02.12.2018 - 10:12 Uhr
PlößbergOberpfalz

Die größte Krippe der Welt

Bei der Eröffnung des neuen Krippenmuseums und des vierten Krippenwegs lässt Hubert Haubner die Katze aus dem Sack: "Wir bauen die größte Krippe der Welt mit handgeschnitzten Figuren."

Altbürgermeister Roland Pfefferlein, Hubert Haubner, Anna Toman, Bürgermeister Lothar Müller und Robert Hecht (von links) gestalteten den offiziellen Teil der Eröffnung des neuen Krippenmuseums. Besonders angetan waren die Ehrengäste von der mechanischen Krippe.
von Norbert Grüner Kontakt Profil

"Nein wir spinnen nicht", beugte Hubert Haubner etwaigen Reaktionen vor, als er bei der Feierstunde verriet, was das Team bei der kommenden großen Schau 2020 vorhat. "Der Kultursaal wird dabei zur römischen Stadt", sagte der Sprecher der Krippenfreunde im OWV (Ausführlicher Bericht folgt).

Krippen weltbekannt

"Faszination Hauskrippe" lautet offiziell der Titel des neuen Krippenmuseums. "Plößberg ist der Mittelpunkt der Krippenkunst am Rande des Stiftlands", erklärte Haubner. Die Plößberger Krippen und Ausstellungen seien weltbekannt. Im Rahmen größerer Umstrukturierungsmaßnahmen im Rathaus musste auch die Krippenstube, die seit 1975 existiert, innerhalb des Hauses umziehen. 2005 wurde die Krippenstube schon einmal umgestaltet und restauriert. Mit dem Umzug habe sich die Gelegenheit geboten, eine weitere, viel tiefgreifendere Umgestaltung zu realisieren. Dies sei schon lange der sehnlichste Wunsch der Krippenfreunde gewesen.

"Vor gut eineinhalb Jahren, rief mich Robert Hecht an einem Montagabend an und teilte mir mit, dass wir diese Räumlichkeiten bekommen können." Aber wir müssten uns schnellstmöglich ein Konzept überlegen. "Am Mittwoch brauchen wir's halt - sind ja immerhin zwei Tage Zeit", habe er gesagt. Zeitdruck sporne manchmal an. Am besagten Mittwochabend sei das Modell tatsächlich fertig gewesen.

Zehn große Plößberger Landschaftskrippen präsentieren sich fein herausgeputzt, mit moderner LED-Beleuchtung in Szene gesetzt, stolz in ihrer jeweils eigenen Vitrine hinter Glas. Dazu kommt noch die große mechanische Krippe, bei der Teile momentan noch repariert werden, weil einige Holz-Zahnräder den Geist aufgegeben haben. Die großen Fenster des Raumes wurden mit Schiebewänden abgedeckt, um das Zimmer zu verdunkeln und eine ganz besondere Atmosphäre zu schaffen.

Lebendiges Museum

"Unser Anspruch ist der, dass unser neues Museum lebt", so Haubner. Firmenabende und Museumsfeste könne er sich dabei vorstellen. Falls jemand Exponate zu Hause hat, solle er sich einfach melden. "Wir bauen sofort eine Vitrine herum, denn das Museum ist so konzipiert, dass noch Platz für weitere Krippen vorhanden ist." Haubner dankte der Gemeinde für Räumlichkeiten und Zuschuss. Ein Dank ging zudem an die Sparkasse, die das Projekt ebenfalls gesponsert hat. 50.000 Euro hat sich der OWV das Projekt insgesamt kosten lassen. "Da gibt es schon noch Finanzierungslücken", bemerkte Haubner und warb um weitere Unterstützer. Sein Dank galt auch den Helfern, "die Großartiges geleistet haben, denn es war fast so viel Arbeit wie der Aufbau einer großen Schau".

"Wow, Wahnsinn!" So habe die Reaktion von Anna Toman gelautet, als sie das erste Mal die Plößberger Krippen gesehen habe, wie sie verriet. Die Landtagsabgeordnete aus Bärnau animierte die Schnitzer dazu, auch durchaus mal Neues, gar Verrücktes auszuprobieren. Bürgermeister Lothar Müller freute sich, dass das neue Museum pünktlich am ersten Adventwochenende eröffnet werden konnte. "Ich weiß, wie viel hier gearbeitet wurde. Da ich mein Büro gleich nebenan habe, habe ich immer wieder mal nachgeschaut. Hier wurde ein Ort des Bestaunens und Bewunderns geschaffen."

Unermüdlicher Einsatz

OWV-Vorsitzender Robert Hecht dankte Manfred Kopp und seiner Mannschaft sowie dem Leiter der Schnitzergruppe, Siegfried Sollfrank, für ihren unermüdlichen Einsatz. Letzterer ist auch Gitarrist bei der Plößberger Stubenmusi, die die Eröffnung musikalisch umrahmte. Hubert Haubner titulierte er als den "Kopf der Krippenfreunde", der alles plant. Auch dessen Ehefrau Sabine galt sein Dank, "weil sie sich um den ganzen Schriftkram kümmert".

Hecht wies darauf hin, dass am 29. Dezember eine Krippenwegführung mit dem OWV stattfindet. Treffen ist um 17 Uhr am Horn-Park.

Bericht zum Krippenweg

Plößberg
Die Familienkrippe von Erich Hess und Inge Reichel aus Plößberg.
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