24.03.2019 - 12:44 Uhr
PirkOberpfalz

2020 ist für Michael Bauer Schluss

Paukenschlag in Pirk: Bürgermeister Michael Bauer kandidiert nicht mehr für das Amt des Bürgermeisters. Und auch Gemeinderat Lorenz Gebert verkündet eine "weise Entscheidung".

Dietmar Schaller (links) ist Bürgermeisterkandidat der Freien Wähler Pirk bei der Kommunalwahl 2020. Bürgermeister Michael Bauer (rechts) begründete seinen Verzicht auf eine Wiederwahl mit seinem Alter und der demokratischen Gepflogenheit, ein politisches Amt nur auf Zeit auszuüben.
von Walter BeyerleinProfil

Er kandidiert ebenfalls nicht mehr für den Gemeinderat. Er habe 2020 dann drei Wahlperioden hinter sich, erklärte der Schriftführer der FW in der Jahreshauptversammlung seinen Rückzug aus dem Gremium. Der FW-Vorsitzender und amtierender Bürgermeister Bauer begründete den Verzicht auf seine erneute Kandidatur zweifach: zum einem mit seinem Alter zum Zeitpunkt der Wahl - er wäre dann 64 Jahre alt- zum anderen mit dem Gedanken, dass zur Demokratie ein Wechsel in den politischen Ämtern gehöre.

Das Hickhack um den Bebauungsplan „Schlosspaint I“, den Sportpark und um die Ausweisung des Baugebietes für Constantia hätten seine Entscheidung in keinem Fall beeinflusst, betonte Bauer.

25 Mitglieder waren zur Jahreshauptversammlung ins „Bräustüberl“ gekommen. Nach einem umfangreichen Vortrag zur Thematik Sportplatzneubau und Baugebiet „Schlosspaint I“ präsentierte ihnen Bauer seinen möglich Nachfolger im Bürgermeisteramt: Dietmar Schaller. Von den bisherigen Mitgliedern der Gemeinderatsfraktion habe keiner Interesse gezeigt, sagte Bauer.

Schaller habe bereits vor vier Monaten seine Zusage für eine Kandidatur gegeben. „Ich bin bereit“, bekräftige dieser zu Beginn seiner Vorstellung. Der 50-jährige Polizeioberkommissar bei der Polizei in Weiden und wohnt seit 20 Jahren in Pirk. Sei Frau Susanna stünde der Kandidatur positiv gegenüber. Schaller plädierte für einen offenen und fairen Umgang miteinander. Er wolle keine Probleme suchen, sondern Lösungen finden. Als Vorsitzender des Männergesangvereins Pirk und als stellvertretender Pfarrgemeinderatssprecher ist Schaller bereits einem breiten Personenkreis in Pirk bekannt.

Vorsitzender Bauer ist bestrebt, auch für die Gemeinderatsliste alle 24 Kandidatenplätze zu besetzen. Es sei wichtig, dass sich Bürger dafür zur Verfügung stellten. Dabei sollen seinen Worten zufolge auf jeden Fall die bisherigen Gemeinderatsmitglieder berücksichtigt werden. Die Liste muss laut Bauer genauso viele Männer wie Frauen, alle Altersstufen und ebenso auch alle Ortsteile berücksichtigen. Wünschenswert sei auch, wenn Neubürger zu einer Kandidatur bereit wären.

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