13.06.2018 - 16:44 Uhr
Reuth bei ErbendorfOberpfalz

Auftrag für Park&Ride

Reuther Gemeinderat setzt weiteren Mosaikstein am Bahnhof

Die Güterhalle, vor fünf Jahrzehnten noch wichtiger Umschlagplatz am Reuther Bahnhof, wird noch heuer für eine Park&Ride Anlage entfernt, ebenso das unansehliche Dickicht gegenüber.

(ang) Was in Verbindung mit dem Umbau des Bahnhaltepunktes Reuth vom Gemeinderat angestoßen wurd und ebenfalls in Reuthe, wird nun bis zum Spätsommer nächsten Jahres Realität werden. Das hässlich anzusehende Umfeld des Bahnhofs wird zu einer funktionellen Park&Ride-Anlage mit Bushaltestelle umgebaut. Das Gremium vergab in seiner Sitzung am Mittwoch den Auftrag an die Firma Hans Braun GmbH aus Rothenstadt als wirtschaftlichsten Bieter.

Während der Ausschreibung hatten insgesamt elf Firmen das Leistungsverzeichnis beim Ingenieurbüro Wolf abgerufen, nur fünf davon haben der Gemeinde letztlich ein entsprechendes Angebot unterbreitet.

Mit 663 594,58 Euro brutto einschließlich der mit 35 700 Euro angesetzten Abbruch- und Entsorgungskosten für die Güterhalle, Sonderentsorgungen von belastetem Material sind nach Submissionsmessungen nicht zu erwarten. Die Firma Braun, mit der nach übereinstimmenden Aussagen der Gremiumsmitglieder die Gemeinde durchwegs positive Erfahrungen gemacht habe, verspricht noch in diesem Jahr die Abbrucharbeiten, die Rodung des Baumbestandes und das Einebnen des Areals zu erledigen. Die Fertigstellung der Maßnahme, welche mit Mitteln des öffentlichen Personennahverkehrs und einem Städtebauprogramm gefördert wird, ist in der Ausschreibung mit 31. Juli 2019 vorgegeben.

Wie schon in der letzten Gemeinderatssitzung zu einem Bericht über die Brückenüberprüfungen angesprochen, bedarf die Bahnbrücke zwischen Escheldorf und Röthenbach zwingend einer Sanierung der Gehwegkappen.

Auch hierzu gaben nur zwei Firmen entsprechende Angebote ab, den Zuschlag erhielt die Firma Hans Gietl GmbH aus Rötz für ihr Bruttoangebot von 16 949,17 Euro. Zustimmung gab es auch für die Angebote der Bayernwerk Netz GmbH zu zwei Straßenbeleuchtungmaßnahmen.

Im Schleicherweg sind zwei Brennstellen auszutauschen und werden auf LED-Technik umgerüstet mit Kosten von 3 449,10 Euro und ebenfalls in Reuth wird die Brennstelle in der Hauptstraße zwischen den beiden Brücken abgebaut und auf die andere Straßenseite verlegt (Kosten: 3932,81 Euro). "Die Zeit lügt nicht, nach über 50 Jahren sind Brennstellen technisch verbraucht und durchgerostet", meinte Bürgermeister Werner Prucker zu der Tatsache, dass in den kommenden Jahren Schritt für Schritt weitere Umrüstungen anfallen werden.

Keinerlei Einwände hatte das Gremium zu zwei geplanten Baumaßnahmen.

Bernhard Schraml reichte einen Tekturantrag zum Bau einer Ferienwohnung auf seinem Grundstück in Hasen 1 ein und Bianca Wantschke, Fliederstraße 6 stellte eine Bauvoranfrage für die Errichtung einer Pferdekoppel mit Einzäunung im Nordostbereich des Premenreuther Beckenweihers. Weil auch die Anlieger grünes Licht gaben und die Zufahrt rechtlich gesichert sei, wurde das gemeindliche Einverständnis erteilt. Zu den im Oktober anstehenden Landtags- und Bezirkstagswahlen beschloss der Gemeinderat, das Erfrischungsgeld für die Wahlhelfer auf 40 Euro (45 Euro bei einem zusätzlichen Volksentscheid) festzusetzen.

Der Information diente ein Anliegen der Röthenbacher Dorfgemeinschaft, die eine Verschönerung ihres Dorfplatzes im Auge hat und dafür vom Gartenfachberater Harald Schlöger bereits einen Plan ausarbeiten ließ.

Grundsätzlich begrüßten die Gemeinderäte das Vorhaben, nach einer genaueren Kostenerstellung kann auch über eine eventuelle Unterstützung aus dem Fond der Bürgerfesterlöse beraten werden, natürlich erst in Absprache mit den Vereinen.

Eine Riesenbaustelle gibt es zur Zeit am Fuße des Reuther Berges. Weil neben der Brückenbaumaßnahme auch Stromverkabelungen gemacht werden, beschloss der Gemeinderat die Umsetzung eine Straßenlaterne.

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