11.05.2018 - 20:44 Uhr
Oberpfalz

Fußball Kreisliga Nord SV Grafenwöhr vor Meisterstück

Die SV Grafenwöhr hat die Meisterschaft vor Augen: Mit einem Sieg beim Tabellensiebten VfB Mantel kann der Tabellenführer der Kreisliga Nord bereits am vorletzten Spieltag den Wiederaufstieg perfekt machen. Allerdings gibt es weiterhin ein juristisches Problem.

Der Grafenwöhrer Torwart Benjamin Winkler will in Mantel seinen Kasten sauber halten. Wenn er das schafft, stehen die Chancen für eine vorzeitige Meisterschaft der Sportvereinigung nicht schlecht. Bild: G. Büttner
von Redaktion OnetzProfil

(mvk/af) Denn die SpVgg SV Weiden wird gegen die Entscheidung des Bezirkssportgerichts (wir berichteten) in Revision gehen. Dies teilte der Verein am Freitag mit. Nun muss das Verbandssportgericht darüber befinden, ob dass Erstinstanzurteil und damit die 2:0-Wertung des Spitzenspiels zwischen der SpVgg SV Weiden II (58 Punkte) und der SV Grafenwöhr (62) zugunsten der Gäste Bestand hat (siehe auch Bericht auf Seite 11). Im Tabellenkeller steht Schlusslicht DJK Irchenrieth (19) als erster Absteiger fest. Für den Vorletzten SV Neusorg (21) wird es bei sechs Zählern Rückstand auf den Relegationsplatz sehr schwer, beim Tabellendritten FC Weiden-Ost (43) den Abstieg zu vermeiden. Um den Relegationsplatz selbst streiten sich mit jeweils 27 Punkten die DJK Weiden, die DJK Ebnath und der SV Anadoluspor Weiden. Auch der neuntplatzierte SC Kirchenthumbach (31) ist noch nicht aus dem Schneider.

VfB Mantel So. 15.00 SV Grafenwöhr

"Wir haben den Heimdreier gegen Plößberg mit einer Willensleistung errungen", freut sich VfB-Coach Tobias Heindl und ist sehr stolz auf seine Mannschaft. Nun tritt als nächstes der Spitzenreiter aus Grafenwöhr in Mantel an. In diese Partie gehen die Gastgeber personell unverändert. Die heikle Personalsituation bei den Gästen entspannt sich durch die zurückkehrenden Urlauber ein wenig. Für die fünf verletzten Stammakteure hingegen ist die Saison beendet. Ziel ist es, hinten wie zuletzt sicher zu stehen. "Vorne ist meine Mannschaft in jeder Partie für ein Tor gut", sagt Trainer Roland Lang.

TSV Erbendorf So. 15.00 SpVgg SV Weiden II

TSV-Coach Stefan Rupprecht und seine Mannschaft freuten sich über einen verdienten Sieg im Derby in Neusorg und über wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. "Nun erwartet uns im letzten Heimspiel die stärkste Offensive der Liga", bereitet Rupprecht sein Team auf den Tabellenzweiten vor. Der Kader ist aus privaten Gründen etwas dezimiert. Die Gäste möchten auch die letzte Auswärtspartie in Erbendorf gewinnen und ihre Serie fortsetzen. Die letzte Auswärtsniederlage mussten Trainer Rainer Fachtan und sein Team im Oktober 2017 hinnehmen. Tobias Bernkopf wird aus beruflichen Gründen fehlen und hinter dem Einsatz von Michael Riester steht ein dickes Fragezeichen.

FC Weiden-Ost So. 15.00 SV Neusorg

"Mit der von uns gezeigten schwachen Leistung kann man gegen Kemnath nicht gewinnen", resümiert Trainer Peter Kämpf die letzte Niederlage. "Dass es für Neusorg um die letzte Chance geht, ist uns bewusst. Wir haben aber nichts zu verschenken und möchten das letzte Heimspiel dieser Saison gewinnen." Aufgrund der Niederlage gegen Erbendorf müssen die Gäste vermutlich den Gang in die Kreisklasse antreten. Dennoch werden Trainer Lautenbacher und sein Team versuchen, die letzte Chance wahrzunehmen und einen Sieg einzufahren. "Motivation schöpfen wir daraus, dass wir in den letzten Jahren nie wirklich schlecht gegen den FC Ost ausgesehen haben", lautet sein Apell. Wolf, Harms und Horn sind wieder mit dabei.

FC Tremmersdorf So. 15.00 DJK Weiden

Die Mannschaft um FC-Kapitän Diepold möchte kurz vor Saisonende die Negativserie beenden und dreifach punkten. Auch wenn man sich traditionell gegen die Gäste schwer tut, werden Dittner, Neukam und Scherl das Visier genau einstellen und ihre Torjägerqualitäten beweisen. Gefährdet ist der Einsatz von Tauber und Quast. "Die kämpferische Einstellung gegen den Spitzenreiter war in Ordnung", sagt DJK-Coach Matthias Müller. "Leider fehlt uns momentan nach vorne die Durchschlagskraft. Die Aufgabe in Tremmersdorf wird sehr schwer. Aber in unserer Situation zählt nur ein Sieg." Ertl wird fehlen und hinter Karlicek steht ein Fragezeichen.

SV Plößberg So. 15.00 SV Anadoluspor

"Die Niederlage war zwar verdient, ist aber zu hoch ausgefallen", resümiert Trainer Harald Walbert die Partie in Mantel. "Wir müssen zur Halbzeit mit 2:1 in Führung gehen. Wer weiß, wie es dann gelaufen wäre. Im letzten Heimspiel möchten wir unseren Zuschauern noch einmal attraktiven Angriffsfußball zeigen und auf jedem Fall punkten." Da ihm wieder einige Stammakteure fehlen, wird sich die endgültige Aufstellung erst kurzfristig ergeben. "Niemand hat in der Winterpause noch mit uns gerechnet", analysiert Gästecoach Akram Abdel-Haq die aktuelle Situation. "Wir standen abgeschlagen am Tabellenende und haben uns mit tollen Leistungen wieder nach vorne gearbeitet. Nun haben wir es tatsächlich wieder selbst in der Hand. Ich werde mein Team aber bestimmt nicht unter Druck setzen."

DJK Ebnath So. 15.00 SVSW Kemnath

Nach der unnötigen Niederlage im Sechs-Punkte-Spiel bei Anadoluspor stehen die Gastgeber urplötzlich auf dem Relegationsplatz. Jetzt gilt es, in den letzten beiden Spielen den Schalter wieder umlegen. Bleibt zu hoffen, dass Florian Söllner wieder dabei sein kann und Andy Daubner endlich seine Verletzung auskuriert hat. Mit einem Heimsieg, könnte ein großer Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht werden. "Es war ein wichtiger Sieg gegen einen sehr starken Gegner", analysiert Gästespielertrainer Christian Ferstl den Heimdreier gegen Weiden-Ost. "Defensiv sind wir sehr gut gestanden und vorne haben wir die Torchancen kaltschnäuzig genutzt." Nun geht es im Nachbarderby gegen den um den Klassenerhalt kämpfenden Gastgeber, welchen er als sehr zweikampf- und laufstark einschätzt.

SC Kirchenthumbach So. 15.00 DJK Irchenrieth

"Die hohe Niederlage am Wasserwerk geht absolut in Ordnung", berichtet SCK-Spielertrainer Daniel Klempau. "Uns wurden die technischen und taktischen Defizite ganz klar aufgezeigt." Man werde nun alles versuchen, das Spiel gegen das Schlusslicht zu gewinnen. Wir wissen genau, wie viel davon abhängt. Dementsprechend werden wir auch auftreten." Der Heimsieg gegen Tremmersdorf kam für Irchenrieth zu spät. Nun müssen die Gäste in den sauren Abstiegsapfel beißen und den Gang in die Kreisklasse antreten. Dennoch wollen sich Trainer Markus Schreiner und seine Mannschaft anständig aus der Eliteliga des Kreises Weiden verabschieden.

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