11.05.2021 - 16:46 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Corona im Landkreis Schwandorf: „Tag 5“ ist fraglich geworden

Die Inzidenz im Landkreis Schwandorf nähert sich wieder der kritischen Marke von 100: Sie stieg auf 96,0. Angesichts dieser Entwicklung ist es ungewiss, ob der Landkreis den fünften Tag unter 100 schaffen wird.

Im Landkreis Schwandorf steigt die Inzidenz wieder. Am Montag wurden acht Corona-Infektionen gemeldet.
von Benjamin Tietz Kontakt Profil

Nach acht Fällen am Montag steigt die Gesamtzahl der Corona-Infektionen im Landkreis Schwandorf auf 8032. Wie Landratsamts-Sprecher Hans Prechtl mitteilt, liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 96,0 (Vortag: 93,3). Ungewiss ist, ob der Landkreis auch den fünften Tag mit einer Inzidenz unter 100 schafft: "Da wir heute deutlich mehr Fälle als gestern haben, ist eine belastbare Prognose, wie sich die Inzidenz morgen darstellen wird, noch nicht möglich", schreibt Prechtl.

Wie es in der Pressemitteilung weiter heißt, hätten sich zuletzt an beiden Standorten des Impfzentrums des Landkreises Fälle gemehrt, in denen Impfwillige als enge Kontaktperson von zu Hause lebenden pflegebedürftigen Menschen über 60 Jahre oder als enge Kontaktperson von Schwangeren aufgetreten seien. "Aufgrund fehlender Nachweise mussten diese Personen abgelehnt und wieder nach Hause geschickt werden", schildert Prechtl.

Die dadurch freiwerdenden Termine seien umgehend wieder als frei eingetragen und nachbesetzt worden. In vereinzelten Fällen seien fehlende Unterlagen auch noch geholt worden, sofern es sich um kurze Wegstrecken gehandelt habe. Laut Corona-Impfverordnung seien zwar bis zu zwei enge Kontaktpersonen der genannten Personengruppen priorisiert, jedoch müsse der enge Kontakt auch entsprechend nachgewiesen werden.

Aus diesem Grund weisen die Verantwortlichen des Impfzentrums darauf hin, die erforderlichen Dokumente zum Impftermin mitzubringen. Als Nachweis des engen Kontakts zu einer zu Hause lebenden Pflegeperson ist eine Kopie des bereits vorliegenden Bescheids der Pflegekasse über die Anerkennung der Pflegebedürftigkeit oder ein anderes Dokument der Pflegekasse erforderlich.

Enge Kontaktpersonen von Schwangeren müssen als Nachweis eine Kopie des Mutterpasses oder eine ärztliche Bescheinigung der Schwangerschaft vorlegen. In beiden Fällen ist zudem das jeweilige Formular „Nachweis für enge Kontaktpersonen“ nötig. Das Formular steht auf der Homepage www.landkreis-schwandorf.de unter der Rubrik „Impfzentrum – Benötigte Dokumente“ bereit. Zur Identifikation muss laut Prechtl zudem ein gültiger Lichtbildausweis der namentlich genannten engen Kontaktperson vorgelegt werden.

Weitere Lockerungen in Bezug auf standesamtliche Hochzeiten sind jetzt in Kraft getreten: Wie das Landratsamt mitteilt, sind außer dem Standesbeamten, dem Brautpaar und bis zu zwei Trauzeugen jetzt nicht mehr nur noch eine weitere, sondern fünf weitere Personen zulässig. Darüber hinaus können die zu diesen Hausständen gehörenden Kinder unter 14 Jahren sowie Geimpfte und Genesene kommen.

"Damit ist die Höchstteilnehmerzahl nicht mehr wie bisher durch eine starre Obergrenze definiert, sondern von der Größe des Trauzimmers, beziehungsweise des dafür verwendeten Sitzungssaals abhängig", schildert Prechtl. Zwischen den teilnahmeberechtigten Personen müsse ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden können, wobei Angehörige desselben Hausstands davon ausgenommen sind und enger beieinandersitzen dürfen.

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