21.01.2019 - 15:07 Uhr
SchwandorfOberpfalz

CSU wüncht sich Fußgängerzone auf Zeit

Das Thema liegt seit einiger Zeit in der Luft: Kann man nicht die Friedrich-Ebert-Straße am Wochenende in eine Fußgängerzone verwandeln? Auch für den Weihnachtsmarkt hat die CSU eine Idee.

Autos in der Friedrich-Ebert-Straße, aber keine Fußgänger – kein ungewohntes Bild. Die CSU hat in ihrem neuesten Antrag eine ganz andere Vision: Fußgänger in der Friedrich-Ebert-Straße, aber keine Autos; zumindest an den Wochenenden und den Feiertagen. Fraktionsvorsitzender Andreas Wopperer hätte diesen Vorschlag gerne im Stadtrat oder einem seiner Ausschüsse besprochen.
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Samstag, da bin ich strikt dagegen.

Christiana Roidl-Burggraf, Vorsitzende des Wirtschaftsforums, zum Thema
„temporäre Fußgängerzone“

"Temporäre Fußgängerzone in der Friedrich-Ebert-Straße" hat CSU-Fraktionsvorsitzender Andreas Wopperer einen Antrag überschrieben, der an Oberbürgermeister Andreas Feller gerichtet ist. Wopperer konstatiert in seinem Schreiben, dass sich "der Wunsch nach einer Fußgängerzone in der Friedrich-Ebert-Straße" halte.

Andererseits hätten die durchgeführten Verkehrsversuche und -berechnungen sowie vor allem die erste Umbauphase gezeigt, "dass eine dauerhafte Sperrung der Friedrich-Ebert-Straße für den Kraftverkehr massive Negativauswirkungen auf das umliegende Straßennetz mit sich bringt".

Wopperer skizziert also die Idee einer "temporären Fußgängerzone" an den Samstagen, Sonntagen und Feiertagen - eventuell nur zwischen Bahnhofstraße und Marktplatz. "Das könnte ein guter Kompromiss sein", ist der Fraktionssprecher überzeugt. "Aufgrund des deutlich geringeren Berufsverkehrs an diesen Tagen dürften sich Probleme infolge der Verkehrsverlagerung in andere Straßen in vertretbaren Grenzen halten, während der Handel und die Gastronomie die Freiflächen zur weiteren Attraktivitätssteigerung der Straße nutzen könnten." Der Vorschlag, so wünscht sich Wopperer, sollte mit dem Wirtschaftsforum und dem Stadtmarketing, der Polizei und anderen vorbereitend erörtert werden. "Wir bitten, dem zuständigen Gremium zu berichten und notwendige Mittel im Haushalt einzuplanen", appelliert der Kommunalpolitiker an die Rathausspitze. Dabei wird er dann vermutlich hören, dass nicht alle von der Idee begeistert sind. "Nichts gegen Sonntage und Feiertag", versichert Christiana Roidl-Burggraf, die Vorsitzende des Schwandorfer Wirtschaftsforums. Aber von Samstagen hält sie nichts: "Da bin ich strikt dagegen."

"Weihnachtsmarkt plus"

Ein weiterer Antrag der Christsozialen geht in Richtung "räumliche und zeitliche Erweiterung des Weihnachtsmarktes". Der Schwandorfer Weihnachtsmarkt habe sich als beliebter Anziehungspunkt etabliert, konstatiert Andreas Wopperer und empfiehlt: "Zur weiteren Steigerung der Attraktivität könnte eine Erweiterung in die Friedrich-Ebert-Straße bis zur Bahnhofstraße beitragen. Der Bereich wäre in dieser Zeit Fußgängerzone. Stände und Buden könnten in Straßenmitte platziert werden und würden keine Geschäfte blockieren."

Der Fraktionssprecher bringt die Idee eines "ersten Testlaufs" ins Spiel. So könnte diese räumliche Erweiterung für einen Zeitraum von beispielsweise zwei Wochen erprobt werden. "Ebenso könnten längere Tagesöffnungszeiten bis 21 Uhr statt wie bisher 20 Uhr und eine Verlängerung des Marktes über Weihnachten hinaus den Zuspruch und die Beliebtheit weiter anheben", überlegt der Fraktionsvorsitzende. "Beides wären Angebote für Zeiten, in denen viele Menschen tatsächlich mehr Zeit und Muße für den Besuch eines Weihnachtsmarktes haben als zu den üblichen Öffnungszeiten."

Wopperer weist auf Beispiele für Weihnachtsmärkte über das Fest hinaus hin, die sich im Internet finden würden, beispielsweise auf der Seite des Senders Bayern 3. Wie beim Antrag zur Friedrich-Ebert-Straße sollte der Vorschlag vorberaten werden, etwa mit der ArGe Schwandorfer Weihnachtsmarkt, dem Wirtschaftsforum und dem Stadtmarketing und anderen. Die Ergebnisse müssten dann im Stadtrat oder einem seiner Ausschüsse beraten werden.

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