21.01.2019 - 11:36 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Von Lohnsitz in die weite Welt

London, Mumbai, Berlin, Buenos Aires: Das sind nur einige der vielen Orte, die Anna Zant in den letzten Jahren besucht hat. Als Tänzerin, Artistin aber auch Studentin ist sie ständig unterwegs, wie sie in ihrem Vortrag verdeutlicht.

Viel zu berichten hat Anna Zant (rechts). In der Vortragsreihe "Stiftländer im Ausland" geht sie auf ihre zahlreichen Tätigkeiten auf der ganzen Welt ein.
von Florian MüllerProfil

Prall gefüllt war der St. Mauritius Saal im Haus St. Joseph am Freitagabend. Anlässlich der Reihe "Stiftländer im Ausland" referierte an diesem Abend Anna Zant aus Lohnsitz über ihre Tätigkeit in den vergangenen Jahren. Unter dem Motto "Über den Werdegang von der Kunst zur Wissenschaft mit bayrisch-, britischem und argentinischem Flair" erzählte sie zunächst, wie alles begann: Nach ihrem Abitur am Stiftland-Gymnasium bewarb sie sich auf ein Musical-Studium. "Leider wurde ich da nicht genommen, was mich zu einem Zwischenjahr brachte. Aus einem Jahr in London wurden dann sieben." Anfangs als Au-Pair Mädchen, später als Bedienung im Bavarian Beerhouse und schließlich als Studentin an der Italia Conti Academy. Dabei war sie auch immer wieder Teil von großen Aufführungen.

"Ein Highlight war eine Kooperation mit dem London Symphony Orchestra", ist Anna Zant sich sicher. Im Anschluss daran war sie auf zwei Aida-Schiffen tätig, auf der sie das Unterhaltungsprogramm an den Abenden mit gestaltete. Aufgelockert durch Videos von Auftritten und Übungen sowie Anekdoten wie dem Dreh eines Werbefilms in der Schweiz führte sie die gespannten Zuhörer durch den Abend. "Eine große Leidenschaft entdeckte ich in der Luftakrobatik. Dadurch kam ich in die Zirkus-Branche." Daran liebt sie vor allem die große Akzeptanz der Künstler untereinander.

"Beim Tanz hast du immer eine Art Konkurrenzkampf, beim Zirkus ist alles viel freundlicher", schwärmt sie. An einer Zirkusschule in Berlin hat Zant ebenfalls schon unterrichtet, parallel zu ihrem BWL-Studium. Dann kam ihre große Liebe Südamerika. "Nach einem kurzen Aufenthalt in Kolumbien hat es mich erwischt." Um einen Studienplatz dort zu ergattern, lernte sie innerhalb eines halben Jahres spanisch. In der Zeit ihres Studiums an einer Privat-Universität reiste sie auch mit einem Chor durch Südamerika und beginnt für Deutsche selbstverständliche Werte zu schätzen: "Man muss hier in Deutschland keine Angst haben, wenn man nachts auf der Straße unterwegs ist. Das ist dort ganz anders, man muss höllisch aufpassen."

Abschließend zieht sie ein Resümee: "Wenn man sich die Frage stellt ,Lohnt sich der Sprung ins kalte Wasser?‘, dann kann ich sie nur mit einem ,Ja‘ beantworten. Man findet immer nette Menschen, die einen aufnehmen und in das Land mit integrieren", ist Anna Zant überzeugt.

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