03.05.2018 - 08:26 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Ab Januar Rauchmelderpflicht Rauchmelder retten Leben

Im Brandfall bleiben meist nur drei Minuten Zeit zur Flucht und wer tödliche Rauchgase nur zwei Minuten einatmet, hat meist keine Chance mehr, das zu überleben, das sollte doch, neben der nun gesetzlichen Pflicht Grund genug sein, mit einem verhältnismäßig geringen finanziellen Aufwand, Vorsorge zu treffen.

von Christof FröhlichProfil

Oberviechtach. (frd) So die Kernaussagen von Feuerwehr-Zugführer Stefan Hein von der Stützpunktwehr Oberviechtach, der am Montagabend im Emil-Kemmer- Haus bei der Gebietsversammlung der Raiffeisenbank im Naabtal zum Thema: „Total angebracht. Rauchmelderpflicht ab 2018- diese Melder retten Leben.“ referierte.
Dabei erläutere der erfahrene Feuerwehrmann den Zuhörern im Soldatenheimsaal, dass Rauch meist schneller als das lautlose Feuer ist und, da der Mensch im Schlaf nichts riecht, bereits wenige Atemzüge mit dem Einatmen des Brandrauches tödlich sein können.
Im Übrigen sei das Anbringen von Rauchmeldern die Pflicht des „Vermieters“ und nicht die Pflicht des Mieters.
Bei der Beschaffung der Rauchmelder erteilte Hein den „preiswerten Rauchmeldern“ aus dem Supermarkt eine klare Absage, da sie mit einem jährlich notwendigen Batteriewechsel letztendlich oft teurer sind, als die im Fachhandel angebotenen Rauchmelder, die zehn Jahre halten.
Bei diesen vom Fachnadle erworbenen und mit einem Prüfzeichen versehenen Rauchmeldern muss je nach Herstellerangabe meist jährlich nur eine Sichtprüfung oder mehrmals im Jahr eine Funktionsprüfung durchgeführt werden und das sollte uns unsere Sicherheit und unser Leben auch wert sein.
Angebracht sollten die Rauchmelder werden im Flur jeder Etage (auch im Keller oder auf dem Dachboden), in den Schlafräumen, Kinderzimmern, Wohnzimmern und in Räumen, in denen Waschmaschinen oder Trockner stehen, da auch von diesen bei elektronischen Schäden eine Brandgefahr ausgehen kann. In Küchen sollten sie nur angebracht werden, wenn diese etwas größer sind und nicht bei jeder Rauchentwicklung beim Kochen ein Alarm ausgelöst wird.
Seit dem 1. Januar 2018 besteht im ganzen Bundesgebiet eine „sinnvolle“ Rauchmelderpflicht, die aber nicht nur der Grund sein sollte, sein und das Leben seiner Familie durch Rauchmelder zu schützen.
Wenn der Rauchmelder ausgelöst hat und es brennt oder qualmt, so Stefan Hein, sollten bei der Meldung des Brandes die fünf „W, wer ruft an, was, wo, wann passiert ist und wie viele Personen daran beteiligt sind, angewendet werden. Der Hörer sollte erst aufgelegt werden, wenn der Meldeempfänger die Meldung bestätigt hat.
Der abschließende Appell des Feuerwehrmannes, der schon bei vielen Bränden, zusammen mit seinen Feuerwehrkameraden Menschen geholfen hat lautete. Diese nun gesetzliche Pflicht zur Eigenverpflichtung für sich und alle Menschen zu machen, die von Feuer oder Rauch bedroht werden können, denn „Rauchmelder sind Lebensretter“.
Bild:
Nach seinem Vortrag dankte Vorstandsmitglied Christian Seidl (rechts) Stefan Hein für seinen informativen Vortrag mit einem Präsent. Bild: frd

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.