11.05.2018 - 16:18 Uhr
Oberpfalz

Gute Baukonjunktur wirbelt Finanzierung durcheinander Pfarrheimbau: Sorgen um Kosten

In die Vorfreude mischen sich einige Sorgen: In der Pfarrei Herz Jesu beginnen die vorbereitenden Arbeiten für den Pfarrheim-Neubau. Schon bei den Vergaben der ersten Aufträge erfährt die Kirchenverwaltung, dass die Baubetriebe sehr gut ausgelastet sind. Denn das spiegelt sich in den Angebotssummen wider.

Die Spielgeräte sind abgebaut, große Gesteins- und Betonbrocken aus dem Baufeld entfernt. Trotz der Sorgen um die Kostenmehrung freuen sich (von links) Stadtpfarrer Gerhard Pausch, Architekt Manfred Schwemmer sowie die Kirchenverwaltungsmitglieder Bernd Graf, Gerhard Zenger, Peter Göppl, Susanne Rösch und Wolfgang Pausch über den Beginn der Bauarbeiten für das neue Pfarrheim Herz Jesu. Bild: Schönberger
von Josef-Johann Wieder Kontakt Profil

(wd) Stadtpfarrer Gerhard Pausch, Architekt Manfred Schwemmer und die Kirchenverwaltung sind dennoch guter Dinge, die Probleme bewältigen zu können. Sie wollen einsparen, weniger dringende Arbeiten - wie etwa die Neugestaltung des Außenbereiches - nach hinten schieben und, wo möglich und vertretbar, auch bei der Ausstattung abspecken. Die Kirchenverwaltung mit Stadtpfarrer Pausch, Peter Göppl, Bernd Graf, Wolfgang Pausch, Susanne Rösch, Gerhard Zenger und Kirchenpfleger Hans-Joachim Wolfinger vertrauen darauf, dass durch zusätzliche Spenden aus der Pfarrei und aus der Stadt zumindest ein Teil der absehbaren Kostensteigerungen aufgefangen werden kann.

Gute Baukonjunktur

Die Vorplanungen, für den Pfarrheimneubau, Kostenberechnung und Finanzierung (den Grundstock bildet der Erlös aus dem Verkauf des alten Pfarrheims) konnten die Pfarrgremien sowie Architekt Schwemmer bereits vor zwei Jahren abschließen. Wertvolle Zeit ging ihnen durch das Warten auf die nötigen Genehmigungen und Förderzusagen verloren, die dann erst 2018 komplett waren. Dadurch rutschte das Projekt in die immer besser werdende Baukonjunktur. Dies bedeutete, dass manche gut ausgebuchten Firmen auf die Teilnahme bei den Ausschreibungen verzichten mussten, oder andere einen aktuell üblichen "Aufschlag" verlangen, erklärt Manfred Schwemmer.

Die nun absehbare Kostenmehrung erfordere von der Pfarrei wieder große Anstrengungen, gesteht Wolfgang Pausch. Der Stadtpfarrer hingegen ist zuversichtlich, dass viele aus der Pfarrei mithelfen. "Wir haben in kurzer Zeit auch die Innen- und Außenrenovierung der Kirche sowie die Sanierung der Türme geschultert."

Das Pfarrheim solle dazu dienen, das gute Miteinander in der Gemeinde und im Stadtteil zu stärken, wünscht sich Pfarrer Gerhard Pausch. "Wir investieren nicht nur für die Pfarrei, sondern für die ganze Stadt." Die Neugestaltung des gesamten Vorplatzes sowie des Pfarrplatzes verdeutliche, dass sich die Kirche immer stärker öffne. So seien bereits im Jahr 2001 die Einfriedung, "früher eine mannshohe Mauer", sowie die Bibliothek verschwunden. Die Pfarrei habe ihren Grund aus dem Pfarrgarten für den öffentlichen Spielplatz zur Verfügung gestellt.

"Es wird wieder einen Spielplatz geben, und zwar am Seiteneingang der Kirche", verweist Gerhard Pausch auf die Integration in den "Umgriff". Mit dem Pfarrheim entstehe ein Ort der Begegnung "innen, aber auch außen". So lasse etwa das große, geschwungene Vordach zahlreiche verschiedene Nutzungen, geschützt im Trockenen, zu. Endlich könne die Pfarrei vor oder nach den Gottesdiensten den Kirchgängern im Pfarrheim Toiletten zur Verfügung stellen.

Ebenerdiger Holzbau

Das nahezu nierenförmige Pfarrheim zwischen Kirche und Lerchenfeldstraße wird zwei Säle (47 und 96 Quadratmeter) erhalten, die zu einem großen Saal mit 143 Quadratmeter vereint werden können. Hinzu kommen Küche und Verkehrsflächen sowie 180 Quadratmeter für Gruppenräume. Die Innenraumfläche beträgt 381 Quadratmeter. Zum Vergleich: Das alte Pfarrheim hatte (mit großem Saal) 2200 Quadratmeter.

Das nur ebenerdig erstellte gesellschaftliche Zentrum der Pfarrei, ein moderner Holzbau, soll im Frühjahr 2019 eingeweiht werden.

Baukonto

Die Pfarrei Herz Jesu braucht noch finanzielle Hilfe beim nun auf 1,4 Millionen Euro veranschlagten Projekt. Spenden für den Pfarrheimbau auf das Baukonto Pfarrheim Herz Jesu: Kath. Kirchenstiftung Herz Jesu, DE77 7535 0000 0011 2270 06, Sparkasse Oberpfalz Nord. (wd)

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