11.05.2018 - 16:18 Uhr
Oberpfalz

Zum Tod von Günter Dollhopf Trauer kennt auch Zuversicht

Als Künstler war er ein beharrlicher Grenzgänger zwischen Malerei und Bildhauerei. Die Grenze des Lebens überschritt Günter Dollhopf am 28. April. So wie sein Werk, so wandelte auch der Trauergottesdienst in der Paulanerkirche am Freitag atmosphärisch zwischen zwei Polen. Zwischen schmerzlicher Melancholie und der Zuversicht, Neues zu entdecken. Dezente Klavierimprovisationen empfingen die Trauergemeinde, und Pfarrer Andreas Weniger aus Nürnberg, der den Gottesdienst hielt, erwies sich als dem Amberger Künstler in Freundschaft eng verbunden sowie intimer Kenner des Dollhopf'schen Werks.

Bei der Trauerfeier für Günter Dollhopf in der Paulanerkirche erweist sich Pfarrer Andreas Weniger (Nürnberg) als intimer Kenner des Werks des Amberger Künstlers (links "Fensterbild", rechts "Torso"). Bild: Wolfgang Steinbacher
von Michael Zeissner Kontakt Profil

Oberbürgermeister Michael Cerny würdigte einen "großartigen und verdienten Künstler", der als erster Träger des Kulturpreises der Stadt (1981) "den Maßstab für die Vergabe hoch angesetzt" habe. Musikalisch begleiteten Dekanatskantorin Kerstin Schatz (Orgel) und Kulturreferent Wolfgang Dersch (Posaune) mit kontrastreichen, aber sensibel abgestimmten Stücken wie "Lascia ch'io pianga" (Händel) oder "Autum Leaves" (Jazz-Standard nach Jonny Mercer) die Trauerfeier. "Lasst's gut sein", hätte wohl Dollhopf dazu gesagt, zeigte sich Weniger überzeugt.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.