28.08.2018 - 14:18 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Hilfe für die kleine Liah

Die kleine Liah ist gerade einmal sieben Jahre alt, als bei ihr ein Gehirntumor entdeckt wird. Mit Hilfe einer Benefiz-Aktion werden Spenden gesammelt werden, um die Familie in ihrem Kampf gegen den Krebs zu unterstützen.

Die Organisatoren der Aktion (oben) und Maik Büttner von Team Liah (oben rechts) zusammen mit den Siegern des Radar-Schießens (unten).

"Wir machen Kinder glücklich" lautet der Werbeslogan von Matthias Ries' Event-Unternehmen, mit dem er auf Veranstaltungen unterwegs ist. Dort können seine zumeist jungen Kunden an Tombolas teilnehmen oder bei einem Torschuss-Radar Fußbälle ins Tor schießen. Die Geschwindigkeit, mit der der Ball im Tor landet, wird von einem Radargerät, das hinter dem Tor steht, gemessen, und ist ausschlaggebend für den Gewinn. Mit dem Betrag, den man für das Schießen bezahlen muss, verdient Matthias Ries normalerweise sein Geld. Nicht aber letzten Freitag und Samstag, denn an diesen beiden Tagen flossen alle seine Erlöse in einen Spendentopf, der aufgestellt wurde, um Liah Mak zu helfen.

Das Mädchen leidet an einem Gehirntumor, der aufgrund seiner komplizierten Lage bislang inoperabel erscheint. Entdeckt wurde er bei einer CT (Computertomographie), die veranlasst wurde, weil das Mädchen nur noch bedingt die Treppe zu ihrem Kinderzimmer hinaufsteigen konnte. Seit der Diagnose vor zwei Monaten sind die Eltern Katrin und Danny Mak verzweifelt auf der Suche nach Alternativen und Spezialisten, die ihrer Tochter helfen können. Familie Mak aus Regensburg und ihre Unterstützer haben sich daher an die Öffentlichkeit gewandt, um auf sich aufmerksam zu machen und ihre Suche nach Hilfe ausweiten zu können. Dabei wurde auch "Team Liah" gegründet - eine Gruppe aus acht Freunden und Verwandten der Familie, die ihr in ihrer schwierigen Zeit unter die Arme greifen wollen. Zum Beispiel durch die Organisation und Begleitung diverser Spendenaktionen.

Schüsse als Spende

So wurde auch Matthias Ries auf einem seiner Events angesprochen, ob er nicht teilhaben möchte an einer Benefizaktion, wobei er die Erlöse im Anschluss der Familie zukommen lassen würde. "Da das Geschwindigkeitsschießen bei Edeka Schiml in Schwarzenfeld sowieso schon geplant war, schlug ich vor, daraus eine Spendenaktion zu machen", erklärte Ries. Dafür holte er den Betreiber des Supermarktes - Markus Schiml - mit ins Boot.

"Das war natürlich gar keine Frage, da mitzumachen. Wenn man überlegt, dass den eigenen Kindern genau so etwas passieren könnte, würde man sich natürlich auch wünschen, dass die Menschen ihre Hilfe anbieten", beschreibt Markus Schiml seine Beweggründe, sich der Aktion anzuschließen. Neben dem Bereitstellen des Parkplatzes der Edeka-Filiale beteiligte sich Schiml mit Würstchen und Getränken. Sie wurden verkauft in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen "pm-events" aus Schwarzenbach.

Ein weiterer Unterstützer ist das Team vom Imbiss "Pascha Döner/Pizzeria" aus Schwarzenfeld. Sie hat der Erlös vom Verkauf von Slush-Eis gespendet.

Am Montag wurden die Sieger der Torschussaktion geehrt und die gesammelten Spenden an Maik Büttner von "Team Liah" übergeben. Die Gewinner bekamen jeweils einen WM-Ball und einen Gutschein für ein Frei-Essen bei Pascha-Döner.

1880 Euro erzielt

Insgesamt wurden bei der Aktion knapp 1880 Euro eingenommen. "Wir sind mit jedem Betrag mehr als zufrieden und sehr dankbar, dass es Menschen wie Herrn Ries gibt, die solche Aktionen ins Leben rufen", erklärte Büttner. Er sagte: "Zum einen wird das Geld dringend benötigt, um die Behandlung von Liah zu bezahlen, die vermutlich im Ausland stattfinden wird. Ebenso werden die Spenden verwendet für die Reise, die Unterbringung und Versorgung der Eltern, sowie von Liahs Bruder."

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