13.05.2018 - 20:00 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Horst Eckert liest am Donnerstag aus seinem neuen Krimi Immer öfter Heimspiel-Atmosphäre

Sulzbach-Rosenberg/Düsseldorf. Schriftsteller Horst Eckert ist wieder in der Stadt. Im Gepäck hat er seinen neuesten Politthriller "Der Preis des Todes", aus dem er auf Einladung der Buchhandlung Volkert am Donnerstag, 17. Mai um 19.30 Uhr im Capitol lesen wird. Für die Fragen der SRZ hat er sich schon vorab Zeit genommen:

Letztes Mal in der Landkutsche, diesmal Hochspannung mit Schriftsteller Horst Eckert im Capitol. Bild: aks
von Anke SchäferProfil

Herr Eckert, Sie sind ein Phänomen: Trotz mittlerweile 15 veröffentlichten Politthrillern ist der jeweils neueste immer mindestens so spannend, packend und aktuell wie die Vorgänger - gibt es dafür ein Rezept und wenn ja, verraten Sie es?

Horst Eckert: Danke für das große Lob! Ich glaube, das Wichtigste sind die Figuren, über die ich schreibe. Was ihnen zustößt und wie sie darauf reagieren, das muss nachvollziehbar sein und uns unter die Haut gehen. Ich brauche im Schnitt eineinhalb Jahre pro Buch. In der Zeit lebe ich mit meinen Figuren und lerne sie immer besser kennen, was wichtig ist.

Und das Rezept heißt Konflikt. In "Der Preis des Todes" muss die Journalistin Sarah Wolf einen Mord aufklären und zahlreiche Hürden überwinden. Weil sie das aktiv und mit Geschick angeht, wächst sie uns ans Herz.

So spannend Ihre Geschichten sind, so erschreckend, düster und desillusionierend sind die Themen auch. Wie behalten Sie in den Recherche- und Schreibphase Lebensfreude und Optimismus?

Ich schreibe ja nicht nur über das Böse. Meine Romane werden auch von Sympathieträgern bevölkert, manchmal blitzt sogar etwas Humor auf. Und sobald ich beim Schreiben gut vorankomme, stellt sich für mich automatisch die Freude ein. Dass zum Schluss zwar die Täter gefasst sind, aber vielleicht ein paar Hintermänner noch frei herumlaufen, hat ganz einfach mit meinem Sinn für Realismus zu tun. Die Gründe, Böses zu tun, verschwinden ja nicht aus der Welt, nur weil man einen Mörder festnimmt. Zum Glück aber ist die reale Wahrscheinlichkeit, einem Verbrechen zum Opfer zu fallen, recht gering.

Düsseldorf ist Ihr Lebensmittelpunkt und auch der Dreh- und Angelpunkt Ihrer Thriller - haben Sie nie Ihre alte Heimat Oberpfalz als Schauplatz in Erwägung gezogen?

Oh, lieber nicht! Korruption und Intrigen in der Kleinstadt und auf dem Land? Dann fühlen sich womöglich einige Leute auf den Schlips getreten, obwohl das gar nicht meine Absicht wäre. Und ich kann mich nie mehr hier blicken lassen. Das wäre doch sehr schade! Zwei meiner Kurzgeschichten handeln in der Oberpfalz, darin geht es eher heiter zu und das passt wesentlich besser.

Als Lesungs-Reisender in Sachen Krimi sind Sie ein überaus gerngesehener Gast in der Oberpfalz. Empfinden auch Sie ein bisschen Heimspiel-Atmosphäre oder macht es keinen Unterschied, wo Ihnen das Publikum mit angehaltenem Atem lauscht?

Heimspiel-Atmosphäre erlebe ich zu meiner Überraschung immer häufiger. Auch im Rheinland und überall, wo ich auf Fans meiner Bücher treffe. Aber sobald ich in die Gegend fahre, in der ich aufgewachsen bin und meine Eltern und einige Freunde leben, erwacht der alte Oberpfälzer in mir, und ich nehme alles noch viel intensiver wahr. Das ist etwas Besonderes, und ich freue mich schon sehr darauf!

Karten & Bücher

Karten für die Lesung kosten im Vorverkauf bei der Buchhandlung Volkert und an der Abendkasse acht Euro. Der Thriller "Der Preis des Todes" ist im Wunderlich-Verlag erschienen und kostet in Druckform 19,95 Euro, als E-Book 16,99 Euro. (aks)

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