03.08.2018 - 17:41 Uhr
UrsensollenOberpfalz

Breitbandnetz auf Zielgerade

In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause befasst sich der Gemeinderat mit mehreren Themen: weiterer Ausbau der Breitbandversorgung, neue Hundehaltungsverordnung, Kauf eines Elektrofahrzeuges sowie Bauanträgen.

Bauarbeiten vor Hausen zum Breitbandausbau in der Gemeinde Ursensollen

(ua) Die Gemeinde hat zum weiteren und abschließendem Ausbau des Breitbandnetzes die Unterstützung des Planungsbüros IK-T aus Regensburg herangezogen. Nach der Markterkundungs- und Auswahlverfahren erhielt die Kommune Angebote von der Firma Amplus AG und der Telekom Deutschland. Nach eingehender Prüfung geht Amplus AG als wirtschaftlichster Bieter hervor. Sie erhält den Auftrag, unter Vorbehalt der Zustimmung des Breitbandzentrums, zur Vergabe des technischen Breitbandausbaus.

Nach Beendigung dieser Baumaßnahme, geplant bis Ende 2019, ist eine flächendeckende Versorgung des ganzen Gemeindegebietes mit schnellem Internet gewährleistet. Der Eigenanteil der Gemeinde beträgt bei Kosten von knapp 1,5 Millionen rund 300 000 Euro.

Der Bauantrag der Deutschen Funkturm GmbH zur Errichtung eines 40 Meter hohen Funkturms an der Autobahn vor Hohenkemnath für mobile Sprach- und Internetdienste wurde einstimmig abgelehnt. Er soll nach Auskunft der Telekom die Funklücken an der Autobahn und im Bereich Hohenkemnath schließen.

Der Gemeinderat war der Meinung, so wie von Bürgermeister und Verwaltung vorgeschlagen, dass dieser Standort am Ortseingang den Bemühungen der Dorferneuerung entgegensteht und der Standort unpassend ist. Franz Mädler informierte auch, dass die Maßnahme privilegiert sei und die Untere Baubehörde nun darüber entscheiden müsse.

Hundehalter in der Pflicht

Die bereits in einer früheren Sitzung diskutierte Hundehaltungsverordnung wurde mit folgenden Festsetzungen beschlossen: Anleinpflicht auf öffentlichen Flächen innerhalb geschlossener Ortschaften an einer reißfesten und maximal fünf Meter langen Leine. Von Kinderspielplätzen, Kindergärten und Schulanlagen sind Hunde fernzuhalten; auch ein Mitführen an der Leine in diesen Bereichen ist nicht gestattet. Jeder Hundeführer ist verpflichtet, Verunreinigungen, die das Tier verursacht, unverzüglich zu beseitigen und ordnungsgemäß zu entsorgen. Zu diesem Zweck hat jeder, der einen Hund führt, eine ausreichende Anzahl geeigneter Tüten oder sonstiger Behältnisse zur Aufnahme und zum Transport mitzuführen. Mit diesen Maßnahmen soll den massiven Beschwerden der Bevölkerung über Verunreinigung durch Hundekot Rechnung getragen werden.

Auch das Thema Elektrofahrzeug beschäftigte die Gemeinde seit der Klausurtagung. Nun beschloss das Gremium, nach intensiver Vorarbeit der Energiebeauftragten, den Kauf eines VW E-Golfs für die Nutzung durch die Nachbarschaftshilfe, das Seniorennetzwerk sowie die Gemeindeverwaltung.

Zudem setzte sich der Gemeinderat mit einem Antrags der Jagdgenossenschaft Zant zur Thematik Wegesicherung auseinander. Die GVS Stockau nach Kemnatheröd und die GVS Hohenkemnatherödweg entsprechen bei weitem nicht den gesetzlichen Vorgaben und Voraussetzungen einer Gemeindeverbindungsstraße (GVS).

Um auch dem Vorwurf des Fördermissbrauchs zuvorzukommen, müssen diese zu öffentlichen Feld- und Waldwegen umgestuft werden. Hiermit verhindert man auch eine verzinste Rückzahlung des Unterhaltzuschusses. Der Gemeinderat war der Meinung, dass in naher Zukunft das gesamte Wegenetz auf die gesetzlichen Grundlagen hin überprüft werden soll.

Um den Feld- und Waldwegebau künftig gerechter zu gestalten unterstützt die Gemeinde künftig alle Jagdgenossenschaften bei deren Unterhalt. Sie stellt demnach je Kilometer drei Tonnen Schotter pro Jahr kostenfrei zur Verfügung. Der Bedarf für das kommende Jahr ist jeweils zum 31. Dezember anzumelden. Abholung und Einbau müssen selbst vorgenommen werden.

Ohne Gegenstimmen

Weiterhin gab Bürgermeister Mädler bekannt, dass die Aufklärungsveranstaltung zur Dorferneuerung in Thonhausen stattfand: "Die Bewohner erteilten ihre Zustimmung einstimmig. Der Auftrag zur Planung soll in einer der nächsten Sitzungen vergeben werden. Die Bauanträge Sperber, Grosch, Kirsch, Fischer, Baumgartner, Geitner, Roel und Plannerer, Artmann, Käfer und Hummel, Grammer AG sowie der Antrag auf isolierte Befreiung Potsch werden dem Landratsamt ohne Einwände weitergeleitet.

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