09.01.2020 - 12:35 Uhr
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Weiterhin kaum Winter dabei

Milde Luft von den Azoren weht bis nach Mitteleuropa, der Winter lässt deshalb weiter auf sich warten. Vor allem in der kommenden Woche sind vereinzelt sogar Temperaturen bis zu zehn Grad möglich.

Der Winter lässt weiter auf sich warten.
von Andy NeumaierProfil

In der heutigen Zeit hört man ja recht wenig von Kälterekorden, aber auch diese dürfen hoffentlich ruhig einmal benannt werden: -66 Grad wurden in den letzten Tagen über Grönland gemessen, kalt wie nie seit Beginn der regelmäßigen Wetteraufzeichnungen. Genau diese Kälte über Teilen Nordamerikas und Grönlands hält einen Wetterkreislauf aufrecht, der bei uns keinen Winter zulässt. Trifft diese Kaltluft nämlich auf das milde Atlantikwasser, so entstehen dort kräftige Tiefs, und auf deren Vorderseite weht im Gegenzug milde Luft von den Azoren bis nach Mitteleuropa. Immerhin rauschen die Tiefs selbst recht weit nördlich an uns vorbei, und unter zeitweise kräftigem Hochdruckeinfluss mit windschwachen Phasen kühlt die laue Luft in Bodennähe durch die langen Nächte wieder aus. Sobald der Wind in der Nähe eines vorbeischrammenden Tiefs aber auflebt, steigen die Temperaturen wieder bis nahe 10 Grad.

Wochenende meist trocken, teils Nebel

Am Freitag zieht noch ein kleines Tief durch, vor allem vormittags kann sich aber auch mal die Sonne zeigen. Sonst gibt es bei böigem Wind einige Regenschauer, die in der Nacht dann nach Südosten abziehen. Die Temperaturen erreichen 3 bis 8 Grad. In der Nacht kann es später bei 2 bis -2 Grad auf feuchten Straßen Glätte durch überfrierende Nässe geben.

Am Samstag wird es trocken, allerdings breiten sich teilweise Nebel oder Hochnebel aus. In diesem Fall bleiben die Temperaturen mit 0 Grad sogar in winterlichen Gefilden. Wenn sich die Sonne zeitweilig gegen Nebel oder Hochnebel durchsetzen kann werden es 2 bis 6 Grad. In der Nacht gibt es verbreitet leichten Frost zwischen -1 und -4 Grad, in Nebelgebieten auch Reifglätte.

Am Sonntag lösen sich Nebel- und Hochnebelfelder häufiger auf, denn im Norden zieht ein kleines Tief vorbei. Deswegen wechseln nach Nebelauflösung Sonne und Wolkenfelder miteinander ab, es bleibt trocken. Die Temperaturen steigen auf 1 bis 6 Grad. Nacht gibt es wieder leichten Frost von 0 bis -4 Grad.

Vor allem um die Wochenmitte freundlich-mild

In der neuen Woche bleibt es bis auf ein paar mögliche Tropfen am Montag zunächst trocken, und zeitweise zeigt sich zwischen Nebel oder Hochnebel auch die Sonne. Die Temperaturen liegen meist bei 1 bis 6, um die Wochenmitte örtlich auch nahe 10 Grad. Nur wo sich Nebel oder Hochnebel den ganzen Tag behaupten kann ist es entsprechend frischer. Erst zum Freitag hin sorgt mehr Wind auch für aufkommende Schauer, die am Wochenende eventuell sogar kurz Schnee bringen könnten.

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