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13.11.2019 - 11:51 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Dieselskandal: Klagen lohnt sich!!! Verjährung zum 31.12.2019

Abgasmanipulation auch bei Porsche, Mercedes, BMW, Audi und Opel

Rechtsanwalt Christoph Scharf.

Alle Jahre wieder…. Zum Ende des Jahres 2019 verjähren erneut tausende Ansprüche von Dieselbesitzern, zum Beispiel gegen Porsche. Nachdem er bereits etliche Geschädigte des Dieselskandals erfolgreich vertreten hat, erklärt Rechtsanwalt Christoph Scharf aus Weiden i.d.Opf., worauf Betroffene achten müssen. Bereits vor einem Jahr drohten hunderttausenden VW-Besitzern Schadensersatzansprüche zu verjähren. Mit ihren Individualklagen oder durch die Teilnahme an der Musterfeststellungsklage konnte die Hemmung der Verjährung erreicht werden. Hiervon waren insbesondere die Besitzer von Pkw des VW-Konzerns betroffen, in denen der EA189 Dieselmotor verbaut war. Mit der im Jahr 2015 veröffentlichten Meldung über die Manipulationen begann der Skandal.

Rechtsanwalt Scharf: "Selbst heute, also vier Jahre später, ist noch lange kein Ende in Sicht. Das Ausmaß des Skandals ist unbegreiflich. Immer wieder werden bei verschiedenen Herstellern unzulässige Abschalteinrichtungen festgestellt. Seit 2015 hat das Kraftfahrtbundesamt (KBA) Bescheide erlassen und verschiedene Hersteller verpflichtet durch Rückrufaktionen die in den Fahrzeugen verbauten ,unzulässigen Abschalteinrichtungen' zu entfernen.“

Oft wird das KBA kritisiert, es schaue nicht richtig hin und lasse sich mit dem Erlass von Bescheiden gegen die Hersteller zu viel Zeit. Diese Zeit können Hersteller nutzen: Bei einer Baureihe des GLK soll Mercedes/Daimler sogar versucht haben, im Rahmen von Inspektionen „heimlich“ die Schummelsoftware zu ersetzen.

Rechtsanwalt Scharf: "Zu Beginn stand allein der VW Konzern unter dem Verdacht, einen Motor mit einer unzulässigen Abschalteinrichtung verbaut zu haben. Nach und nach sind jedoch immer mehr Hersteller unter Verdacht geraten, auf gleiche Weise gehandelt zu haben. Inzwischen hat das KBA festgestellt, dass hunderttausende Fahrzeuge von Herstellern wie Porsche, BMW, Mercedes, Opel und Audi ihre Fahrzeuge mit einer unzulässigen Abschalteinrichtung ausgestattet haben. Die Fahrzeugbesitzer können nur von Glück reden, dass bislang keine sofortige Stilllegung der Pkw erfolgt ist, was sich lediglich durch die Vielzahl der Fälle begründen lässt."

Den Bescheiden des KBA folgen regelmäßig Anschreiben der Hersteller an die Eigentümer mit denen diese auf Unregelmäßigkeiten an dem Fahrzeug hinweisen. Es wird angeraten das Fahrzeug zum Zwecke eines Softwareupdates in einer Fachwerkstatt vorzuführen.

Rechtsanwalt Scharf: "Bei einem solchen Schreiben ist Vorsicht geboten. Es stellt einen ersten Hinweis dar, dass in dem Fahrzeug eine unzulässige Abschalteinrichtung verbaut ist und das Fahrzeug und der Eigentümer zu den Betroffenen des Dieselskandals zählt. Enthält das Schreiben auch noch einen Hinweis, dass bei Nichtdurchführung des Updates die Stilllegung droht oder die Nichterteilung der Plakette beim nächsten TÜV, können Sie sicher sein: ,Mich hat‘s erwischt.'“

Geschädigte haben die Möglichkeit, gerichtlich gegen diese vorsätzliche sittenwidrige Schädigung durch die Hersteller vorzugehen. Nach anfänglicher Unsicherheit auf der Ebene der Landgerichte und Oberlandesgerichte hat sich eine überwiegende Rechtsprechung zugunsten der Geschädigten entwickelt. Ein durchgeführtes Update ändert an dem Anspruch nichts. Urteile gegen Porsche, BMW, Mercedes liegen bereits vor.

Rechtsanwalt Scharf: "Die Geschädigten können gegen die Hersteller auf Schadensersatz klagen. Ich habe bereits etliche erstinstanzliche Urteile erstritten, die den Geschädigten den damals gezahlten Kaufpreis in voller Höhe als Schadensersatz zusprechen. Dies gilt unabhängig davon, ob das Fahrzeug erst 1 oder schon 10 Jahre alt ist, 100 oder schon 100.000 km genutzt wurde. Auch Zinsen aus dem Kaufpreis ab Erwerb werden häufig ausgeurteilt. Obwohl die genaue Schadensberechnung noch nicht abschließend entschieden worden ist, kann festgestellt werden, dass die gerichtlich zugesprochenen Entschädigungen deutlich über dem aktuellen Fahrzeugwert liegen. Die Verfolgung der Ansprüche ist wirtschaftlich durchaus sinnvoll und erfolgversprechend."

Kontakt:

Anwaltskanzlei C. Scharf

Bürgermeister-Prechtl-Straße 35

92637 Weiden

Telefon: 0961/401865-70

Individuelle Beratung: www.anwalt-scharf.de

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