10.07.2018 - 16:21 Uhr
StadlernOberpfalz

Bäume werfen mehr als Schatten

Zügig ist der erste Punkt der Tagesordnung in der Sitzung des Gemeinderates abgewickelt. Ärger mischt sich in ein weiteres Thema, dass das Gremium am Ratstisch im Feuerwehrhaus diskutiert.

Über die Baumpflege an den Straßen im Gemeindegebiet (hier Ortsausgang Richtung Schwarzach) wird der Gemeinderat in naher Zukunft diskutieren.

(mmj) Zur Satzung für Aufwand- und Kostenersatz für die Feuerwehr lag eine Mustervorlage des Innenministeriums vor. Wie Bürgermeister Gerald Reiter und VG-Leiter Matthias Jeitner ausführten, soll damit eine einheitliche Regelung für die Kosten bei Einsätzen festgelegt werden. Mit Nachbarkommunen und Kreisbrandmeister Christian Weinfurtner, so Matthias Jeitner, seien Kostensätze abgestimmt. Ein positiver Entscheid des Gemeinderates würde eine einheitliche Regelung in der Verwaltungsgemeinschaft herbeiführen.

Zu unterscheiden sei dabei, ob es sich um Pflichtaufgaben wie Brandeinsätze und Hilfe für oder Suche nach Personen, die nicht abgerechnet werden können handelt, oder freiwillige Leistungen wie Verkehrsregelungen bei Veranstaltungen erbracht werden. Konkret sollten sich wegen Abrechnungsmodalitäten die Kommandanten der Wehren im Schönseer Land beraten. Ein solches Gespräch hält auch der in der Situng anwesende Kommandant Peter Reier für sinnvoll. Der Gemeinderat stimmte der Satzung zu.

"Ich habe den Wunsch eines Einwohners, eine Eiche rückzuschneiden entsprochen, das Ergebnis ist ärgerlich und enttäuschend!", so Gerald Reiter zum Einstieg in den nächsten Punkt der Tagesordnung. Wegen dem Buschwerk des Baumes, der auf Gemeindegrund steht, sah der Gemeindebürger zu viel Schatten auf seinem Grundstück. Deshalb bat dieser den Bürgermeister um Genehmigung zum Zurückschneiden des Geästs. Es wurde dabei aber "ganze Arbeit" geleistet, denn nichts als ein auf zirka vier Meter abgesägter Stamm und Äste auf dieser Höhe blieben übrig.

Wenn, so Reiter, dieses Werk vom Verursacher zwar als Fehler eingesehen wurde, sorgt der jetzige Zustand doch für Unmut und Ärger unter den Gemeinderäten. "Sollte damit erreicht werden, dass die Eiche jetzt ganz beseitigt wird?" war dabei die Frage. Jedenfalls soll der Bürgermeister ein Gutachten darüber einholen, ob die Wahrscheinlichkeit besteht, dass sich der Baum erholt und erhalten werden kann. Zudem wird das Gremium zeitnah über vorbeugende Maßnahmen beraten, wie solchen selbstständigen Aktionen Einhalt geboten werden kann. Weiter wird sich der Bürgermeister mit dem Landratsamt sowie Straßenbauamt in Verbindung setzen und abklären, wie generell die Pflege von Bäumen an Kreis- und Staatsstraßen im Gemeindegebiet künftig praktiziert wird.

Unter "Informationen" wies der Bürgermeister darauf hin, dass das Thema "Breitbandausbau" abgeschlossen ist. Schnelles Internet sei nun auf Grundlage neuer Verträge möglich. Zur Sprache kam auch die durch einen Anwohner selbstständige Absenkung einer Zufahrt zu seinem Anwesen, die bei den Gemeinderäten für Unverständnis sorgte.



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