27.02.2019 - 11:17 Uhr
PoppenrichtOberpfalz

Wahlkampf direkt vor Ort

Der Poppenrichter Bürgermeisterkandidat der SPD, Roger Hoffmann, stellt sich auf der Straße den Bürgern in Altmannshof und Speckshof. Anliegen haben sie genug.

Bürger aus Altmannshof und Speckshof nehmen das Gespräch mit SPD-Bürgermeisterkandidat Roger Hoffmann zum Anlass, ihre Themen an den Mann zu bringen. Dass sie sich um einen Telekom-Verteilerkasten scharen, ist kein Zufall.

Zwei Themen beschäftigen die Bürger von Altmannshof und Speckshof besonders. Deshalb nahmen sie das Bürgergespräch von SPD-Bürgermeisterkandidat Roger Hoffmann zum Anlass, ihre Standpunkte an den Mann zu bringen. Zum einen ist dies die geplante Brückensanierung, zum anderen die nicht zufriedenstellende Breitbandversorgung.

Hoffmann nutzte diesen Termin natürlich zu Wahlkampfzwecken und stellte sich und sein Ideen vor. Eine offene Informationspolitik, möglichst breite Bürgerbeteiligung, Transparenz und eine nachhaltige Kommunalentwicklung hätten für ihn oberste Priorität, betonte er. "Unsere schon jahrelange Forderung nach einem Straßen- und Kanalkataster würden Sanierungsmaßnahmen im Straßen- und Kanalbereich planbarer machen und somit für eine nachhaltige Kommunalentwicklung stehen", sagte er. Als Beispiel dafür nannte Hoffmann die Kanalsanierung in Altmannshof. Durch die Priorisierung von Maßnahmen hätten zunächst die dringendsten Probleme im Kanalnetz beseitigt werden können. "Das Gleiche wünschen wir uns für alle Kanäle und Straßen in der Gemeinde", ergänzte er.

Hoffmann sieht einen ausreichenden Breitbandanschluss nicht nur als Standortfaktor zur Ansiedlung von Betrieben, sondern auch für die Poppenrichter Bürger und findet es deshalb unumgänglich, dass in allen Ortsteilen ein ausreichender Breitbandanschluss vorliege. "Als Studentin der OTH Amberg-Weiden bin ich nicht nur einmal nach Amberg gefahren, um mir wichtige Dateien aus dem Netz herunterzuladen, wenn es in Speckshof mal wieder nicht funktioniert", steuerte dazu eine junge Bürgerin als Argument bei. Sie werde öfters von Kommilitonen gefragt, in welchem "Niemandsland" sie denn wohne, ergänzte sie.

Gemeinderat Markus Zagel (SPD) erklärte dazu, dass die Gemeinde Poppenricht aufgrund des eigenwirtschaftlichen Breitbandausbaus durch die Firma Jobst DSL keine andere Möglichkeit hatte, als diesem zuzustimmen. Der Bürgermeisterkandidat versprach vor diesem Hintergrund, nach Ablauf einer geltenden siebenjährigen Bestandsschutzfrist sein Möglichstes zu tun, dass es auch in diesen beiden Ortsteilen eine stabile und ausreichende Breitbandverbindung gibt.

"Leider stehen wir zur falschen Zeit hier, sonst könnten Sie mitbekommen, wie viele Lastwagen jetzt schon durch Altmannshof fahren," äußerte ein Bürger, der sich wie viele andere Ortsteilbewohner keinen Ausbau der Bahnbrücke wünscht. Hoffmann meinte dazu, dass für ihn auch hier die Bürgerbeteiligung an erster Stelle stehe. "Die Entscheidung, welche Sanierungsplanung umgesetzt werden soll, müssen die Bürger von Altmannshof und Speckshof nach Abwägung aller Vor- und Nachteile, selbst treffen", positionierte er sich klar

Angesprochen wurde auch das Thema Bootfahren auf der Vils. "Der Bootstourismus auf der Vils nimmt immer mehr zu", warf ein Altmannshofer Bürger in die Diskussion. Ähnlich wie in Traßlberg beim Sportplatzgelände könnte auch der Anlegeplatz in Altmannshof mit einer Bootstreppe aufgewertet werden, schlug er vor. Gemeinderätin Waltraud Lobenhofer (SPD) ergänzte dazu, dass es seit Jahren ein mit dem Wasserwirtschaftsamt abgestimmtes Konzept gebe, das nur darauf warte, umgesetzt zu werden.

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