24.04.2019 - 14:40 Uhr
SchönseeOberpfalz

Mit Krankenpflegeverein Versorgung gewährleisten

Gedanken von Pater Anselm Grün stellt Pfarrer Wolfgang Dietz an den Anfang der Jahresversammlung des Krankenpflegevereins. Für den Benediktinerpater steckt in jeder Krankheit auch die Chance, das Leben in einem anderen Licht zu sehen.

Pflegedienstleiterin Christiane Böhm (links) informierte über gesetzliche Bestimmungen in der Krankenpflege. Daneben (von links) Vorsitzende Christa Dobmeier, Pfarrer Wolfgang Dietz und Finanzverwalterin Anna Hammerer.

Leider versuche, so zitiert der Pfarrer Pater Anselm weiter, die heutige Gesellschaft Krankheit und Tod zu verdrängen und in die Krankenhäuser und Hospize zu verbannen. Die Kirche mache diese Verdrängung nicht mit, sondern setze im Sakrament der Krankensalbung ein Zeichen dafür, dass sie sich als Gemeinschaft um die Kranken kümmere und ihnen nicht nur die Liebe Gottes zuteil werden lässt.

Sie wende sich auch Kranken zu und nehme ihre Sorgen wahr. Wolfgang Dietz sieht bei den Mitgliedern des Krankenpflegevereins die Solidarität mit pflegebedürftigen Mitmenschen, die die Vielfalt qualifizierter Dienste rund um die Pflege fördern und so mit heilend auf andere einwirken. Zudem ermögliche der KPV finanzschwächeren Menschen ausreichende Pflege.

377 Mitgliedschaften

Aus der Statistik des KPV Schönsee mit 377 Gesamtmitgliedschaften berichtete Vorsitzende Christa Dobmeier, dass in diesem Bereich 74 Patienten betreut wurden. Rund 15 000 Hausbesuche mit 44 088 medizinischen und sonstigen Verrichtungen wurden von den Pflegefachkräften aufgezeichnet und 1 870 "Essen auf Rädern" verteilt. Dem "Betreuten Wohnen daheim" gehören 27 Mitglieder an; diese Form der Betreuung wird von vier Personen genutzt. Für die Hospizbetreuung sind 25 Ehrenamtliche geschult und sind bei Wunsch von Angehörigen jederzeit hilfsbereit. Eine besondere Dienstleistung des Caritas-Krankenpflegevereins sei der "24-Stunden-Hausnotruf" in Kooperation mit den Johannitern. Pflegedienstleiterin Christiane Böhm stellte die Caritas-Sozialstation Oberviechtach mit deren Personal, die Aufgabenbereiche mit Grund- und Behandlungspflege, und Einsatztouren vor.

Viele Vorteile

Als Vorteile einer Mitgliedschaft beim Krankenpflegeverein hob sie die volle Übernahme der anfallenden Pflegekosten während des Verfahrens zur Ermittlung des Pflegegrades hervor. Eine Beteiligung an den Pflegekosten gibt es dann, wenn keine Pflegegradzuordnung erfolgt, aber dennoch Pflege benötigt wird. Unter anderem wird das Kostenrisiko für abgelehnte Behandlungskosten während eines Widerspruchs übernommen. Die Referentin stellte an Beispielen Leistungen bei Verhinderungs- oder Kurzzeitpflege heraus und informierte über Pflegehilfsmittel und die Tagespflege. Für die Anspruchsberechtigung und den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln sei der jeweilige Pflegegrad ausschlaggebend. Eine Beantragung über die Krankenkasse sei grundsätzlich erforderlich. Generell stünden die Angehörigen der Sozialstation für eine Beratung zur Verfügung, um eine bestmögliche Versorgung zu gewährleisten.

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