20.06.2018 - 11:38 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Improvisation und spontane Gesangseinlagen

Zu einem eindrucksvollen Erlebnis gestaltete sich die Tages-Exkursion des Kultur- und Begegnungszentrums Abtei Waldsassen mit dem Titel "Orgeln im Stiftland und Egerland".

Die Teilnehmer der Exkursion vor der Nikolauskirche in Eger/Cheb.

(exb) Unter Leitung von Äbtissin M. Laetitia und Bezirkstagsvizepräsident a.D. Ludwig Spreitzer und unter der fachlichen Betreuung von Andreas Sagstetter und Orgelbauer Markus Bäumler starteten 37 Teilnehmer schon am frühen Morgen in der Basilika Waldsassen. Dieses Orgel-Ensemble mit seinen 6 Manualen, 103 Registern und über 7700 Pfeifen hat bekanntlich einen weltweiten Bekanntheitsgrad. Andreas Sagstetter erläuterte dort die Gesamtheit dieser Orgel mit Hauptorgel, Chororgel, Fernwerk und Bombardwerk. Anschließend brillierte er mit dem Concerto G-Dur von Johann Sebastian Bach und einem Stück von Louis Vierne. Nach dem Reisesegen durch Äbtissin Laetitia ging die Fahrt weiter nach Eger, wo Günther Juba die nötigen Kontakte geschaffen hatte. In der Nikolauskirche konnten die Teilnehmer ein hochromantisches Orgelwerk aus dem Jahre 1894 bewundern. Ganz selten sind heute noch die mechanischen Kegelladen und die Barkermaschine zu sehen und zu hören. Einzigartig der Nachklang: Auf der Orgel bot Andreas Sagstetter Improvisationen. Auf dem Weg hinüber zum ehemaligen Klarissenkloster erläuterte Günther Juba alles, was es rund um das Stöckl zu sehen gab. St. Klara selber, einst von Christoph Dientzenhofer erbaut, ist heute keine Kirche mehr: Der Raum ist einzig Konzert- und Orgelsaal. Diese Orgel ist vom Anblick schon eine Wucht und erlaubt ein breites Spektrum der Orgelliteratur. Hier intonierte Andreas Sagstetter die Sonate Nr.2 in C-Moll von F. Mendelsohn Bartholdy. Jürgen Brakert überraschte durch gelungene Improvisationen. Zudem bereicherte eine Teilnehmerin den Aufenthalt mit einer Gesangseinlage, dem Ave Maria.

Nachmittags ging es nach Falkenberg. Hier gewährte der Orgelbauer Markus Bäumler einen Blick ins Innenleben der Orgel, die er 2017 restauriert hatte. Diese Orgel wurde unter Verwendung aller alten Register deutlich erweitert und technisch auf den neuesten Stand gebracht. Bäumler selbst demonstrierte sodann die Vielfalt der Orgel. Zurück führte die Fahrt zur Kappl auf dem Glasberg. Die historische Orgel von 1735 fügt sich dort optisch und klanglich in den wunderschönen barocken Dientzenhofer-Bau. Freilich ist sie nun restaurierungsbedürftig, was ab November 2018 passieren soll.

Auch hier gab Andreas Sagstetter erneut eine Kostprobe seines großen Könnens wie auch beim Abschluss in der Klosterkirche in Waldsassen. "So rundete sich das Bild dieser Tages-Exkursion von der größten Orgel in der Waldsassener Basilika bis hin zur kleinsten in der Abtei Waldsassen", heißt es in der Pressemitteilung.

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