit einer wesentlich höheren Konzentration. Dadurch kann schon in kurzer Zeit eine deutliche Aufhellung der Zähne erfolgen. Was zunächst deutlich einfacher klingt, hat seinen Preis: Schmerzen während oder nach der Behandlung sind nicht unwahrscheinlich, allerdings klingen sie nach wenigen Tagen meist schnell wieder ab.

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