13.01.2019 - 13:41 Uhr
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Wetterdienst warnt vor Sturmböen am Abend und in der Nacht

Die Oberpfälzer Polizei und Feuerwehren hatten am Samstag alle Hände voll zu tun: Allein wegen umgestürzter Bäume wurden sie zu über 100 Einsätzen gerufen. Für Sonntagabend und die Nacht warnt der Deutsche Wetterdienst vor Sturmböen.

Bereits am Samstag gab’s im Nationalpark Bayerischer Wald viel Schneebruch. In der Nacht auf Sonntag hat sich die Lage nochmals verschärft.
von Sonja Kaute Kontakt Profil

In der Oberpfalz rückten die Einsatzkräfte am Samstag mehr als 100 Mal wegen umgestürzter Bäume aus. Wie die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberpfalz mitteilt, kam es zu vier Verkehrsunfällen, weil Bäume über Straßen lagen. Verletzt worden sei glücklicherweise niemand. Allerdings mussten mehrere Straßen kurzfristig gesperrt werden, bis die Behinderungen durch die verständigten Hilfsdienste beseitigt waren.

Laut Bericht des Präsidiums stürzte in einem Waldstück zwischen Sindlbach und Bischberg im Landkreis Neumarkt ein Baum auf eine Oberleitung. Dadurch entstand ein Kurzschluss und der Baum fing Feuer. Die Löscharbeiten seien schwierig gewesen und konnten erst beginnen, nachdem die Stromunterbrechung durch den Energieversorger bestätigt wurde. Die Schadenshöhe stehe noch nicht fest.

Deutscher Wetterdienst warnt vor Sturmböen

Für Sonntagabend, 18 Uhr, bis Montagmorgen, 6 Uhr, warnt der Deutsche Wetterdienst vor Sturmböen in mehreren Städten und Landkreisen in der Region. Demnach könnten Äste oder andere Gegenstände herabstürzen. Die Warnung der Stufe zwei von vier Betrifft die Landkreise Neustadt an der Waldnaab, Amberg-Sulzbach, Tirschenreuth, Schwandorf und Cham sowie die Städte Weiden, Amberg und Regensburg.

Lebensgefahr im Bayerischen Wald

Die Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald rät dringend davon ab, den Wald zu betreten. Es bestehe wegen der hohen Schneelast auf den Bäumen, die sich durch die Niederschläge in der Nacht zu Sonntag noch erhöht habe, Lebensgefahr. Dutzende Äste, Baumkronen und ganze Bäume seien bereits auf Wanderwege gefallen. Am Sonntag könne sich die Lage wetterbedingt weiter verschlechtern. Deshalb bleiben die Nationalparkzentren Lusen und Falkenstein mit den Tier-Freigeländen sowie dem Hans-Eisenmann-Haus und dem Haus zur Wildnis bis inklusive Dienstag komplett gesperrt. Das teilte die Nationalparkverwaltung am Sonntag mit. Je nach Situation könne die Sperrung noch verlängert werden.

Konsequenzen aus der Wetterlage haben demnach auch die Schutzhäuser im Nationalpark gezogen. Sowohl das Falkensteinschutzhaus als auch das Lusenschutzhaus und das Schwellhäusl seien am Sonntag geschlossen. Auch Loipen im Nationalparkgebiet seien derzeit nicht nutzbar.

Deutschland & Welt
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Weiden in der Oberpfalz
Amberg

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