13.05.2018 - 20:10 Uhr
Oberpfalz

Paulsdorf und Luhe-Wildenau im Gleichschritt - Titelentscheidung vertagt Der Sekt bleibt im Kühlschrank

Die Entscheidung ist vertagt: Der SSV Paulsdorf gewinnt am vorletzten Spieltag der Fußball-Kreisliga Süd zwar sein Heimspiel gegen Auerbach, doch auf die nötige Schützenhilfe aus Vilseck hofft der Spitzenreiter vergeblich.

Der Auerbacher Stürmer Sebastian Ficker (links) hat vor dem blockenden Paulsdorfer Innenverteidiger Fabian Schreier voll abgezogen. Bild: Ziegler
von Christian Frühwirth Kontakt Profil

Dort verlor der FV Vilseck das Verfolgerduell gegen den SC Luhe-Wildenau, der durch den 4:1-Sieg weiter nur einen Punkt Rückstand auf Spitzenreiter Paulsdorf hat. Nur diese beiden kommen noch für die ersten zwei Plätze infrage. Die Entscheidung fällt nun am 26. Spieltag am Pfingstmontag, 21. Mai, im Fernduell: Der SSV Paulsdorf ist zu Gast beim 1. FC Rieden, der SC Luhe-Wildenau empfängt den SV Freudenberg.

Der gewann am Sonntag das Kellerduell gegen Absteiger TSV Eslarn durch einen Last-Minute-Treffer und verbesserte sich auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Einen Punkt haben die Freudenberger Vorsprung auf den SC Germania Amberg (am letzten Spieltag beim Absteiger FC Edelsfeld), der Stand jetzt in die Relegation müsste.

FV Vilseck 1:4 (0:2) SC Luhe-Wildenau

Tore: 0:1 (20., Foulelfmeter) Ludwig Tannhäuser, 0:2 (22.) Benjamin Urban, 0:3 (50.) Ludwig Tannhäuser, 0:4 (54.) Michael Frischholz, 1:4 (76.) Tobias Fink - SR: Tizian Hundsdörfer (Bayreuth) - Zuschauer: 180 - Rot: (74.) Michael Ruppert (Vilseck) - Besonderes Vorkommnis: Torwart Dominik Kummer (SC) hält Foulelfmeter von Stefan Liermann

(mc) Es war ein völlig verdienter Sieg der Gäste, der auch in dieser Höhe in Ordnung geht. Luhe-Wildenau investierte wesentlich mehr in dieses Spiel, ließ vor allem den Ball laufen und verzettelte sich nicht wie oftmals die Heimmannschaft in Einzelaktionen. Mit zwei Doppelschlägen in der ersten Hälfte und auch kurz nach der Pause ließen sie die Hausherren nicht aufkommen. Diese hatten zwar auch ihre Möglichkeiten durch einen Lattentreffer von Benedikt Herbrich und einer sehr guten Chance von Stefan Liermann, die SC-Torhüter Dominik Kummer mit einem tollen Reflex vereitelte. Zudem hielt der Gästeschlussmann auch noch einen am Vilsecker Sturmführer verursachten Foulelfmeter, den der Gefoulte selbst trat. Die vier Treffer der Gäste fielen alle unter gütlicher Mitwirkung der Vilsecker Defensivabteilung, die aber oftmals wenig Unterstützung aus dem Mittelfeld hatte.

SSV Paulsdorf 3:1 (3:0) SV 08 Auerbach

Tore: 1:0 (20.) Tobias Scherm, 2:0 (22.) Christian Schreier, 3:0 (32.) Christoph Hierl, 3:1 (67.) Timo Hausner - SR: Kai Thiele (DJK Gebenbach) - Zuschauer: 150

(tbe) Zu Beginn der Partie war bei den Hausherren Nervosität zu spüren, Pässe kamen zu ungenau und die Laufwege stimmten nicht immer. Die Gäste aus Auerbach erkannten dies und kamen so zu dem einen oder anderen Konter, spielten diese aber nie zu Ende. Nach gut 15 Minuten hatte sich die Binner-Elf gefangen. Ein Freistoß von Ilir Mujku prallte von der Latte ins Toraus (18.). Wenig später zielte Tobias Scherm genauer und traf aus zentraler Position unhaltbar (20.). Kurz nach Wiederanpfiff erahnte Christian Schreier einen Rückpass, lief diesen ab und ließ dem Gästetorhüter aus kurzer Distanz keine Chance (22.).

Dieser schnelle Doppelschlag brachte die Gäste sichtlich aus der Ruhe. In der Folge dominierte der SSV Paulsdorf das Spiel. Christoph Hierl drang in der 32. Minute von links in den Strafraum ein und verwandelte ins lange Eck zur verdienten 3:0-Führung. Erst nach dem Seitenwechsel gelang es den Gästen wieder mehr ins Spielgeschehen einzugreifen. Nach einem verletzungsbedingten Torwartwechsel der Paulsdorfer nutzen die Gäste die fehlende Abstimmung zum Anschlusstreffer (67.). Die Auerbacher versuchten nun nocheinmal alles, fanden aber keine Mittel, die sichere Abwehr der Paulsdorfer in Bedrängnis zu bringen. Eher hatten die Hausherren noch beste Gelegenheiten (85., 90.), das Ergebnis zu erhöhen.

SV Freudenberg 2:1 (1:1) TSV Eslarn

Tore: 1:0 (20.) Michael Schlegl, 1:1 (23.) Marin Marinov, 2:1 (90.) Michael Schlegl - SR: Johannes Zintl (TSV Reuth) - Zuschauer: 80

(koa) Nichts für schwache Nerven war der letzte Heimauftritt des SVF gegen den TSV Eslarn. Viermal verhinderte Aluminium, dass die Heimelf um Kapitän Johannes Dotzler einen etwas ruhigeren Sonntagnachmittag verbringen konnte. Zum Mann des Spiels avancierte Freudenbergs Torjäger Michael Schlegl, der beide Treffer erzielte (20., 90.). Den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Gäste markierte Marin Marinov (23.). Damit übergab die Hauer-Elf den Relegationsplatz an den SC Germania Amberg (0:0 beim ASV Haselmühl) und könnte am letzten Spieltag sogar den direkten Klassenverbleib perfekt machen. Dies hätten zur Winterpause wohl nur die absoluten Optimisten geglaubt, stand der SVF doch mit mickrigen vier Punkten als Schlusslicht eigentlich bereits als Absteiger in die Kreisklasse fest. Am letzten Spieltag haben die Freudenberger die Mammutaufgabe gegen den SC Luhe-Wildenau, aber das alles möglich ist, zeigt die Rückserie mit 19 Punkten aus 11 Partien.

TSV Königstein 1:3 (0:2) DJK Utzenhofen

Tore: 0:1 (6.) Tobias Eichermüller, 0:2 (14.) Fabian Hummel, 0:3 (51.) Jiri Abel, 1:3 (78.) Johannes Schornbaum - SR: Önder Sariaydin (Lauf a. d. Pegnitz) - Zuschauer: 120

(jsb) Die Gäste aus Utzenhofen gingen von Beginn an engagierter ins Spiel und folgerichtig schnell mit 2:0 in Führung. Die beiden Treffer in der Anfangsphase durch Tobias Eichermüller (6.) und Fabian Hummel (14.) fielen nahezu identisch nach jeweils schönen Vorarbeiten über die rechte Seite. Die flachen Hereingaben in den Rückraum wurden eiskalt und ohne Chance für Torhüter Thomas Bunzel abgeschlossen. Die Mannen um TSV-Spielertrainer Christian Ringler waren im ersten Durchgang nicht wirklich auf dem Platz und hatten bei zwei Lattentreffern der Gäste Glück. Im zweiten Durchgang fand der TSV nach dem 0:3 (50.) durch Jiri Abel endlich besser ins Spiel und hatte in der Folgezeit gute Einschussmöglichkeiten. Jedoch gelang nach einem Fehler des Gästetorhüters nach einem Eckball nur noch der 1:3-Anschlusstreffer durch Abwehrspieler Johannes Schornbaum.

SV Schmidmühlen 2:3 (2:3) FC Edelsfeld

Tore: 1:0 (4.) Maximilian Spies, 1:1 (9.) Jan Wolf, 2:1 (17.) Maximilian Spies, 2:2 (32.) Jan Wolf, 2:3 (35.) Patrick Dehling - SR: Maximilian Großmann - Zuschauer: 80

(fop) Beim letzten Spiel in dieser Saison vor heimischem Publikum zeigte Schmidmühlen eine durchwachsene Vorstellung - und so eine Leistung reicht dann ganz einfach nicht zum Sieg. Schmidmühlen startete gut und erzielte gleich mit dem ersten Angriff das 1:0 durch Maximilian Spies (4.). Nach einem Gewühl im Strafraum fünf Minuten später glich aber Jan Wolf aus. Maximilian Spies erzielte nach wunderbarer Einzelleistung in der 17. Minute die erneute Führung für den SV. Doch bis zur Pause drehte Edelsfeld das Spiel. Zunächst konnte die SV-Abwehr in der 32. Minute zwei Schüsse noch blocken, aber dann traf erneut Jan Wolf in Ping-Pong-Manier zum Ausgleich. Nur drei Minuten später war es Patrick Dehling, der nach einem langen Ball der Abwehr davon lief und das glückliche 2:3 erzielte. In der zweiten Hälfte drückte Schmidmühlen zwar die meiste Zeit, wirkte aber oft ideenlos und kam nur selten zum Abschluss. Bei einem der wenigen Konter der Gäste (80.) hatte man noch Glück, denn Puchta holte einen sogenannten "Unhaltbaren" aus dem Torwinkel.

ASV Haselmühl 0:0 Germania Amberg

SR: Johann Bauer (Freystadt) - Zuschauer: 95 - Gelb-Rot: (78.) Iwan Riehl (Germania), wiederholtes Foulspiel

(pme) In einer mit sehr viel Einsatz geführten Partie gab es schlussendlich ein gerechtes und dem Spielverlauf entsprechendes 0:0-Unentschieden. Das Geschehen spielte sich größtenteils im Mittelfeld ab und echte Torchancen waren Mangelware. Die beste Möglichkeit für den ASV Haselmühl hatte Andreas Hammerl, der Mitte der ersten Hälfte einen Nachschuss aus kurzer Entfernung über die Latte setzte. In der zweiten Spielhälfte hatte Sebastian Rohm für die Gäste eine Riesenchance, platzierte seinen Schuss aber ebenfalls über das Tor. Der ASV bestimmte zwar größtenteils das Spiel, war aber ab der Strafraumgrenze zu harmlos.

TuS Rosenberg 2:1 (0:1) 1. FC Rieden

Tore: 0:1 (3.) Andreas Weiß, 1:1/2:1 (71./81.) Pascal Behringer - SR: Mario Baumgartner - Zuschauer: 35

(kok) Der 1. FC Rieden begann furios und erzielte bereits früh den Führungstreffer. Bis zum Halbzeitpfiff war es eine ausgeglichene Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Nach dem Seitenwechsel sorgte der Schiedsrichter für Aufsehen, der sich nach einer Verletzung selbst auswechseln musste. Ein mitgereister Schiedsrichter, Zuschauer an diesem Tag, sprang für ihn ein. Nach der kurzen Unterbrechung gelang den Rosenbergern durch einen abgefälschten Freistoß der Ausgleich. Die Heimelf hatte in Hälfte zwei klare Feldvorteile, die Gäste aus Rieden kamen aber nach Standards weiterhin gefährlich vor das Rosenberger Tor. Schließlich war es wieder Pascal Behringer, der nach klasse Einsatz von La Pegna zum 2:1 einschob.

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