08.05.2018 - 20:00 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Florian Frohnhöfer aus Sulzbach-Rosenberg wird neuer Kaplan in Oberviechtach Martin Popp wechselt nach Cham

Kaplan Martin Popp (29) wechselt zum 1. September zur Pfarrei St. Jakob nach Cham. Diese Mitteilung in den Gottesdiensten am Wochenende war für viele Gläubigen spannender als die Predigt. Seine erste Kaplanstelle in der Pfarrei St. Johannes der Täufer in Oberviechtach trat er nach seiner Primiz im Juli 2015 an. Der Wechsel ist nach drei Jahren üblich und wird meistens kurz vor dem Feiertag "Christi Himmelfahrt" bekanntgegeben.

Kaplan Florian Frohnhöfer kommt ab September. Bild: Bistum Regensburg
von Gertraud Portner Kontakt Profil

"Deshalb wusste ich auch gleich worum es geht, als ich letzte Woche die Regensburger Nummer am Telefon gesehen habe", erzählt Popp im Gespräch mit der Lokalredaktion von Oberpfalz-Medien: "Mir war klar, dass der Umzug ansteht, aber nicht wohin." Und so seien die letzten Wochen ziemlich spannend gewesen. "Ich bin froh, dass ich in der Oberpfalz bleibe", meint der gebürtige Burglengenfelder, der in Leonberg (Stadt Maxhütte-Haidhof) aufgewachsen ist. Seinen "neuen Chef" - Stadtpfarrer Dieter Zinecker feierte 2017 sein silbernes Priesterjubiläum - kennt er noch nicht persönlich. Er hat aber mit ihm telefoniert und für nächste Woche einen Termin ausgemacht. Zu betreuen ist die Pfarrei St. Jakob in Cham und die Expositur St. Laurentius in Vilzing mit rund 6500 Katholiken. Zum Vergleich: Die Seelsorgeeinheit Oberviechtach weist knapp 4000 katholische Christen auf.

Damit wartet viel Arbeit auf den sympathischen Geistlichen, der durch sein offenes Wesen viele Freundschaften in der Region geknüpft hat. St. Jakob ist die zweite Arbeitsstelle von Martin Popp. Die Ernennung zum Pfarrer ist nach etwa 5 bis 6 Kaplanjahren "üblich". Doch auch dann können sich die jungen Priester ihre Pfarrei meist nicht selbst aussuchen.

Mit dem Weggang von Popp bekommt auch Stadtpfarrer Alfons Kaufmann einen neuen Kaplan zugeteilt. Es ist Florian Frohnhöfer (29) aus Sulzbach-Rosenberg, der am 24. Juni 2017 durch Bischof Rudolf Voderholzer im Regensburger Dom zum Priester geweiht wurde. Am 2. Juli 2017 feierte er in seiner Heimatpfarrei St. Marien Sulzbach seine erste Messe. Der Prediger, Dekan Alexander Huber, ging damals auf den Primizspruch des Neupriesters "Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen" ein. Besonders gefreut hatte er sich über das Primizgewand, das ihm die Kirchenverwaltung und die Pfarrgemeinde schenkten. Seine Kaplanstelle trat Florian Frohnhöfer im September 2017 bei Pfarrer Johannes Hoffmann in Neustadt an der Donau an. Er stammt aus einer gläubigen Familie und war zehn Jahre lang Ministrant. Zu seiner Berufswahl gab er in einem Interview an: "Das hat sich im Laufe der Zeit so entwickelt." Als er es seinen Angehörigen gesagt habe, hätten die sich nicht gewundert. Der Sulzbach-Rosenberger studierte in Regensburg und in Rom. In Italien war er während des Wechsels von Papst Benedikt auf dessen Nachfolger Franziskus - und erlebte diese spannende Zeit sehr nahe mit. Nach einem Jahr in Neustadt an der Donau wechselt Frohnhöfer nun ab September in die Eisenbarth-Stadt.

Ich bin froh, dass ich in der Oberpfalz bleibe.Kaplan Martin Popp

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